D.Lehmann
Zeitachse
Quelle
Data is Beautiful

Die beliebtesten Webseiten von 1996 bis heute

Im vergangenen Monat hat das Internet seinen 50. Geburtstag gefeiert: 1969 gelang es erstmals, zwei Computer in Los Angeles und dem Silicon Valley miteinander zu verbinden. Seitdem ist eine ganze Menge passiert. Was zuvor Informatikern und Wissenschaftlern vorbehalten war, ist mit dem Start des kommerziellen Internets im Jahr 1990 auch für die Allgemeinheit zugänglich. Von den Quantensprüngen in den Bereichen Augmented Reality, virtuelle Realität und mobiles Internet einmal abgesehen, können wir mittlerweile mehr als 350 Millionen Domains aufrufen. Webseiten mit der deutschen Top-Level-Domain, also alle .de-Adressen, machen davon immerhin etwa 16 Millionen aus. Da ist klar, dass nicht alle davon gleich bedeutsam sind. Viele Dienste kommen neu hinzu – oder können auch schnell wieder verschwinden. Nichts ist im Netz so beständig wie die Unbeständigkeit.

Die Siegeszüge von Amazon und eBay im Zeitstrahl

Auf dem YouTube-Kanal „Data Is Beautiful“ kann man sich nun Videos ansehen, die diesen Wandel sehr anschaulich deutlich machen. Der Clip „Most popular Websites 1996 – 2019“ (Die beliebtesten Webseiten von 1996 – 2019) zeigt zum Beispiel, wie dominant AOL und Yahoo zu Beginn des freien Internets waren – und wie rasch sie abgelöst wurden. Auch interessant zu sehen: Die Siegeszüge von eBay, Amazon und Google, die in kurzer Zeit rasant anwuchsen und heute als Internet-Giganten (vorerst) nicht mehr wegzudenken sind.

Hinter dem Projekt steckt nach eigenen Angaben ein Student, der einfach Daten und Statistiken liebt. Für die Videos hat er öffentlich einsehbare Quellen verwendet, die die monatlichen Seitenaufrufe von Webadressen festgehalten haben. Regelmäßig veröffentlicht er weitere Videos zur Geschichte des Webs (so zum Beispiel auch die Beliebtheit von Messengern wie ICQ und WhatsApp im Laufe der Zeit). Dranbleiben lohnt sich also.