D.Lehmann
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Microsiervos [CC BY 2.0], via Flickr

In den letzten Jahren gehörten die Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder auch die neue Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) für viele Verbraucherinnen und Verbraucher wahrscheinlich zu den folgenschwereren Änderungen im digitalen Alltag. Was sich im nächsten Jahr unter anderem ändert, wollen wir Ihnen in der Folge kurz aufzeigen:

WhatsApp: Der beliebte Instant-Messenger stellt für viele ältere Betriebssysteme und sämtliche Windows Phones den Support ein. Das heißt, dass bestimmte Smartphones nicht mehr unterstützt werden und WhatsApp dort nicht mehr neu installiert werden kann. Wer die App auf einem solchen Telefon bereits hat, kann diese zwar weiterhin nutzen. Perspektivisch sollte man sich aus Sicherheitsgründen dennoch nach einem neueren Gerät umschauen, da veraltete Versionen ein immer höheres Risiko in puncto Cyberattacken darstellen. Welche Systeme betroffen sind, können Sie hier nachlesen --> Link.

WhatsApp-Werbung: Zudem wird im kommenden Jahr wohl erstmals Werbung in WhatsApp eingebettet. Facebook möchte mit dem Messenger ähnlich wie bei Instagram mit Anzeigen Geld verdienen. Dies wird wohl zunächst in den sogenannten Stories beziehungsweise im Status-Bereich der Fall sein. Denkbar sind aber auch Werbe-Einblendungen zwischen den verschiedenen Gesprächen in der Chat-Übersicht. Kritisch zu beobachten wäre, ob Facebook an der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung festhält, oder ob diese zugunsten von individueller Werbung aufgeweicht wird - zulasten der Datensicherheit.

Windows 7: Auch bei Windows verabschiedet man sich von alten Betriebssystemen, nach dem 14. Januar wird Version 7 nicht mehr unterstützt. Wer noch Windows 7 auf dem Rechner hat, sollte möglichst bald wechseln, da danach keine Updates mehr folgen.

Digitale Gesundheit: Ab 2020 tritt das sogenannte Digitale-Versorgung-Gesetz in Kraft (DVG). Das beinhaltet unter anderem die Möglichkeit für Patientinnen und Patienten, vom Arzt bestimmte Gesundheits-Apps verschrieben zu bekommen. Zudem sollen Videosprechstunden leichter verfügbar und beworben werden. Elektronische Patientenakten sollen bald flächendeckend zum Einsatz kommen. Apotheken beispielsweise müssen sich deshalb bis September an die dafür vorgesehene Infrastruktur anschließen lassen. Neben dem E-Rezept und der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sollen auch alle weiteren Leistungen digital verordnet und kommuniziert werden können. Weitere Infos dazu finden Sie zum Beispiel auf der Seite des Gesundheitsministeriums --> Link.

E-Books und E-Paper: Für elektronische Publikationen, also alle digital verfügbaren Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, gilt ab nächstem Jahr der Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent statt der bislang 19. Solche Angebote werden daher günstiger. Von der Steuersenkung ausgenommen sind weiterhin Inhalte wie Videos und Musik.