Staffel 1, Folge 2Wofür steht der Digital-Kompass?
- Beteiligt: Ein Gespräch mit Bundesministerin Steffi Lemke und den Projektbeteiligten
- Erschienen am: 11 Mai 2023
Über die Folge
In der zweiten Episode des Digital-Kompass Podcast wird das Projekt Digital-Kompass genau vorgestellt. Im Fokus stehen die verschiedenen Projektinhalte und Angebote, die bereit gestellt werden.
Wofür steht der Digital-Kompass?

Transkript zum nachlesen
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Das digitale Leben ist ja immer stärker in
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den letzten Jahren in unseren Alltag gekommen.
00:00:05.850
Und deshalb ist es wichtig, dass alle Menschen in unserer Gesellschaft an diesen
00:00:10.430
digitalen Prozessen, sei es im privaten Leben, sei es bei
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Behördengängen, im Beruf, teilnehmen können.
00:00:18.920
Und ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen haben möglicherweise
00:00:24.580
ein größeres Problem, sich in der digitalen Welt tatsächlich einzufinden.
00:00:30.650
Und dafür ist das Projekt Digital- Kompass ein Angebot zur Unterstützung.
00:00:38.520
Digital-Kompass Podcast.
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Der Podcast, um gemeinsam digitale Barrieren zu überwinden.
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Präsentiert vom Digital-Kompass.
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Moderator: Euer Inklusator Sascha Lang.
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Damit darf ich Sie alle begrüßen zur
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Ausgabe Nummer zwei vom Digital-Kompass Podcast.
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Wir sind also in dieser wichtigen Episode,
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bei der es darum geht: Wofür steht der Digital-Kompass?
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Wir werden in dieser Episode analysieren, was die diversen Partner in dieses Projekt
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mit hineinbringen, warum es so wichtig ist, mit ganz vielen Menschen zusammen zu
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kooperieren, um digitale Teilhabe zu garantieren.
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Und einer der wichtigen Partner ist definitiv auch das Verbraucherministerium.
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Nicht nur, weil sie dieses Projekt
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finanziell unterstützen, sondern auch inhaltlich.
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Und das beweist mein Gast heute, nämlich die Verbraucherministerin Steffi Lemke.
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Herzlich willkommen in unserem Podcast!
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Ja, Frau Lemke, das Verbraucherministerium
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unterstützt diesen Podcast nicht nur finanziell, sondern auch moralisch.
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Warum? Das digitale Leben ist ja immer stärker in
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den letzten Jahren in unseren Alltag gekommen.
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Und deshalb ist es wichtig, dass alle Menschen in unserer Gesellschaft an diesen
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digitalen Prozessen, sei es im privaten Leben, sei es bei
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Behördengängen, im Beruf, teilnehmen können.
00:01:59.240
Und ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen haben möglicherweise
00:02:04.880
ein größeres Problem, sich in der digitalen Welt tatsächlich einzufinden.
00:02:10.920
Und dafür ist das Projekt Digital- Kompass ein Angebot zur Unterstützung.
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Was ist in Ihren Augen das Ziel dieses Projektes?
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Ist es die Sensibilisierung?
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Ist es aber auch vielleicht, Lösungen zu finden?
00:02:22.270
Wo sehen Sie das Ziel in 2025?
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Wo wollen Sie damit auch hin mit Ihrer Unterstützung?
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Auf jeden Fall Sensibilisierung.
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Aber wir haben dieses Projekt auch unterstützt, um tatsächlich Teilhabe
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als Grundbestandteil unserer Gesellschaft zu gewährleisten und dabei zu helfen,
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Teilhabe auch im digitalen Raum wahrzunehmen.
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Und für mich ist es auch ein Bestandteil, den Schutz von Verbraucherinnen und
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Verbrauchern im digitalen Raum zu stärken, also durch Kompetenzvermittlung, durch
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eben diese Kompass-Funktion des Projektes, dabei zu helfen, sich in der
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digitalen Welt zurechtzufinden, sich auch gegen unlautere Praktiken wehren zu können
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und vor allem aber auch die Frage von Teilhabe als
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Gerechtigkeitsfrage im digitalen Raum zu gewährleisten.
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Sehen Sie das Projekt denn eher jetzt in Richtung der Verbraucher, also des
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Nutzers, oder auch in Richtung der Anbieter?
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Wo siedeln Sie das Projekt verstärkt an?
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Dieses Projekt soll tatsächlich den Verbrauchern, Verbraucherinnen, also den
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Nutzern im digitalen Bereich Unterstützung anbieten.
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Wir haben mehr als 100 Digital-Kompass- Standorte im Rahmen des Projektes. U
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nd mit Unterstützung von vielen ehrenamtlich Engagierten,
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soll eben im digitalen Alltag Hilfestellung gegeben werden.
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Wir arbeiten natürlich in Richtung der Anbieter derjenigen, die digitale Produkte
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auf den Markt bringen, auch bei den Fragen des
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Verbraucherschutzes und auch der Teilhabe der Gerechtigkeitsfrage.
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Aber hier mit den Kompass-Standorten
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wollen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher ansprechen.
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Danke, Frau Lemke. Ich danke Ihnen, Herr Lang.
00:04:16.400
Vielen Dank also an Frau Steffi Lemke, Ministerin für Verbraucher.
00:04:19.360
Sie hat uns kurz erklärt, warum ihr
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Ministerium dieses Projekt so großartig unterstützt.
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Und wir kommen jetzt zu unserem Tisch-Gespräch.
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Und da sitzen folgende Gäste mit mir am Tisch: Katharina Braun –
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BAGSO Servicegesellschaft, Marie-Christin Schoeffel – Deutschland sicher im Netz,
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Gudrun Brendel – Deutscher GeSchwerhörigenbund,
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Angelika Ostrowski – Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband, Guido Steinke –
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Verbraucherinitiative und Devin Kwasniok – Universität Vechta.
00:04:48.880
In der ersten Episode haben wir uns damit
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beschäftigt, was ist eigentlich digitale Teilhabe?
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Besser gesagt, wie kann man die definieren?
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Ganz interessanter Podcast übrigens, können Sie gerne noch mal anhören.
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Die sind ja immer verfügbar.
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Und in dieser Ausgabe sprechen wir
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natürlich, ja, über die Umsetzung dieser Teilhabe.
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Wie kriegen wir das hin?
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Bei mir starten wir jetzt zuerst mal mit Ina und mit Marie-Christin.
00:05:11.280
Erzählt uns beide mal kurz, von wem ihr seid, wen ihr vertretet und
00:05:15.470
was der Digital-Kompass eigentlich ist oder in kurzen Worten sozusagen.
00:05:19.530
Ich bin Ina Braun.
00:05:21.330
Ich bin die Projektleiterin vom Digital-
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Kompass, jetzt schon seit ein paar Jahren, und komme von der
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Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen.
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Da bin ich auch schon ein alteingesessener Hase, nämlich im 17.
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Jahr, und freue mich, dass ich seit ein
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paar Jahren den Digital- Kompass betreuen kann.
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Das ist ja ein sehr gewachsenes, stabiles Netzwerk, ein Projekt, was aus
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viel ehrenamtlichem Engagement besteht, aus gegenseitigem Austausch, und
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was das Ziel Digitalisierung für alle im Blick hat, genau.
00:05:58.600
Und die neue Ausrichtung des Digital-Kompass bzw.
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das neue Motto ist ja: Gemeinsam digitale Barrieren überwinden.
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Und dazu haben wir uns natürlich ganz viele schöne Ideen gemacht.
00:06:12.630
Zwei ganz große neue Säulen mit tollen Partnern ins Leben gerufen,
00:06:19.290
vielleicht einmal ganz global und ganz kurz angerissen.
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Wir möchten zum einen Menschen mit Seh- und
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Hörbeeinträchtigungen mehr in den Fokus nehmen, aber auch die
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Menschen, die nicht so ohne Weiteres Bildungsangebote
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annehmen können, die nicht so ohne Weiteres von A nach B kommen.
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Also Menschen, die auch in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
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Dazu haben wir uns zwei verschiedene große Schwerpunkte gesetzt.
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Das eine ist die Beratung von qualifizierten Engagierten vor Ort, in
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sogenannten Digital-Kompass-Standorten, in Senioren-Internet-Initiativen,
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Erfahrungsorten, wie sie sich alle nennen, ist eigentlich egal.
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Alle haben gemeinsam, dass sie älteren
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Menschen bei ihren ersten Schritten begleitend zur Seite stehen
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und zukünftig, nachdem sie eine Qualifizierung durchlaufen haben,
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auch Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen in ihren
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regulären Beratungsalltag integrieren können.
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Das machen wir natürlich auch gemeinsam mit Partnern, und zwar mit dem deutschen
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Blinden- und Sehbehindertenverband und dem Deutschen Schwerhörigen-Bund.
00:07:33.520
Und eine zweite, ganz große Säule, da wird Marie bestimmt auch gleich noch mal etwas
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ausführlicher eingehen, sind sogenannte digitale Lerntandems.
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Da geht es eben darum, das Lernen in die eigenen vier Wände nach
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Hause zu verlagern, und zwar mit einem Zweierteam, also
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digital zueinander geschaltet, bestehend aus einer studierenden Person
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und einer meistens digital recht unerfahrenen Person.
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Und was dann da gelernt werden möchte, das entscheiden die Leute einfach
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im Gespräch gemeinsam, w ir stellen Materialien dazu zur Verfügung.
00:08:08.770
Und auch das machen wir mit Super-
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Partnern, natürlich gerne nur Super- Partner, das ist die Universität Vechta.
00:08:15.360
Und last but not least
00:08:18.280
würde ich gerne auch noch die Verbraucheri nitiative erwähnen, unseren Guido, der
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Mann für alle digitalen Formate, die ich so kenne.
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Ich glaube von ihm habe ich in den letzten drei Jahren das meiste gelernt.
00:08:29.160
Marie-Christin – Deutschland sicher im Netz, ist auch mit dabei.
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Erzähle uns kurz, ja, wer du bist und was
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Deutschland sicher im Netz in diesem Projekt macht.
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Vielen Dank, Sascha. Ja, mein Name ist Marie-Christin Schoeffel.
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Ich bin von Deutschland sicher im Netz und Referentin im Digital-Kompass, genau.
00:08:46.550
Hauptsächlich zuständig für die Lernt
00:08:48.490
andems, die meine Kollegin Ina Braun gerade schon angekündigt hat.
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Die können verstanden werden als eine
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kostenfreie Eins-zu-eins- Beratung zu digitalen Themen.
00:08:58.930
Das heißt, wenn eine Person die Angebote
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vor Ort nur schwer erreichen kann, F ragen hat zu digitalen Themen, kann sie
00:09:06.580
sich zu einem digitalen Lerntandem anmelden.
00:09:09.720
Da wird nachher mein Kollege, der Devin Kwasniok
00:09:11.810
noch genauer etwas dazu sagen, d eswegen halte ich das jetzt eher kurz.
00:09:16.250
Wie gesagt, das ist eher besonders
00:09:18.270
geeignet für Personen, die Angebote vor Ort nur schwierig aufsuchen können.
00:09:23.180
Das kann aufgrund körperlicher
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Beeinträchtigungen sein oder aber auch durch die gegebene Infrastruktur.
00:09:29.650
Ansonsten haben wir unsere Onlineveranstaltungen.
00:09:32.890
Dort sind viele Referierende, die über Themen berichten,
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die die digitale Welt betreffen, b eispielsweise: Was ist die Apple ID?
00:09:42.410
Was kann ich zur- wie kann ich mich vor Cyberangriffen schützen usw.?
00:09:47.850
Was mache ich mit meinen Daten?
00:09:49.960
Genau, dabei werden wir unterstützt von
00:09:51.750
unserem Kollegen Guido Steinke, der Verbraucherinitiative.
00:09:56.010
Die Onlineveranstaltungen richten sich an Multiplikatoren und Interessierte.
00:10:01.130
Ansonsten haben wir natürlich das Format des Podcast.
00:10:04.030
Das hören Sie sich gerade an, dort greifen
00:10:06.510
wir sehr relevante Themen aus der digitalen Welt auf, die Menschen mit
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Sinnes- und Mobilitätsbeeinträchtigungen betreffen.
00:10:13.770
Auch dieser richtet sich an Personen, die selbst betroffen sind, an
00:10:17.550
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und an alle Interessierten.
00:10:22.240
Wichtig zu erwähnen ist, dass wir zu jeder
00:10:24.230
Podcastfolge eine Transkription zur Verfügung stellen.
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Genau, dann kann das gesprochene Wort nochmal nachgelesen werden.
00:10:32.240
Und unterstützt werden wir von Sascha
00:10:33.990
Lang, unserem Moderator, den Sie auch in dieser Folge hören können.
00:10:38.560
Auf unserer Social- Media-Webseite, das
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heißt auf Facebook und auf unserer Webseite selbst, können Sie laufend
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verfolgen, was unser Projekt gerade so macht.
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Wir berichten immer, was es Neues gibt, wo
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wir aktiv sind, wo wir vertreten waren, teilen interessante Veranstaltungen
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und möchten Sie ganz herzlich einladen, dort vorbeizuschauen.
00:10:59.890
Haben Sie noch weitere Fragen zum Projekt?
00:11:02.210
Dann können Sie die gerne an info@digital-kompass.de
00:11:06.730
richten oder aber unsere Webseite www.digital-kompass.de besuchen.
00:11:13.960
Herzlichen Dank, Marie.
00:11:14.680
Jetzt sind wir ja schonmal im Thema drin und jetzt wollen wir aber, bevor wir ins
00:11:18.400
richtige Thema einsteigen, was so die einzelnen Partner auch in diesem Projekt
00:11:21.880
machen, wollen wir natürlich die Partner kurz vorstellen.
00:11:24.080
Jeder darf sich jetzt in zwei, drei Minuten kurz vorstellen.
00:11:26.390
Ich fange an mit Angelika Ostrowski.
00:11:28.770
Erzählen Sie kurz, was Sie machen.
00:11:30.730
Wer sind Sie? Oder wer bist Du?
00:11:32.680
Wir haben uns ja auf das Du geeinigt, hier im Podcast.
00:11:34.720
Also ich bin Angelika Ostrowski und
00:11:36.390
vertrete hier im Projekt den Blinden- und Sehbehindertenverband, DBSV.
00:11:41.570
Bringe im Projekt so die speziellen
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Erfahrungen, das Wissen, zum Thema Beeinträchtigung mit ein.
00:11:48.960
Ich bin selber Sehbehinderte, habe auch
00:11:50.710
Sehbehinderten-Pädagogik studiert und auch als Lehrerin gearbeitet.
00:11:55.570
Beim Blinden- und Sehbehindertenverband
00:11:57.830
bin ich seit 2010, also jetzt 13 Jahre fast, und vor allem für ein qualitäts
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gesichertes Beratungsangebot, nämlich Blickpunkt Auge, Rat und Hilfe
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bei Sehverlust, das ist ein bundesweites Angebot.
00:12:14.000
Wir haben Qualitätsstandards, wir haben
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ausgebildete Berater und sind jetzt jetzt in 14 Bundesländern präsent.
00:12:22.120
Wir informieren und beraten zu Themen rund
00:12:24.150
ums Sehen, seien es jetzt finanzielle, sozialrechtliche Fragen, Hilfsmittel und
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Alltagshilfen, Rehabilitation bei Sehverlust.
00:12:33.170
Und was uns ganz wichtig ist, ist halt die
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Arbeit im Netzwerk, die Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern
00:12:39.650
rund ums Sehen oder jetzt hier im Projekt rund um die Digitalisierung.
00:12:43.250
Der DBSV ist quasi ein Bundesverband der Blinden- und Sehbehinderten-
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Selbsthilfe in Deutschland, dem 19 Landesvereine
00:12:52.970
angehören und ungefähr 38 Organisationen und Facheinrichtungen. U
00:12:58.610
nd so das ganz große Ziel ist die Förderung der selbstbestimmten und
00:13:02.310
gleichberechtigten Teilhabe der Betroffenen an der Gesellschaft.
00:13:06.800
Und auf der anderen Seite aber auch die Durchsetzung von Barrierefreiheit in allen
00:13:10.310
Lebensbereichen, das trifft natürlich auch die Digitalisierung.
00:13:15.920
Vielen Dank, Angelika.
00:13:16.750
Wir bleiben bei den Sinnesorganen sozusagen und kommen zum Hören.
00:13:20.570
Gudrun Brendel, stell Dich kurz vor bitte.
00:13:23.170
Ja, danke, Sascha.
00:13:24.930
Mein Name ist Gudrun Brendel und ich bin
00:13:27.990
vom Deutschen Schwerhörigen- Bund, kurz DSB.
00:13:32.370
Das ist eine Interessenvertretung von
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circa 16 Millionen ertaubten und schwerhörigen Menschen in Deutschland.
00:13:40.890
Ja, was macht der DSB?
00:13:42.770
Wie gesagt, er vertritt die Interessen der beeinträchtigten Menschen, macht
00:13:47.710
Sozialpolitik, wirkt dort mit und macht die Aufklärungsarbeit, speziell eben, um
00:13:54.990
die Kommunikationsbedürfnisse von Hörbeeinträchtigten.
00:13:59.250
Der meiste Austausch im Leben findet mit Sprache statt, und wenn das mit dem Hören
00:14:04.950
halt nicht mehr so gut funktioniert, dann muss man lernen, wie geht man damit
00:14:10.190
um, und vor allen Dingen, was für Hilfsmittel kann man nutzen und
00:14:16.290
aber auch anderen gut hörenden Menschen mit auf den Weg geben zu können, w
00:14:24.050
ie muss sich denn mit einem hörbehinderten Menschen umgehen?
00:14:27.110
Wie spreche ich den an und was kann ich tun, damit die Kommunikation gut klappt?
00:14:34.330
Ja, also ich selbst bin beim DSB auch schon seit etlichen Jahren, seit zwölf
00:14:38.910
Jahren und bin da im Bereich Aus- und Weiterbildung hauptsächlich tätig.
00:14:43.000
Guido Steinke, von Dir hat Ina schon ganz viel gelernt, hat sie vorhin gesagt.
00:14:46.550
Verbraucherinitiative, stell dich mal bitte vor.
00:14:49.450
Ja, erstmal ein fröhliches Hallo in die Runde.
00:14:52.210
Schön, dass wir heute zusammenkommen.
00:14:54.370
Ich bin Guido, Guido Steinke.
00:14:56.370
Ich bin bei der Verbraucherinitiative
00:14:58.870
Fachreferent 60plus, und halte damit quasi zwei Fähnchen hoch.
00:15:03.310
Wir sind ja ein Projekt des Verbraucherministeriums.
00:15:06.520
Und ich habe seinerzeit bei der
00:15:07.950
Verbraucherinitiative angefangen mit dem Bereich Sicherheit im Internet.
00:15:11.850
Ich bin also selber Verbraucheranwalt, habe dazu Vorträge gehalten,
00:15:15.730
und die Verbraucherinitiative setzt sich seit mehr als 30 Jahren ein für
00:15:19.830
nachhaltigen Verbraucherschutz und für den mündigen Verbraucher.
00:15:23.930
Und dazu gehört natürlich sehr viel Aufklärung und Aufklärungsarbeit.
00:15:28.130
Und wir haben begonnen halt mit Vorträgen
00:15:30.320
und wie man das so kennt, halt bei den Vorträgen sind am spannendsten eigentlich
00:15:33.830
die Pausen, wenn sich kleinere Gruppen bilden und ein kleinerer Austausch.
00:15:38.210
Und so haben wir beim Digital-Kompass das
00:15:40.550
Format der digitalen Stammtische eingeführt.
00:15:44.080
Und vor der Pandemie sah das so aus, dass sich Menschen vor Ort getroffen haben, zum
00:15:48.430
Beispiel in einem PC-Club oder in einer Smartphone-Sprechstunde.
00:15:52.640
Und die hatten dann Fragen, zum Beispiel:
00:15:54.270
Kann ich mit dem Smartphone auch was kaufen, kann ich da auch bezahlen?
00:15:57.800
Und dann war es meine Aufgabe, den passenden Referenten oder die passende
00:16:01.150
Referentin zu finden, die dann die Fragen der Menschen vor Ort beantwortet hat.
00:16:05.970
Also spric,h ein klassischer Stammtisch,
00:16:08.250
wo der Gast aber online dazu kam, d eswegen digitaler Stammtisch.
00:16:12.070
Und als dann die Pandemie losging, hat Ina gesagt: So, Guido, jetzt ist eine große
00:16:16.430
Zeit gekommen, weil wir die Technik schon hatten und auch unsere Partner vor Ort die
00:16:20.750
Technik beherrscht haben, haben die dann den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
00:16:24.830
gezeigt, wie sie von zu Hause aus teilnehmen können.
00:16:27.970
So wurden die Stammtische quasi zu Online- Runden, wo dann, wie wir heute halt, die
00:16:32.630
Menschen sich online getroffen haben, und konnten eine Stunde lang zu einem Thema
00:16:37.530
mit einem Referenten einer Referentin diskutieren.
00:16:40.850
Und wir haben im Laufe der Jahre ganz tolle Partner gewinnen können.
00:16:45.010
Also nicht nur heute im Projekt wieder
00:16:46.990
mit Gudrun und Angelika und Devin, sondern halt auch inhaltliche Partner, die
00:16:51.950
jetzt Themen abgedeckt haben aus dem Bereich Digitales.
00:16:55.530
Und das sind zum Beispiel das Europäische Verbraucherzentrum, mit denen wir in
00:16:59.630
dieser Woche zum Thema Bezahlen im Internet eine Runde machen.
00:17:02.760
Das ist das Bundesamt für Sicherheit in
00:17:04.550
der Informationstechnik, wo wir Sachen, Fragen, beantworten wie zum
00:17:08.150
Beispiel: Was ist eigentlich Phishing, usw.
00:17:10.720
und so fort.
00:17:11.270
Und inzwischen hat es sich wirklich so weit entwickelt, dass wir einen Mix haben.
00:17:15.470
Wir bieten diese Online-Veranstaltungen, diese Onlineformate hybrid an.
00:17:20.160
Das heißt, man kann sich treffen, man kann sich in seiner Einrichtung treffen, in
00:17:23.950
seinem Club, in seiner Kirchengemeinde, in seiner Volkshochschule, oder, wenn das
00:17:28.400
nicht möglich ist, wenn man zum Beispiel verhindert ist und sich zu Hause um
00:17:31.870
jemanden kümmert, um Familie, dann kann man auch von zu Hause aus teilnehmen.
00:17:36.450
Also sprich, wir machen die digitalen Stammtische weiter, seit 2015 schon, mit
00:17:41.040
tollen Partnern und ich freue mich auf jede weitere Runde.
00:17:43.800
Herzlichen Dank, Guido. Weiter geht es mit Devin Kwasniok.
00:17:46.600
Stell dich mal kurz vor.
00:17:47.690
Ja, ich finde es cool, dass ich da dabei sein darf, auf jeden Fall. I
00:17:52.680
ch komme von der Uni Vechta in Niedersachsen und bin wissenschaftlicher
00:17:57.080
Mitarbeiter im Fachbereich Management sozialer Dienstleistungen.
00:18:02.320
Zur Vorbereitung habe ich nochmal in das Leitbild der Uni geguckt und dabei ist mir
00:18:05.710
aufgefallen, dass das ja eigentlich ganz schön gut passt.
00:18:08.600
Denn die Universität Vechta versteht sich
00:18:10.790
als Hochschule in Verantwortung und Ideengeber für die Zukunft.
00:18:16.400
Und das vor allem auch mit einem
00:18:17.790
Schwerpunkt auf den sozialen Dienstleistungen und den zugehörigen
00:18:21.750
relevanten Themen A ltern, sozialer und kultureller Wandel.
00:18:28.360
Am Fachbereich MSD haben wir zwei Studiengänge, einen Bachelor- und einen
00:18:32.410
Masterstudiengang “Management sozialer Dienstleistungen” implementiert,
00:18:37.320
welche interdisziplinär ausgerichtet sind und verschiedene Kenntnisse im weiten
00:18:41.830
Bereich der sozialen Dienstleistungen vermitteln.
00:18:44.920
Zu diesen Kenntnissen gehören einerseits
00:18:46.710
BWL und Management, VWL, aber auch die rechtlichen
00:18:50.870
Rahmenbedingungen im Bereich sozialer Dienstleistungen,
00:18:54.890
Psychologie, Gerontologie und eben auch soziale Arbeit.
00:19:00.530
Als Universität forschen wir auch und das auch bei uns am Fachbereich.
00:19:04.690
Und da beschäftigen wir uns vor allem mit menschlichem Verhalten und welche Motive
00:19:09.170
dieses bedingen im weiten Bereich der sozialen Dienstleistungen.
00:19:14.040
Wir gucken uns also an, wie sind Rahmenbedingungen, wie handeln Menschen in
00:19:17.670
diesen und wie können wir diese Rahmenbedingungen für alle Beteiligten
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förderlich gestalten und evaluieren, dass dann eben auch
00:19:25.070
entsprechend. Was sind so konkrete Themenfelder, an denen wir forschen?
00:19:29.840
Das ist einmal die Bewegungsförderung, das kann für Krankenkassen relevant sein.
00:19:36.040
Wir beschäftigen uns aber auch mit
00:19:37.630
klimafreundlichem Verhalten und eben für diesen Kontext das Spannende
00:19:43.040
mit den Themenkomplexen Digitalisierung im Alter sowie digitale Freiwilligenarbeit.
00:19:48.310
Da bin ich mit meinem Kollegen Bernd Josef Leisen ganz aktiv.
00:19:52.800
Und als studierter Gerontologe ist mir das auch ein besonders wichtiges Anliegen.
00:19:57.600
Die Vorstellungsrunde haben wir durch.
00:19:58.760
Jetzt steigen wir dann mal ins Thema ein.
00:20:00.490
Haben Personen mit Sinneseinschränkungen, Sinnesbeeinträchtigungen,
00:20:04.800
besondere, ja, besonderen Bedarfe bei der digitalen Teilhabe?
00:20:09.040
Das ist eine Frage, mit der wir uns beschäftigen.
00:20:10.680
Und die zweite hängen wir direkt dran.
00:20:12.170
Was braucht es denn, um digitale Kompetenzen ermöglichen zu können?
00:20:16.760
Diese Fragen können uns sicherlich am besten beantworten zwei Personen, die mit
00:20:20.590
Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen zu tun haben, Angelika und Gudrun.
00:20:24.490
Dann fang ich mal an.
00:20:25.590
Also man muss klar sagen: Ja, besondere
00:20:28.150
Bedarfe sind da, wenn man Menschen mit Beeinträchtigungen betrachtet.
00:20:33.320
Das ist eigentlich- versteht sich das fast von selbst, wenn
00:20:37.590
man bedenkt, dass der Mensch rund 80 bis 90 % der Informationen über Sehen
00:20:42.280
aufnimmt, also über den Kanal, der gerade nicht gut funktioniert.
00:20:46.080
Und daraus ergeben sich eine Menge Unsicherheiten, Fragen und Probleme.
00:20:50.170
Also es geht damit los, wenn ich dann digital dabei sein will, wie soll ich
00:20:54.480
dieses Gerät überhaupt einrichten und hinterher nutzen, wenn ich ein Display
00:20:57.790
oder einen Bildschirm, die Schrift dort, kaum noch erkennen kann?
00:21:01.770
Oder gibt es Geräte, die sich vielleicht
00:21:04.110
für sehbeeinträchtigte Menschen besonders eignen?
00:21:06.870
Wer kann mir das sagen, wo finde ich die?
00:21:09.970
Wenn ich alleine nicht zu Rande komme, dann ist die Frage: Wo
00:21:14.080
gibt es Schulungs- und Unterstützungsangebote?
00:21:16.280
Aber wie finde ich die, wenn das Lesen
00:21:17.910
schwierig ist und wenn ich mich im Internet nicht mehr zurecht finde?
00:21:22.450
Dann habe ich ein Angebot gefunden.
00:21:24.680
Dann ist die nächste Frage: Komme ich da überhaupt hin?
00:21:27.120
Denn so bei Mobilitätseinschränkungen
00:21:29.350
denkt man immer an motorische Einschränkungen.
00:21:32.350
Einer kann den Weg vielleicht nicht mehr lau- zu Fuß zurücklegen.
00:21:37.490
Aber Sehbeeinträchtigungen machen eben auch Mobilitätseinschränkung.
00:21:41.040
Wenn man ein Straßenschild nicht mehr
00:21:42.470
lesen kann, eine Hausnummer nicht findet, die Haltestelle nicht findet und dann die
00:21:46.950
Bahnlinie nicht erkennt, dann hat man schon ziemliche Probleme, irgendwohin zu
00:21:52.750
kommen, oder auch einfach schlicht Angst, sich auf den Weg zu machen alleine.
00:21:57.890
Dann: Wie werde ich dort aufgenommen?
00:22:00.160
Also merke ich überhaupt, dass jemand mit
00:22:01.870
mir redet, wenn ich Gesichter und Gesten nicht erkenne?
00:22:05.450
Oder wie soll ich denn jetzt da beim
00:22:07.670
Lernen mitkommen, wenn ich die Sachen nicht erkennen kann?
00:22:11.920
Ist die Website, ist ein Schulungsmaterial, ist eine
00:22:14.390
Präsentation, ein Online-Angebot für mich überhaupt zugänglich?
00:22:18.690
Es sind eine Menge Fragen und damit ist
00:22:21.430
aber auch Unsicherheit verbunden u nd ein bisschen Angst vielleicht.
00:22:25.530
Ich spreche ja jetzt für die Hörbeeinträchtigten, und das ist zum einen
00:22:30.150
eigentlich genau das Gegenteil von dem, was jetzt Angelika gesagt hat.
00:22:34.210
Also für uns ist alles wichtig, dass wir
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was sehen können, weil Kommunikation, also wenn etwas- Informationen
00:22:43.030
weitergegeben werden, ist es oftmals eben über Sprache usw..
00:22:48.750
Und alles, was mit Akustik oder eben
00:22:51.120
Sprache zu tun hat, da steigen wir beeinträchtigte Menschen einfach oft aus
00:22:56.730
oder missverstehen das Ganze, und, j a, das ist das eine.
00:23:03.730
Und um mal so ein Beispiel zu nennen:
00:23:08.170
Ich will bei einem Amt irgendwo einen Termin machen, und mittlerweile
00:23:12.790
funktioniert das ja alles nur noch so digital.
00:23:15.970
Ich muss mich dann irgendwie im Internet-
00:23:18.310
auf die Seite bei denen und das ist soweit ganz gut, a
00:23:25.600
lso wenn man jetzt zumindest schonmal da reinfindet.
00:23:27.890
Aber sobald dann so akustische Ansagen
00:23:31.030
kommen oder man ruft irgendwo an und dann kommen so nette Ansagen vom Band:
00:23:36.970
Wenn Sie das und das Anliegen haben, dann wählen Sie bitte sowieso oder Sie haben
00:23:41.990
das und das Anliegen, d ann drücken Sie die Taste X.
00:23:46.290
Also das ist schon echt eine große
00:23:48.910
Herausforderung für beeinträchtigte Menschen.
00:23:52.280
Die verstehen dann meistens nur Bahnhof oder die Hälfte und drücken dann entweder
00:23:56.310
die falsche Taste oder legen gleich auf, das ist das eine.
00:24:01.930
Und andererseits ist natürlich gerade die
00:24:05.470
Digitalisierung für Hörbeeinträchtigte, das haben wir jetzt während Corona-Zeiten
00:24:11.120
herausgefunden, ein echter Segen, weil sie eben über dieses
00:24:18.360
digitale Medium direkteren Kontakt, zum Beispiel mit Dozenten, kriegen können.
00:24:26.490
Und wenn die Technik gut eingestellt ist, ist das ganz hervorragend.
00:24:31.170
Damit würde ich vielleicht jetzt noch den Schritt gleich zur nächsten Frage, ich
00:24:35.920
weiß gar nicht, Sascha, ob du die jetzt schon gestellt hattest.
00:24:38.930
Was braucht es, um digitale Kompetenzen ermöglichen zu können?
00:24:43.120
Da ist es nämlich so, dass- also wenn ich jetzt
00:24:49.730
mit so einer Videokonferenz, wie wir jetzt hier haben,
00:24:53.690
teilnehmen möchte, dann ist für mich wichtig, dass ich das alles gut verstehe.
00:24:59.530
Klasse wäre es, wenn das Ganze auch noch mit Untertiteln laufen würde,
00:25:04.840
weil trotz Mikrofon kann man eben trotzdem oft nicht verstehen.
00:25:09.810
Und dann sind Untertitel wirklich das A und O.
00:25:14.250
Also das ist auch etwas, was wir versuchen, in dieser ganzen
00:25:19.080
Aufbereitung von den digitalen Medien einfach da zu unterstützen.
00:25:24.890
Alles, was gesprochen wird, in irgendeiner
00:25:27.310
Weise zu verschriftlichen, das ist für uns Hörbeeinträchtigte sehr wichtig.
00:25:32.570
Und damit aber auch das Zusammenkommen gut
00:25:38.990
funktioniert, gerade von den Beratern, von denen, die die Schulungen machen,
00:25:43.970
ist es immer wichtig, dass die wissen, wie muss ich eigentlich mit einem
00:25:47.570
hörbeeinträchtigten Menschen umgehen, wie tickt der so?
00:25:52.120
Und wenn jetzt jemand, sei es jetzt in
00:25:55.390
Präsenz, mir irgendetwas erklären will und der wendet im Sprechen seinen Kopf ab
00:26:01.710
und redet irgendwie zum Computer hin oder zur Tafel oder so, dann
00:26:07.570
kann es sein, dass der Hörgeschädigte dann einfach gar nichts mehr mitkriegt.
00:26:11.570
Weil- also das merkt man ja schon selbst.
00:26:14.310
Zum einen wird es leiser und man hat das Mundbild nicht mehr.
00:26:18.290
Die meisten von uns benötigen zusätzlich noch ein gutes Mundbild, damit man eben
00:26:23.450
auch noch mit absehen kann, was denn da so gesprochen wird.
00:26:28.120
Und also das eine, das wäre das eben für
00:26:31.630
eine Präsenz, wie gehe ich mit dem so um, wie muss ich da jemanden ansprechen?
00:26:36.890
Direkt Blickkontakt und deutlich sprechen, nicht wie eine Maschinenpistole
00:26:44.590
quasi losrattern, das ist in der Regel ungünstig.
00:26:49.530
Und immer mal auch wieder Pausen machen,
00:26:52.080
keine Bandwurmsätze, a lso das ist sehr wichtig für uns.
00:26:57.210
Und dass man auch immer mal wieder das Thema benennt, um was es geht.
00:27:02.050
Bei den digitalen Medien selbst jetzt,
00:27:05.010
ist für den Sprecher für uns total wichtig, dass gute Mikrofone benutzt
00:27:10.390
werden, damit das also gesprochene Wort möglichst klar und deutlich rüberkommt.
00:27:17.570
Ein großer Nachhall oder so etwas ist da wirklich nicht gut.
00:27:22.960
Ach ja, genau.
00:27:23.670
Und dann ist es klasse, wenn man diese Bilder auf dem Schirm sieht, also von den
00:27:29.670
Teilnehmern von Videokonferenzen oder bei Schulungsmaßnahmen,
00:27:34.570
dass man da möglichst wirklich das ganze Gesicht sieht, nicht nur so abgeschnitten
00:27:40.190
oben die Augen und die Stirn, das wird dann uninteressant für uns.
00:27:45.230
Wir brauchen das Mundbild und auch ein
00:27:47.790
bisschen Gestik mit verwenden, d as hilft uns schon sehr.
00:27:52.490
Na dann schließe ich mal
00:27:54.890
so nützliche Dinge für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen einfach an.
00:27:59.730
Also das eine ist, dass, glaube ich, ganz viele, nicht nur der DBSV, sich für
00:28:04.910
digitale Barrierefreiheit einsetzen müssen weiterhin.
00:28:08.010
Das scheint mir eine ziemlich zähe Geschichte.
00:28:11.400
Also mal ein Beispiel: Eine graue Schrift
00:28:13.310
auf weißem Grund auf einer Webseite ist zwar sehr modern und sehr verbreitet,
00:28:17.490
aber ist da nicht hilfreich, um lesen zu können.
00:28:20.530
Weil Gudrun sagte vorhin, für die Menschen
00:28:23.670
mit Hörbeeinträchtigung ist es wichtig, viel zu sehen und für die, die schlecht
00:28:28.230
gucken können, ist sehr frappierend, d ie wollen immer noch gucken.
00:28:32.000
Also manchmal fragt man mich: Warum lässt du dir denn das nicht vorlesen?
00:28:35.350
Warum liest denn du das noch?
00:28:37.320
Schlicht weil ich es kann, a uch wenn es manchmal schwer ist.
00:28:42.640
Ansonsten sind, glaube ich, alle in dieser Geschichte gefragt.
00:28:47.950
Also die sehbeeinträchtigten Menschen selber müssen erst einmal Interesse und
00:28:52.150
Motivation mitbringen und dann brauchen sie aber auch oftmals Mut, Zeit und Kraft,
00:28:57.390
um sich dran zu machen, auch Schwierigkeiten zu überwinden.
00:29:00.770
Misserfolge, also ich komme nicht weiter, das ist ja nicht ausgeschlossen.
00:29:06.080
In der Beratung oder bei Schulungen wäre
00:29:08.350
es gut, wenn man als verantwortliche Person doch recht aufmerksam ist, auch mal
00:29:14.830
nach Bedarfen fragt oder auch aktiv Unterstützung anbietet.
00:29:19.360
Weil es ist nicht jedem Menschen gegeben,
00:29:23.530
immer sofort gleich um Hilfe zu bitten und die auch freudig anzunehmen.
00:29:27.960
Da ist auch eine Hemmschwelle zu
00:29:29.470
überwinden, dass ich sage: Also ich komme hier nicht weiter, kannst du mir helfen?
00:29:35.520
Dann, was schon selbst schon die Technikn
00:29:37.790
utzung betrifft, das kann ich auch aus eigener Erfahrung
00:29:41.710
sagen, manchmal braucht man ein paar Anregungen oder Unterstützung,
00:29:45.450
um rauszufinden, was kann denn mein Gerät eigentlich?
00:29:48.550
Was bringt es denn an netten Bedienhilfen
00:29:51.430
mit und welche sind da für mich persönlich nützlich?
00:29:55.490
Also so ein Smartphone kann vergrößern,
00:29:58.550
kann den Kontrast verstärken, kann mit Spracheingabe oder -ausgabe arbeiten.
00:30:03.770
Und da erstmal dran zu kommen, das herauszufinden, es zu probieren und sich
00:30:08.910
für die möglichen Hilfen zu entscheiden, das geht nicht immer so ganz alleine.
00:30:14.690
Was auch ein tolles Ding ist, sind immer die vielen Updates.
00:30:18.270
Morgen sieht mein Bildschirm plötzlich ganz anders aus.
00:30:21.320
Also auch da ist so ein bisschen eine Schrecksekunde zu
00:30:24.550
überwinden und manchmal muss man sich da auch Hilfe organisieren.
00:30:30.000
Ganz viele nützliche Sachen lassen sich eigentlich auch mit wenig Aufwand machen.
00:30:33.920
Also
00:30:35.210
zum Beispiel immer einen sehbeeinträchtigten Menschen mit Namen
00:30:38.430
anzusprechen, kann man sich ja vielleicht auch für die ganze Gruppe angewöhnen.
00:30:42.930
Nicht nur: Könnten Sie mal bitte, sondern:
00:30:45.430
Herr Müller, könnten Sie jetzt mal bitte vielleicht erklären, was usw.
00:30:49.880
.
00:30:50.960
Den eigenen Namen mehrmals nennen, entsprechende Regeln in der Gruppe zu
00:30:54.630
vereinbaren, mehr Zeit einzuplanen, weil- also wer das
00:30:59.470
mal selber probiert hat, w enn man so ein bisschen Simu-Brillen nimmt
00:31:04.270
oder so, lesen und schreiben wird mühsam und es dauert einfach länger.
00:31:08.760
Oder die Orientierung, das geht nicht so schnell.
00:31:11.120
Also ich muss erst mal gucken, wo bin ich jetzt?
00:31:13.290
Gibt es Anhaltspunkte, die mir die Orientierung erleichtern?
00:31:17.210
Man braucht einfach für manches mehr Zeit.
00:31:20.080
Wie gesagt.
00:31:22.200
Seheindrücke wollen sehbeeinträchtigte Menschen schon, aber was eben nicht mehr
00:31:27.750
zugänglich ist, da ist es wichtig, wenn das genau erklärt und beschrieben wird.
00:31:33.370
Also nicht der Block liegt da, sondern der liegt auf dem Tisch, genau vor dir,
00:31:37.250
zur Veranschaulichung zu beschreiben, d as ist eine ganz wichtige Sache,
00:31:42.400
wenn eben Bilder, Texte, nicht mehr zugänglich sind.
00:31:46.120
Aber man kann eben auch da unterstützen, dass es leichter ist,
00:31:52.550
Bilder und Texte noch mitzuverfolgen, indem man Texte übersichtlich gestaltet,
00:31:59.080
barrierefreie elektronische Dokumente nutzt, die ja am Bildschirm dann
00:32:03.310
vielleicht auch gut vergrößert werden können.
00:32:05.570
Oder manche arbeiten gerne mit einem ausgedruckten Material in Großschrift.
00:32:12.530
Gute Bilder und Grafiken verwenden, wo also auch was erkennbar ist, die gut
00:32:16.830
strukturiert sind, aber auch die eine gute Bildqualität haben, also eine gute
00:32:20.670
Auflösung haben. Das sind so allgemeine Sachen, die in jeder Situation wichtig
00:32:24.550
sind, also auch in einer Beratungs- oder Schulungssituation,
00:32:28.600
sich die Beleuchtung mal anzuschauen, gute Kontraste zu schaffen.
00:32:32.360
Also vielleicht nicht den weißen Block einfach so auf den weißen Tisch zu legen,
00:32:36.550
der wird vielleicht nicht wiedergefunden, aber auch zum Beispiel schon den
00:32:41.110
Veranstaltungsraum gut lesbar zu kennzeichnen.
00:32:43.510
Oftmals ist eine Raumnummer, eine Schrift
00:32:45.630
an der Seite, sehr klein, schlecht zu lesen, nicht zu finden.
00:32:49.970
Dem kann man also mit einfachen Mitteln abhelfen.
00:32:54.290
Wenn es dann doch schwieriger wird, also gerade wenn sehbeeinträchtigte Menschen
00:32:58.310
spezielle Technik nutzen, dann ist es wiederum gut, wenn man Netzwerkpartner
00:33:03.310
hat, also Leute, die vielleicht wissen, wo sind spezielle Unterstützungsangebote für
00:33:08.550
Menschen mit Sehbeeinträchtigungen da, und da können wir halt auch weiterhelfen.
00:33:13.080
Also ich glaube, das ist nicht so einfach, eine bundesweite Vernetzungslandkarte zu
00:33:17.910
machen, dafür sind viele Angebote viel zu kleinteilig.
00:33:20.930
Man muss aktuell bleiben und da sind aber unsere
00:33:24.280
Ansprechpartnerinnen und Partner bei Blickpunkt Auge oder die
00:33:26.710
Hilfsmittelberater auch gerne bereit, weiter zu vermitteln.
00:33:30.640
Ich glaube, dann so Screenreader und
00:33:32.470
solche Spezialitäten machen es dann sehr schwer in der allgemeinen Beratung.
00:33:36.960
Gudrun, du wolltest noch was hinzufügen zu dem, was du gesagt hast.
00:33:40.210
Genau, ich würde gerne ein Stichwort von Angelika aufnehmen, und zwar
00:33:46.290
die Hemmschwelle oder die Schwelle, sich überhaupt
00:33:51.250
da zu melden, zu solchen Angeboten, d as ist ja oftmals bei überhaupt, ich
00:33:57.840
glaube, Behinderten so, sich zu outen, sich mit seinem
00:34:02.350
Handicap zu outen und seine speziellen Bedürfnisse auch zu äußern.
00:34:07.450
Das ist etwas, was immer noch nicht so bei uns in der Gesellschaft
00:34:12.050
en vogue ist oder so, und daher ist es gut, wenn wir auch durch dieses Projekt
00:34:20.150
jetzt zum Beispiel erreichen können, dass einfach
00:34:24.370
zum Beispiel bei solchen Digital-Kompass- Standorten oder wenn solche Angebote im
00:34:29.910
Internet präsentiert werden, da auch mit diesen Piktogrammen zu
00:34:34.110
arbeiten für Hör- und Sehbehinderte, um einfach schon gleich von Anfang an zu
00:34:39.750
signalisieren: Hey, hallo hier, wir haben auch an euch gedacht und
00:34:46.160
da muss man gar nicht vielleicht so proaktiv gleich als erstes sagen: Also
00:34:53.490
wenn ich da- ich würde ja gerne bei euch teilnehmen, aber wenn das alles nur-
00:35:01.360
also mit Sprache ist, dann werde ich wahrscheinlich das nicht verstehen können.
00:35:04.950
Und ich brauche irgendwie Untertitel oder so, sondern wenn von vornherein einfach
00:35:10.230
solche Sachen mitgedacht werden. D enn die Themen, um die es bei der
00:35:15.710
digitalen Teilhabe geht, die betreffen ja eigentlich alle, egal ob
00:35:20.830
man jetzt eine Hör- oder Sehbehinderung hat.
00:35:23.290
Das sind allgemein wichtige Themen und
00:35:26.680
deswegen möchten da auch gerne viele teilnehmen.
00:35:30.610
Und wir als DSB möchten eben auch die Hemmschwelle runtersetzen und unsere
00:35:37.270
Mitglieder ermutigen, da sich einfach auch solchen Themen zuzuwenden.
00:35:44.050
Und ganz speziell für uns praktisch ist, zum Beispiel- genau, also
00:35:50.830
wie aktiviere ich denn Untertitel, sei es jetzt in Word oder bei
00:35:56.400
PowerPoint-Präsentationen oder bei so einem Videokonferenz-Format wie Zoom,
00:36:03.160
Skype, wo schalte ich da überhaupt diese Untertitel-Funktionen ein?
00:36:09.610
Wie mache ich das an meinem PC, an meinem
00:36:12.190
Laptop oder gibt es Spracherkennungsprogramme?
00:36:16.010
Und einfach auf so etwas hingewiesen zu werden und eine niederschwellig gute
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Anleitung dazu zu bekommen, i ch glaube, das wird schon vielen Menschen
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helfen, da einfach teilzunehmen, sich anzumelden bei solchen Geschichten.
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Ich denke mal, dass sich ja der Digital-K
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ompass gerade deswegen auf den Weg gemacht hat, dahin zu gehen.
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Bevor wir aber noch weiter in die Tiefe gehen. Devin,
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die Mobilitätseinschränkung führt auch zu einer digitalen Exklusion.
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Das hat mich jetzt ein bisschen überrascht, als ich das gelesen habe.
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Ich habe jetzt immer nur an Sinnesorgane
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gedacht, dass die digitale Teilhabe verhindern könnten, also dass durch diese
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Sinneseinschränkung digitale Teilhabe verhindert werden könnte.
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Aber kannst du uns erklären, wie das bei
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Mobilitätseinschränkungen der Fall sein kann?
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Angelika hat es gerade auch schon angesprochen.
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Mobilitäts-Einschränkungen können erstmal viele Gründe haben.
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Das kann einerseits sein, dass jemand körperlich eingeschränkt ist,
00:37:14.090
deshalb vielleicht nicht mehr laufen kann, nicht mehr gehen kann.
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Es kann aber auch sein, dass er nicht so gut sehen kann.
00:37:20.610
Es kann aber auch sein, dass er auf dem Land wohnt, eine schlechte Anbindung an
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den öffentlichen Nahverkehr hat und am gesellschaftlichen Leben jetzt
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beispielsweise in der Stadt gar nicht mehr so teilnehmen kann, weil es
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ja einfach sehr schwer ist, dahin zu kommen, ist vielleicht sogar unmöglich.
00:37:38.050
Und das betrifft eben auch Schulungsangebote, ja? W
00:37:41.370
enn jemand sehr interessiert ist, sich mit digitalen Dingen zu befassen,
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etwas lernen möchte, das nächste Schulungsangebot allerdings in
00:37:49.840
der nächsten Stadt in der Volkshochschule ist, dann kann es für ihn unmöglich
00:37:53.310
sein, dahin zu gehen, dahin zu fahren und das Ganze dann eben zu erlernen.
00:37:59.120
Und so kann es dann eben auch passieren,
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dass Menschen vom digitalen Wandel abgehängt
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werden, der ja nun in den letzten Jahren auch immer schneller vonstatten geht.
00:38:11.200
Wie greift da der Digital-Kompass ein, wie
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kann der Digital-Kompass da eventuell gegensteuern?
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Genau, Marie hat es gerade angesprochen.
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Wir haben das, ja, digitale Lerntandem-Projekt entwickelt, ja.
00:38:25.280
Das haben wir auch schon in einem kleinen Pilottest mal in Vechta getestet und
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erste sehr erfolgsversprechende Ergebnisse herausgefunden.
00:38:33.450
Also das Ganze läuft im Grunde so ab: Die mobilitätseingeschränkte Person erhält
00:38:38.190
eine Lerntüte, ja, mit barrierefrei gestalteten
00:38:42.370
Printmaterialien des Digital-Kompass zu verschiedenen Themenbereichen, das kann
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man sich so ein bisschen aussuchen, bequem nach Hause geschickt, ja.
00:38:52.080
Also man meldet sich an, bekommt die nach
00:38:53.750
Hause geschickt und kann sich dann eben mit diesen Materialien auseinandersetzen.
00:38:59.410
Nun ist es allerdings so, jeder kennt das aus der Schule oder aus dem Studium, a
00:39:03.970
lleine lernen macht jetzt nicht unbedingt immer so viel Spaß.
00:39:07.490
Man möchte das Erlernte ja auch
00:39:09.070
anwenden, ja, es ist auch wichtig, dass die Menschen das
00:39:12.870
direkt anwenden und sehen: Hey, j a, es bringt mir auch persönlich was in
00:39:19.350
meinem Lebensalltag, wenn ich jetzt mit einem Messenger umgehen kann etc., wenn
00:39:24.150
ich dann schöne Bilder von meiner Enkelin bekomme oder meinem Sohn, ja.
00:39:29.120
Es ist sehr wichtig, dass die Menschen das
00:39:30.790
sofort erleben und dann eben auch am Ball bleiben.
00:39:33.610
Und deswegen
00:39:36.360
vermitteln wir diesen Menschen über neun Wochen einen studentischen Tandempartner,
00:39:41.970
der eben beim Erlernen der digitalen Kompetenzen unterstützt.
00:39:45.650
Guido, die Verbraucherinitiative hast du schon vorhin vorgestellt.
00:39:49.090
Digital seid ihr schon ziemlich
00:39:51.560
stark unterwegs, seid auch schon seit über 30 Jahren mit diesem Thema beschäftigt, a
00:39:54.830
lso seit fast der Einführung von Internet kommt man ja nicht mehr darum herum.
00:40:00.130
Welche digitalen Angebote gibt es denn
00:40:02.200
jetzt im Digital-Kompass, w as kannst du uns da erzählen?
00:40:04.310
Welche Angebote haben wir denn da?
00:40:06.880
Hallo erstmal nochmal, das ist wirklich schön, dass du noch mal
00:40:09.950
nachfragst, weil wir machen einfach weiter mit dem, was wir bislang gemacht haben.
00:40:14.670
Das heißt, ich organisiere über Zoom, also
00:40:17.510
über das System, was wir jetzt hier auch nutzen, halt Online-Fragerunden.
00:40:21.560
Und ich wollte erst mal noch ein
00:40:22.750
Kompliment machen halt an Angelika und Gudrun.
00:40:26.130
Es ist so wunderbar, dass ihr im Team
00:40:28.230
seid, weil ihr es geschafft habt, dass ich noch ruhiger geworden bin.
00:40:34.600
Weil das ist unheimlich wichtig, wenn man
00:40:36.890
mit Leuten kommuniziert, sich austauscht und auch Themen behandelt, d
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ass man das nicht auf die Schnelle mal so nebenbei macht, sondern dass man das gut
00:40:45.750
vorbereitet und dass man halt auch wirklich langsam und präzise spricht.
00:40:51.160
Und das sind Sachen, die wir jetzt auch
00:40:53.230
fortführen, das heißt, wir haben ja unsere inhaltlichen Partner.
00:40:57.440
Ich habe noch vorhin vergessen halt, wir haben auch die BaFin (??) als Partner.
00:41:00.890
Wir haben also wirklich ganz viele Einrichtungen,
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die auch selber Bildungsangebote haben, also inhaltliche Vorträge zum Beispiel.
00:41:09.610
Und vom Digital-Kompass lernen sie halt, die Sachen so zu präsentieren,
00:41:14.610
dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen sie gerne und gut verfolgen können.
00:41:19.010
Und wir haben jetzt auch wirklich Partner, das sind unsere berühmten
00:41:22.830
Standorte, die auch dann passende Runden vor Ort organisieren.
00:41:28.280
Und ich glaube, da kommen wir auf jeden Fall im Laufe des Projektes auch noch
00:41:31.630
dazu, dass die sich dann halt auch den Menschen widmen, die Beeinträchtigungen
00:41:36.150
haben, weil viele Menschen haben Beeinträchtigungen.
00:41:38.880
Ich habe ein anderes Projekt, da waren wir
00:41:40.830
zu siebzehnt in einer Videorunde und dann habe ich mal gefragt, wer denn ein
00:41:44.870
Hörgerät hat und da haben sich vier Menschen gemeldet.
00:41:48.720
So, und dann wusste ich halt, da war ich nochmal bestätigt, auch durch Gudrun halt,
00:41:53.680
dass mein Weg richtig ist, dass man einfach die Sachen halt, die wir jetzt
00:41:57.470
durch euch gelernt haben, den anderen mitteilt.
00:42:00.490
Also lange Rede kurzer Sinn, wir machen weiter mit unseren Online-Fragerunden.
00:42:05.410
Aber sie sind halt sensibilisiert für Menschen mit Beeinträchtigungen.
00:42:09.990
Und das ist auch das, was wir weitergeben an unsere Expertinnen und Experten.
00:42:14.290
Dass sie dann, wenn sie selber eingeladen werden, als Referentin, als Referent, dass
00:42:19.390
sie auch darauf achten, es könnte ja jemand mit einem Hörgerät oder mit einer
00:42:23.510
Sehbeeinträchtigung unter meinen Zuschauerinnen und Zuschauern sein.
00:42:28.040
Liebe Ina, wir haben die Runde jetzt
00:42:29.630
gemacht und du wolltest jetzt noch was dazufügen.
00:42:32.770
Dieses Projekt oder diese neue Projektidee
00:42:35.230
ist entstanden aufgrund der Rückmeldungen unserer
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Digital-Kompass-Standorte, also der ganzen Engagierten, die immer gesagt haben: E
00:42:44.240
s kommen Leute zu uns, die fragen nach konkreter Unterstützung, aber wir wissen
00:42:48.600
einfach nicht, wie wir Menschen mit zum Beispiel Seh- oder Hörbeeinträchtigung in
00:42:52.270
unseren regulären Beratungs alltag integrieren.
00:42:55.440
Und die ganzen konkreten Tipps, die wir schon gehört haben jetzt, von Angelika und
00:42:59.270
von Gudrun, die wollen wir ja eben dann auch aufbereiten und zukünftig in diesen
00:43:04.190
Qualifizierungen für Ehrenamtliche anbieten.
00:43:07.410
Und diese Qualifizierungen stehen
00:43:09.590
natürlich auch allen offen, die ihr digitales Wissen weitergeben möchten.
00:43:14.610
Und ich freue mich schon, wenn wir die
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ersten Runden hinter uns gebracht haben und dann
00:43:20.360
über den Blinden- und Sehbehinderten- Verband und auch über den Deutschen
00:43:23.710
Schwerhörigen-Bund sagen können: Leute, lauft los, es gibt Anlaufstellen, wo ihr
00:43:28.670
auch Unterstützung findet, d ie freuen sich auf euch.
00:43:32.130
Und das, was Guido gerade gesagt hat, finde ich auch ganz toll.
00:43:35.630
Nicht nur die Referenten lernen, auch das Portfolio hat sich ganz stark
00:43:40.110
erweitert, also Guido hat auch tolle flankierende Online-Veranstaltungen
00:43:46.450
organisiert, wo dann wirklich auch den Multiplikatoren beigebracht wird: Wie
00:43:50.470
stelle ich diese Bedienhilfen, von denen Angelika zum Beispiel gerade berichtet
00:43:54.990
hat, auch ein, wem bringt vielleicht auch was?
00:43:59.770
Wie moderiere ich überhaupt barrierefreie Veranstaltungen?
00:44:03.830
Also die ganzen Tipps, die wir jetzt hier schon in den letzten
00:44:08.090
30 Minuten gehört haben, werden da dann auch noch mal ganz gut zusammengefügt.
00:44:12.930
Ja, ihr seid alle engagiert in diesem
00:44:14.970
großartigen Projekt Digital-Kompass, die digitalen Barrieren abzubauen oder vor
00:44:19.440
allem zu überwinden, weil abbauen müssen ja teilweise auch andere.
00:44:22.120
Es geht ja, glaube ich, in diesem Projekt
00:44:23.870
wirklich darum, welche Tools kann man nutzen, um Barrieren zu überwinden.
00:44:28.930
Einmal kurz für jeden, zwei Sätze bitte zu folgender Frage:
00:44:32.610
Was würdet ihr den Produzenten oder den Anbietern mit auf den Weg geben,
00:44:38.890
um überhaupt mal keine Barrieren zu kreieren?
00:44:41.120
Wenn ihr da mal so eine Idee hättet.
00:44:42.440
Jeder zwei Sätze bitte, ganz kurz halten.
00:44:44.350
Ich würde anfangen bei Devin.
00:44:46.560
Ich würde- so jetzt spontan würde ich
00:44:48.270
sagen, einfach auch gewisse Infrastrukturen schaffen.
00:44:52.640
Es kann halt nicht sein, dass jemand auf
00:44:54.110
dem Land wohnt und bestimmte Angebote einfach nicht nutzen kann, weil es ihm
00:44:59.010
physisch nicht möglich ist, von A nach B zu kommen, genau.
00:45:04.950
Und, ja, es muss auch eine gewisse Sensibilisierung einfach her.
00:45:10.050
Was mir direkt aufgefallen ist in der Zusammenarbeit, vor allem mit
00:45:13.550
Angelika und Gudrun, w ir versuchen schon in unserer Arbeit als
00:45:19.670
Lehrperson an den Studierenden solche Dinge auch zu vermitteln.
00:45:24.370
Aber gleichzeitig haben wir beispielsweise
00:45:26.790
PowerPoint-Präsentationen, die überhaupt nicht barrierefrei sind.
00:45:30.240
Ja, wir versuchen das schon und kriegen es aber trotzdem irgendwie nicht hin.
00:45:34.790
Und deswegen,
00:45:36.760
ja, ist einfach diese Sensibilisierung sehr wichtig und wir versuchen, das jetzt
00:45:41.310
auch direkt an unsere Studierenden so weiterzugeben.
00:45:45.760
Angelika, was würdest du mit auf den Weg geben, damit wir überhaupt gar nicht in
00:45:49.110
die Gefahr kommen, digitale Barrieren überwinden zu müssen?
00:45:53.640
Na, ich glaube schon bei der Herstellung der Geräte, bei
00:45:57.390
der Software, bei der Entwicklung von Websites, einfach darauf zu achten.
00:46:01.690
Also es gibt Normen und Vorschriften, v ielleicht reicht es nicht immer bis ins
00:46:07.160
Letzte dann für einen Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung. Man würde
00:46:10.890
ganz, ganz viel Erleichterung schaffen, d ann vielleicht mal, also wenn man das
00:46:15.910
praktisch angehen will, mal beim DBSV zu gucken und da Leserlich-Info, d
00:46:20.330
a hat man dann ganz viele Tipps, wie man wirklich Barrieren vermeiden kann,
00:46:26.570
wie man da vernünftig mit schriftlichen Materialien umgehen kann.
00:46:32.050
Und die allermeisten Sachen sind wirklich nicht schwierig.
00:46:35.010
Das andere Ding ist tatsächlich,
00:46:37.370
wie gelangt jemand zu diesen Angeboten, wenn er gerade digital ausgeschaltet ist?
00:46:43.410
Also das Sehen ist auf einmal schlecht,
00:46:46.030
man kann sich nicht mehr wie gewohnt informieren oder man lebt eben wirklich
00:46:50.950
auf dem platten Land, wo außer in den Ferien nur der Schulbus vorbeikommt.
00:46:56.160
Also das sind, glaube ich, ganz
00:46:57.550
wesentliche Säulen, um da einen Fortschritt zu erzielen.
00:47:01.730
Also einfach mal auch vorhandene Verpflichtungen schonmal
00:47:04.970
erfüllen und einfach mal mit einem bisschen mehr
00:47:09.560
gesundem Menschenverstand unterwegs sein, würde schon an vielen Stellen helfen.
00:47:13.880
Guido, ich will dir natürlich deinen Spaß mit den digitalen Veranstaltungen nicht
00:47:17.200
nehmen, aber was könnte man denn machen, damit die Barrieren wenigstens schonmal
00:47:20.510
weg sind, damit du dich nicht mehr damit beschäftigen müsstest?
00:47:23.680
Ach, das ist ganz, ganz einfach, Devin hat es angerissen halt.
00:47:26.530
Ich habe ja mit vielen Referent*innen und Expert*innen zu tun
00:47:30.850
und die haben das schon aufgeschnappt halt, dass wir
00:47:35.240
,ja, noch eine bisschen verfeinerte Zielgruppe haben, sage ich mal.
00:47:39.930
Und dadurch haben wir unsere Expertinnen und Experten sensibilisiert.
00:47:44.090
Das heißt, die wissen jetzt, dass man zum Beispiel Hörgeräte inzwischen
00:47:47.950
so klein bauen kann, dass man die gar nicht sieht.
00:47:50.730
Das heißt aber nicht, dass nicht jemand
00:47:53.210
bei meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist, der ein Hörgerät trägt.
00:47:57.090
Also wir sensibilisieren die Leute dafür.
00:47:59.610
Wenn ich sensibilisiert bin,
00:48:01.930
dann rede ich automatisch, hoffe ich einfach mal, deutlicher und langsamer.
00:48:06.570
Und ich achte darauf, dass ich auch
00:48:09.110
Materialien dabei habe. Devin hat es angesprochen, in meiner PowerPoint, die
00:48:13.310
nicht nur 1000 Gimmicks hat, 1000 Effekte, sondern auch einfach mal auf einer Folie
00:48:18.230
das, was ich gerade vortrage, noch mal zusammenfasse als Text.
00:48:22.730
Und inzwischen haben wir, glaube ich- bei all unseren Expertinnen und Experten sind
00:48:27.110
wir so weit, dass die die Präsentationen kürzer machen, aber immer wieder so eine
00:48:31.910
Folie einstreuen halt, wo man nochmal nachlesen kann.
00:48:35.030
Und es gibt im Nachgang halt quasi
00:48:37.810
Materialien, die man dann zugeschickt bekommen kann und sich dann
00:48:42.350
zum Beispiel als PDF auch vorlesen lassen kann.
00:48:45.930
Also unsere Referentinnen und Referenten,
00:48:48.280
die werden durch uns sensibilisiert und sie sind auch dankbar.
00:48:51.320
Also da war jetzt keiner dabei, der gesagt
00:48:53.150
hat so: Kenne ich schon, brauche ich nicht, sondern: Oh, wunderbar, ich halte
00:48:57.590
ja überall Vorträge, d as nehme ich jetzt mit.
00:49:02.160
Das langsame Reden, das fällt mir auch noch schwer, ja.
00:49:04.120
Da muss ich auch noch ein bisschen lernen.
00:49:05.650
Gudrun, ich rede jetzt ganz langsam, v
00:49:08.490
ersuche es, mich daran zu halten in verschiedenen Podcasts.
00:49:11.920
Allerdings was würdest du denn sagen, wie können wir denn hinkommen zu der Tatsache,
00:49:15.450
dass die Barrieren bereits weg sind und wir sie nicht überwinden müssten?
00:49:19.080
Was würdest du vorschlagen?
00:49:20.200
Angelika hat ja für die Menschen, die Blinden und Sehbehinderten
00:49:22.970
gesprochen, was würde denn für Menschen, die hörgeschädigt sind, da am besten sein?
00:49:27.210
Ich denke, g rundsätzlich einfach mitzudenken,
00:49:32.610
dass es auch Menschen überhaupt gibt, die irgendwelche Einschränkungen haben.
00:49:38.130
Also das wirklich nicht immer nur
00:49:41.090
an sich denken, sondern wirklich an die Vielfalt der Menschen denken, dass es
00:49:46.840
Millionen von Menschen gibt, die eine Sehbehinderung haben.
00:49:49.750
Es gibt Millionen von Menschen, die eine Höreinschränkung haben.
00:49:53.810
Und die Krux daran ist, Guido hat es ja
00:49:57.510
gesagt, die Hörgeräte sind so klein, man sieht es überhaupt nicht.
00:50:01.120
Also auch bei mir würde man jetzt nicht
00:50:02.870
sehen, dass ich jetzt hörbehindert bin, a ber ich bin hochgradig hörgeschädigt.
00:50:09.530
Und da spricht man immer von
00:50:11.110
sogenannten unbe- wie heißt das, unsichtbaren Behinderungen.
00:50:15.610
Und deswegen einfach das grundsätzlich mitzudenken, an die Vielfalt der Menschen.
00:50:22.370
Und dann, wie Angelika schon sagte, bestehende Vorgaben.
00:50:28.930
Also jetzt für barrier- zur Gestaltung von
00:50:31.530
barrierefreien PowerPoint-Präsentationen oder Arbeitsmaterialien, s
00:50:37.290
ich einfach das- und wenn es ein Post-it ist, ja, was man sich an seinen-
00:50:42.530
irgendwo im Büro hinhängt, dass es so etwas gibt, immer mehr und mehr
00:50:46.990
damit zu beschäftigen und für Hörbehinderte einfach ganz klar
00:50:51.610
Untertitel, wo es geht, immer irgendetwas verschriftlichen
00:50:55.590
. Klaren Sichtkontakt m it den Menschen aufnehmen.
00:51:01.450
Ja, das würde ich einfach gerne mitgeben.
00:51:05.370
Einfach das Mitdenken, Mitdenken an die Vielfalt der Menschen.
00:51:09.650
Wir konnten einen kleinen Überblick,
00:51:11.510
Ausblick, Einblick in den Digital-Kompass machen.
00:51:14.240
Aber meine letzte Frage, ich habe hier sechs wundervolle, engagierte Menschen in
00:51:18.080
diesem Podcast, und ich bin natürlich jetzt neugierig.
00:51:20.450
Marie-Christin, der Digital-K ompass, du engagierst dich warum?
00:51:25.450
Ich würde gerne die Leute ermutigen, keine Angst zu haben, neue Wege zu gehen.
00:51:30.350
Denn Inklusion muss nicht immer schwer sein.
00:51:33.050
Manchmal hilft es auch,
00:51:35.130
miteinander zu reden und zu überlegen, was können wir tun?
00:51:38.610
Bestes Beispiel ist unser Anbieter des Podcast-Players.
00:51:42.760
Wir haben uns mit ihm in Verbindung gesetzt und gesagt: Wir haben verschiedene
00:51:45.830
Schwierigkeiten, um eben den Player für alle zugänglich zu machen.
00:51:51.010
Und er hat gesagt: Kein Problem,
00:51:52.850
lasst uns zusammensitzen, wir schauen, wie wir das gut umsetzen können.
00:51:56.450
Und so haben wir jetzt die Möglichkeit, jeder und jedem den Zugang zu
00:52:01.170
barrierefreien Podcasts zu ermöglichen, genau.
00:52:04.160
Und das würde ich einfach gerne den Leuten nochmal an die Hand geben.
00:52:07.050
Redet miteinander und schaut, welche Wege es für das Miteinander gibt.
00:52:12.450
Guido, du engagierst sich beim Digital-Kompass warum?
00:52:16.730
Er bietet Orientierung, sowohl online, auf Papier und vor Ort, durch unsere
00:52:21.790
wunderbaren Partner. Und unsere wunderbaren Partner machen Mut.
00:52:25.850
Also ihr nehmt wirklich Leute mit, auch unsere Standorte nehmen Menschen mit.
00:52:30.160
Und das finde ich einen sehr, sehr
00:52:31.390
positiven Eindruck halt, den das gesamte Projekt ausstrahlt.
00:52:36.200
Angelika, der Digital-Kompass ist etwas
00:52:38.520
Wichtiges, gerade für Menschen wie Blinde und Sehbehinderte.
00:52:40.680
Die Digitalisierung hat uns sehr viel geholfen als Blinde und Sehbehinderte.
00:52:43.440
Ich zähle mich auch zu dieser Gruppe, als Blinder.
00:52:45.800
Digitalisierung ist ja nicht immer etwas Böses, sondern hat uns extrem gut
00:52:49.030
weitergeholfen, um uns, ja, um uns durchzubaggern.
00:52:51.930
Warum engagierst du dich mit dem DBSV beim Digital-Kompass?
00:52:56.530
Also klar, weil Digitalisierung natürlich auch Chancen bietet, also Möglichkeiten,
00:53:02.530
zum Beispiel Überwindung von Mobilitätseinschränkung.
00:53:05.610
Aber ich bin hier dabei, weil ich ich glaube, hier bei diesem Projekt, mit
00:53:10.350
diesem Thema, mit dieser Ausrichtung, kann ich ziemlich direkt dazu beitragen,
00:53:15.600
die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen auch stärker ins
00:53:18.150
Bewusstsein zu rücken, um Barrieren abzubauen, aber auch, um
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passende Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln und zu vernetzen.
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Und jetzt ist immer so für diese Gruppe, für jene Gruppe.
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Ich glaube einfach, dass ganz vieles von
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dem, was ich vorhin so als hilfreich für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen genannt
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habe, auch anderen Menschen ganz viel weiterhelfen kann.
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Also das ist jetzt nicht so diese
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Schubkästen, sondern eine gute lesbare Schrift und, und, und.
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Das sind Sachen, die helfen anderen auch.
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Gudrun, bleiben wir bei dir.
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Warum ist der Digitalkompass für dich
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genau perfekt und richtig und warum engagierst du dich?
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Ich engagiere mich, weil ich auf der einen Seite bei unseren Hörbeeinträchtigten, vor
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allen Dingen älteren Menschen, einfach die Angst vor der Nutzung von digitalen Medien
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abbauen möchte und ein niederschwelliges Angebot quasi anbieten möchte.
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Und das klappt einfach mit dem Digitalkompass hier ganz hervorragend.
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Und auf der anderen Seite
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möchte ich einfach auch bei der Gestaltung von barrierefreien Zugängen mitarbeiten,
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sei es jetzt für Online- Schulung oder Präsenz.
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Und da das Bewusstsein bei “gut hörenden” Menschen einfach zu wecken,
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ja, was für Bedürfnisse haben hörgeschädigte Menschen?
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Und vor allen Dingen, was kann man eigentlich auch an relativ einfachen
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Mitteln unternehmen, um solche Angebote barrierefrei zu gestalten?
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Also auch Mut machen und Ängste abbauen.
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Devin, natürlich auch die Frage an Dich:
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Der Digital-Kompass hat dich gepackt, warum?
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Genau, also grundsätzlich finde ich halt,
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dass die Digitalisierung und die damit einhergehenden Chancen eben jedem
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gleichermaßen zugänglich und erfahrbar sein sollten.
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Und mir ist es eben auch wichtig, dass wir auch unsere jungen Studierenden direkt in
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den Austausch mit betroffenen Personen bringen.
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Ja, also dass wir zwei Gruppen zueinander
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bringen, die vielleicht im alltäglichen Leben nicht unbedingt aufeinandertreffen
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würden und so dann eben auch die Entscheidungsträger
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der Zukunft direkt für diese Themen sensibilisieren, damit sie das auch
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in ihrem Arbeitsalltag später mit hineintragen und umsetzen können.
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Ina, du auch.
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Der Digital-Kompass hat dich schon seit
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längerem gepackt, schon das Vorgängerprojekt warst du mit dabei.
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Es lässt dich nicht los, warum?
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Neben der Arbeit mit wirklich ganz tollen
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Engagierten, ist es ja einfach so, dass soziale Teilhabe mittlerweile in ganz
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vielen Lebensbereichen digitale Teilhabe voraussetzt.
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Und dafür ist es eben notwendig, digitale Kompetenzen zu erwerben.
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Und dass eigentlich kontinuierlich die
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Möglichkeit besteht, bei Lernprozessen zu begleiten, also begleitet zu werden.
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Nun, man muss sich ausprobieren, m an muss den Umgang erlernen.
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Und ich glaube, dass eben diese niedrigschwellige
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Technikvermittlung, die in den Digital-Kompass-Standorten stattfindet,
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eine ganz vertrauensvolle Lernumgebung schafft.
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Und das ist, glaube ich, auch der
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Schlüssel dafür, dass die Menschen sich auch weiteren Themen immer mehr öffnen.
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Und es ist eine fortwährende Aufgabe.
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Digitalisierung ist als
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Gemeinschaftsaufgabe zu verstehen aus meiner Sicht, und
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wir können das nur für alle Menschen gleichermaßen lösen, wenn wir
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auch aus allen verschiedenen Gruppen Menschen mit einbeziehen.
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Das war die Folge zwei vom Digital-Kompass.
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Wir haben heute in dieser Episode darüber gesprochen: Was ist der Digital-Kompass,
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was bietet er, was gibt es für Möglichkeiten?
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Bei mir zu Gast waren Angelika, Gudrun, Guido, Devin, Marie und Ina.
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Ich danke euch allen für diese
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interessante Reise und wünsche dem Projekt ganz viel Erfolg.
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Und die nächste Episode kommt ganz bestimmt.
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Unter anderem werden wir auch demnächst mal über die Tandems sprechen.
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Das finde ich ja sehr cool, vor allem mal
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mit Leuten darüber zu sprechen, wie sie von beiden Seiten das erlebt haben.
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Also auch die Menschen, die betroffen sind und die Jugendlichen oder jungen Menschen,
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die dann sozusagen als wissende Personen rangekommen sind.
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Aber wie man ja auch schon bei der
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Präsentation im Februar gesehen hat, haben auch die Menschen, die dann mit
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Wissen kamen, noch anderes Wissen wieder mit nach Hause genommen.
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Und diesen Austausch finde ich grandios, d
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eshalb das Tandem wird definitiv ein Thema noch bei uns sein.
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www.digital-kompass .de, das ist die Adresse.
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Vielen Dank fürs Zuhören, Sascha Lang, euer Moderator für heute.
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Digital-Kompass-Podcast.
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Der Podcast, um gemeinsam digitale Barrieren zu überwinden.
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Herausgeber: Deutschland sicher im Netz e.V.
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Der Digital-Kompass-Podcast wird
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ermöglicht durch das Bundesv erbraucherschutzministerium.
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Der Digital-Kompass ist ein Verbundprojekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der
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Seniorenorganisationen und von Deutschland sicher im Netz.
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Weitere Informationen findet ihr unter www.digital-kompass.de.
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Über Feedback zu diesem Podcast freuen wir uns.
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Kontakt zu uns und dem Moderator Sascha
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Lang schickt ihr bitte per Mail an podcast@digital-kompass.de.
In der Podcast-Folge ging es um diese Fragen:
Welchen Fokus hat das Projekt? Was wird getan, um die digitalen Kompetenzen von Menschen mit Sinnes- und Mobilitätsbeeinträchtigung zu schulen? Wie kann ich mich beteiligen? Das und viel mehr erfahren Sie in der aktuellen Episode! Steffi Lemke (Bundesverbraucherschutzministerin) gab ein Statement zur Wichtigkeit des Projektes. Zu Gast waren außerdem folgende Projektpartner:
Katharina Braun, BAGSO Service Gesellschaft
Marie-Christin Schoeffel, Deutschland sicher im Netz
Gudrun Brendel, Deutscher Schwerhörigenbund
Angelika, Ostrowski, Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband
Guido Steinke, VERBRAUCHER INITIATIVE
Devin Kwasniok, Universität Vechta
Feedback
Ihre Anmerkungen und Fragen sowie Lob und Kritik können Sie jederzeit per Mail an podcast@digital-kompass.de richten.

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