Staffel 1, Folge 7Künstliche Intelligenz im Alltag – kann sie ältere oder beeinträchtigte Menschen unterstützen?
- Beteiligt: Guido Steinke (Verbraucher Initiative e.V.) und Sabine Wolf (BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.)
- Erschienen am: 18 Juni 2024
Über die Folge
In der neuen Episode des Digital-Kompass Podcasts sprechen Guido Steinke (Rechtsanwalt und Fachreferent 60+, Verbraucher Initiative e.V.) und Sabine Wolf (Projektleitung „KI für ein gutes Altern“, BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.) über das Thema Künstliche Intelligenz (KI).
Künstliche Intelligenz im Alltag – kann sie ältere oder beeinträchtigte Menschen unterstützen?

Transkript zum nachlesen
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KI kann ja immer dann wirken, wenn Computer im Spiel sind. Und inzwischen kann
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man ja einen Chip in jeder Glühbirne finden.
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Also sprich, man kann auch das Ganze zu Hause vernetzen.
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Und wir hatten einmal bei einem Stand eine Dame, die war mehrfach beeinträchtigt.
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Die kam mit ihrem Elektrorollstuhl.
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Die konnte auch ihre Hände nicht mehr besonders gut benutzen.
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Und hat uns erzählt, dass Alexa, also ein Sprachassistenzsystem,
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ihr zwei Stunden am Tag sparen.
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Digital Kompass Podcast. Der Podcast, um gemeinsam digitale Barrieren zu überwinden.
00:00:39.417
Präsentiert vom Digital Kompass.
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Moderator, euer Inklusator Sascha Lang.
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Der Digital Kompass Podcast, herzlich willkommen. Mein Name ist Sascha Lang,
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ich bin der Moderator und Produzent dieses Podcasts und ich möchte mich bei
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all denen entschuldigen, die auf unseren Podcast gewartet haben,
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vergeblich die letzte Zeit.
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Aus technischen Gründen konnten wir die Episode nicht so rausbringen,
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wie sie hätte sein müssen.
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Dafür wollen wir uns entschuldigen. Aber wir freuen uns jetzt auf eine großartige
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Episode über die künstliche Intelligenz. Der Digital Kompass Podcast,
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unsere neueste Episode, nämlich die Episode Nummer 7.
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Und die beschäftigt sich mit einem Thema, was in aller Munde ist,
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nämlich künstliche Intelligenz.
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Fluch oder Segen, wir haben schon oft ein bisschen darüber gesprochen,
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aber auch über die guten Seiten.
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Wir wollen mal schauen, wie künstliche Intelligenz denn auch bei der digitalen
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Barrierefreiheit unterstützend sein kann.
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Bei mir zuerst ist Sabine Wulf und Guido Steinke. Herzlich willkommen, ihr beiden.
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Ja, hallo. An euch alle, sage ich einfach mal.
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Künstliche Intelligenz ist bei euch auch in der Tagesordnung.
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Bevor wir dazu mehr in die Tiefe gehen, würde ich mal gerne haben,
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dass ihr euch beide vorstellt.
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Und wir machen es wie immer, Guido, Ladies first, Sabine Wulff.
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Erzähl mal, wer bist du, warum bist du hier und was hast du mit künstlicher Intelligenz zu tun?
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Vielen Dank nochmal, dass ich hier sein darf. Ich bin Sabine Wolf.
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Ich arbeite bei der BAGSO. Das ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation
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und ich darf das Projekt Künstliche Intelligenz für ein gutes Alter leiten.
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Ich bin keine Informatikerin, sondern mir geht es darum, das Thema KI zu vermitteln
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an Menschen, die vielleicht noch nicht so viel digitale Erfahrung haben.
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Und in dem Projekt machen wir das in drei Bereichen.
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Und der erste Bereich, den bieten wir jetzt schon seit drei Jahren an,
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geht es darum, Lernangebote für ältere Menschen zu schaffen.
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Und da richten wir uns an diejenigen, die noch nicht so viel Erfahrung in der
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digitalen Welt gesammelt haben und unterstützen zum Beispiel Senioren-Internet-Cafés
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oder Seniorenbüros dabei, das Thema künstliche Intelligenz in ihre Lernangebote mit aufzunehmen.
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Das heißt zum Beispiel, jemand, der ein neues Smartphone hat und in die Smartphone-Sprechstunde
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geht, kann dann dabei auch eine KI-basierte App kennenlernen oder mal einen
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Textgenerator wie ChatGPT ausprobieren.
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Denn dieses Jahr haben wir noch einen zweiten Schwerpunkt.
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Da entwickeln wir Angebote für Seniorenorganisationen, die sich in die aktuellen
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Diskussionen, um die man ja gar nicht mehr rumkommt, rund um das Thema KI einzubringen.
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Und da planen wir gerade Vorträge zu fragen, welche Rolle spielt Altersdiskriminierung der KI-Systeme?
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Was genau soll denn dieses KI-Gesetz, das dieses Jahr in Kraft treten soll,
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regulieren? Wie gehen wir mit Fake News um?
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Und der dritte Teil ist, dass wir zu mehr Austausch beitragen möchten zwischen
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Forschungsprojekten, die KI-Systeme für ältere Menschen entwickeln und den älteren Menschen selber.
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Da gibt es dieses Jahr zwei Ideenwerkstätten, wo wir ältere Menschen,
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zivilgesellschaftliche Organisationen und Forschungsprojekte zusammenbringen möchten.
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Guido Steinke, Verbraucherinitiative e.V. unter anderem. Wer bist du? Was hast du mit KI am Hut?
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Ja, erstmal Hallo. Erstmal KI finde ich spannend. Ihr werdet gleich merken, warum.
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Ich bin selber Verbraucheranwalt und kümmere mich beim Digitalkompass für die
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Verbraucherinitiative.
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Die ist Partner des Digitalkompass um die Online-Formate. Das heißt,
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wir bieten Online-Fragerunden an für unsere Standorte.
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Der Digitalkompass hat, ich habe jetzt gehört, über 270 Standorte,
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wo Menschen hingehen können, mit oder ohne Beeinträchtigung und sich Hilfen
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holen können, zum Beispiel beim Umgang mit dem Smartphone.
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Und dann sind dann Ehrenamtliche von uns vor Ort, die den Menschen helfen.
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Und in den Fragerunden halt greifen wir Fragen auf, die die Menschen vor Ort
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haben. Und bleiben wir gleich beim Thema KI.
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Es gibt auch für das Smartphone schon ganz viele kleine Helferlein,
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die einem das Leben leichter machen können.
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Ein Beispiel halt, es gibt eine App, die kann mir zum Beispiel Texte vorlesen,
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die ich selber jetzt auch nutze.
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Wir hatten da mit einem Referenten mal eine Fragerunde. Und wenn ich mal meine
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Lesebrille vergessen habe im Supermarkt, dann nutze ich diese App und lasse
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mir einfach die Produktbeschreibung vorlesen.
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Und dann sagte der Referent, da steckt KI drin.
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Ja, wir haben jetzt schon ganz viel gehört. KI, künstliche Intelligenz,
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ist in den letzten zwölf Monaten so richtig durch die Decke gegangen mit JetGPT und so weiter.
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Jetzt mal ganz kurz, wo finden wir denn bis jetzt KI?
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Wo begegnet man KI im Alltag? Wer möchte von euch beginnen? Fangen wir mal an.
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Also aktuell sind ja vor allem sogenannte generative KI-Systeme im Gespräch.
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Also Systeme, die Texte, Bilder, Stimmen oder Videos erstellen können.
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Das können zum Beispiel lustige Bildchen von riesigen gestrickten Katzen sein
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oder niedliche Pauenbabys, aber eben auch Desinformation und Fake News.
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Da hört man, glaube ich, immer wieder mehr in den letzten Monaten,
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mit denen eben auch Menschen manipuliert oder Stimmung gemacht werden sollen.
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Aber es gibt auch ganz alltägliche Funktionen. Guido hat es gerade schon beschrieben, im Smartphone.
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Selbst wenn man zum Beispiel das
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Smartphone entsperrt mit der Gesichtserkennung, ist da schon KI im Spiel.
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Und ein anderes Beispiel sind zum Beispiel Empfehlungssysteme für Online-Shops
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oder Unterhaltungsplattformen. Also zum Beispiel schaut man gerne Tatort und
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dann werden einem dann weitere Krimis vorgeschlagen, die man anschauen kann.
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Wenn man gern Elvis Presley hört, wird einem dann vielleicht im Anschluss eher
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Rock’n’Roll vorgeschlagen, anstatt Volksmusik, so als zwei Beispiele,
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die Guido bestimmt wunderbar ergänzen kann.
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Ja, sehr, sehr gerne. Für mich ist KI eigentlich der Turbo der Softwareentwicklung.
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Also sprich, mit KI kann man halt bisherige Rechenprozesse halt tierisch beschleunigen
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und vor allen Dingen kann KI auch sehr gut riesige Datenmengen durchsuchen.
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Also sprich, in den Bereichen halt, da begegnet einem KI zum Beispiel,
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wenn man eine Suchanfrage im Internet stellt.
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Und wir hatten letztens eine Veranstaltung mit einem Vertreter von Google und
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der sagte, in unserer Suchmaschine, also in der Google-Suchmaschine,
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nutzen wir schon seit 2006 KI.
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Also es ist jetzt kein neues Phänomen. Es geht sogar zurück auf einen Workshop aus dem Jahre 56.
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Da sprach man schon über KI. Aber jetzt, wie du Sascha gesagt hast,
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geht es einfach richtig durch die Decke, weil diese Technologie jetzt vielen zur Verfügung steht.
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Und auch diese Chat-GPT kann man auch als Privatmensch schon mal ausprobieren.
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Und das gab es früher halt nicht. Da konnte man nicht so mit KI einfach mal
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rumspielen und mal gucken, ob es auch mir hilft.
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Ihr habt mit Menschen zu tun, die älter sind, ihr habt mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu tun.
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Ich bleibe jetzt mal bei den älteren Menschen, die haben von analogen Telefonieren
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bis Smartphone fast alles mitgemacht.
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Wie ist denn so die Stimmung in der älteren Generation, wenn man bei denen oder
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mit denen über künstliche Intelligenz spricht, Sabine?
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Ganz durchmischt tatsächlich. Also wir arbeiten mit Senioren-Internet-Cafés
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zusammen oder Seniorenorganisationen, die dazulernen wollen,
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die das ganz spannend finden.
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Da ist eine große Neugierde und Interesse an dem Thema, was KI überhaupt kann,
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wo es eingesetzt werden kann.
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Aber wir hören auch ganz viele Sorgen und Bedenken, Berechtigte natürlich,
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was passiert mit den ganzen Daten, die da verarbeitet werden.
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Und das heißt, die Rückmeldungen sind sehr, sehr unterschiedlich.
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Eine große Sorge besteht gerade auch jetzt bei den KI-generierten Bildern und
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Texten, ob man überhaupt noch erkennen kann, was echt ist und was nicht echt.
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Und es ist auf jeden Fall ein hoher Bedarf an Informationen rund um KI da.
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Und was besonders gut eingeschätzt wird bei unseren Tests, also wir,
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Wir testen ja ganz praktisch Geräte und Anwendungen im Alltag und besonders
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gut werden da Sprachassistenten eingeschätzt, wo man zum Beispiel per Sprachbefehl sagen kann,
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liest mir die Nachrichten vor oder auch das Licht ein- und ausschalten kann,
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ohne dass man extra vom Sofa aufstehen muss.
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Und was auch im Test ist, sind zum Beispiel Haushaltsroboter,
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die körperlich schwere Arbeit abnehmen können, zum Beispiel Staubsaugerroboter
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oder Fensterputzroboter.
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Da gibt es auch schon einige, die mit KI arbeiten, wenn die zum Beispiel individuelle
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Putzrouten anlegen. Und das wird auch unterschiedlich wahrgenommen.
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Die einen schätzen es, die Unterstützung zu haben.
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Andere finden aber die Bedienbarkeit zum Beispiel sehr schwierig.
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Es gibt auch durchaus Diskussionen um die Putzqualität. Also einfach eine sehr
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unterschiedliche Wahrnehmung des Themas KI.
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Wie ist es bei dir, Guido? Du bist ja auch Rechtsanwalt auf die Gefahren und
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die guten, schlechten Seiten, kommen wir noch zu sprechen, aber wie ist es so in deinem Umfeld?
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Wie reagieren die Leute bei euch auch bei der Verbraucherinitiative ältere Menschen auf diese KI?
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Also ich merke halt, dass die Reaktionen so vielfältig sind wie das Alter.
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Das ist ja immer das Schöne, wenn man erst mal 60, 70 Jahre gelebt hat,
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hat man ja ganz viele Erfahrungen gesammelt.
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Und je nachdem halt, wenn die Menschen einen technischen Hintergrund haben,
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also wir haben viele Ehrenamtliche, die haben früher halt bei der Telekom gearbeitet
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oder bei irgendwelchen Softwareunternehmen. Die sind total neugierig.
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Die reißen auch der Sabine halt den Technikkoffer aus der Hand.
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Die sagen, ich will das ausprobieren. Ich will gucken, was das kann.
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Und die testen dann auch die Sachen.
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Umgekehrt, wer keinen technischen Hintergrund hat, der sieht die Meldungen halt
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in den Medien, liest Schlagzeilen und ist verunsichert.
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Aber dann ist es super, wenn diese beiden älteren Menschen zusammenkommen.
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Also wenn der technikversierte und interessierte einfach mal den anderen bei
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der Hand nimmt und sagt, komm, wir probieren das gemeinsam aus.
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Und wenn es Probleme gibt, dann kann ich mich immer noch an Guido oder Sabine
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wenden, weil die haben dann andere Experten an der Hand, die uns helfen und die uns aufklären.
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In einem Interview heute Morgen mit dem Futurologen Max Tinius wurde mir erklärt
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von ihm, dass er die künstliche Intelligenz so ein bisschen in Parallelsetzung
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setzt mit der Industrialisierung damals,
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ob schon er der Meinung ist, dass die künstliche Intelligenz uns sehr viel weiterbringen würde.
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Und anders weiterbringt als die Industrialisierung.
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Und dass man keine Angst haben bräuchte, dass es weniger Arbeitsplätze gäbe.
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Wenn ich diesen Satz mal so sage, wir kommen nachher natürlich noch über die
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Zukunft zu sprechen, Aber wie würdet ihr das so interpretieren?
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Könnt ihr dem Folge leisten oder ist es noch zu früh?
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Ich kann dem auf jeden Fall Folge leisten. Also wir haben uns natürlich auch
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als Verbraucherschutzorganisation mit den Schattenseiten beschäftigt.
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Also sprich halt, man kann halt da, dass halt Turbo ist für Software,
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jetzt viel leichter Sachen fälschen. Also wir hatten immer schon beim Verbraucherschutz
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die gefälschten Online-Geschäfte, also Fake-Shops.
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Da musste seinerzeit jemand hingehen
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und wirklich gucken, dass er eine Internetseite eins zu eins fälscht.
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Oder die Phishing-Mails, die berühmten, sie haben von ihrer Bank einen Mail
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bekommen, wo drin steht, sie müssen ihre Zugangsdaten aktualisieren, bitte klicken Sie hier.
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Und dann klickte man auf einen Link und kam auf eine Seite, die sah täuschend
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echt aus. Aber das musste man früher händisch halt machen, die Seite der Bank kopieren.
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Das sagt man jetzt einer KI und die hat dann in zehn Sekunden halt die Seite kopiert.
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Also sprich, die Möglichkeiten der Schattenseite, also der dunklen Seite der
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Macht sind gewachsen, aber auch die positiven Sachen.
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Und da fokussieren wir uns eher darauf halt beim Digitalkompass und ich glaube
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Sabine auch bei eurem Projekt halt, dass ihr euch auf die schönen Seiten konzentriert.
00:12:54.600
Und wie du schon sagst Sascha halt, die Industrialisierung hat andere Jobs gebracht.
00:13:00.600
Ich möchte mal sagen, hat die Menschen auch entlastet, weil früher müssten die
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Menschen halt wirklich viel körperlich noch tun und waren dann halt wirklich
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mit 50, 60 einfach körperlich ruiniert.
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Heute können Maschinen diese Arbeiten übernehmen und man braucht dann halt Menschen,
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die diese Maschinen bauen, überwachen etc.
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Also die Jobs haben sich verlagert und ich möchte behaupten,
00:13:22.380
für den Menschen ist eine Besserung
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eingetreten, weil diese körperlichen Belastungen haben abgenommen.
00:13:27.180
Und ich kann mir vorstellen, noch ein letzter Satz, die Sabine nickt schon die
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ganze Zeit, dass dann auch die, sag ich mal, stupide, geistige Tätigkeiten abnehmen.
00:13:36.840
Also Beispiel Chat-GPT.
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Man kann halt irgendwie Fragen und Antworten auf einer Internetseite halt auch
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stellen, indem man einem Menschen halt im Chat Fragen stellt.
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Dann muss der Mensch die händisch beantworten.
00:13:50.040
Das kann auch ein Chatbot, also sprich ein automatisiertes Chatprogramm,
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was Fragen beantwortet. Und wenn das nicht mehr weiter weiß,
00:13:57.480
ist es zum Beispiel schön, dass ich dann noch einen Menschen anrufen kann.
00:14:01.679
Ja, ich habe schon viel genickt und kann das auch alles nochmal unstrahlstreichen,
00:14:05.459
was Guido gerade gesagt hat.
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Also ich würde mich auch einschätzen, dass ich es vorsichtig zuversichtlich
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sehe und hoffe, dass wir es als
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Gesellschaft hinbekommen, KI sinnvoll als Werkzeuge für uns einzusetzen.
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Ich merke aber schon auch noch, dass es noch ganz, ganz viele Fragen gibt.
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Ich bewege mich bei vielen Veranstaltungen, wo es darum geht,
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KI für das Gemeinwohl einzusetzen, also zum Beispiel für soziale Zwecke und
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habe den Eindruck, wir suchen auch noch viel.
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Aber was ich toll finde, dass es doch zu spüren ist, dass da ein Gestaltungswille
00:14:40.119
da ist, die Lust, KI-Systeme auch für soziale Zwecke einzusetzen.
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Von daher würde ich auch das positiv sehen und wir müssen aber natürlich aufpassen,
00:14:50.339
dass wir bei den Gefahren und Herausforderungen das immer mitbedenken und uns
00:14:56.099
da auch einbringen und vor allem auch die Wünsche und Forderungen und Bedenken
00:15:02.759
aller Menschen mit einbringen, auch der älteren Menschen.
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Und deshalb versuchen wir eben da auch ältere Menschen fit zu machen,
00:15:11.959
da sich einzubringen in diese Diskussion und Fragestellungen, die da vor uns stehen.
00:15:18.439
KI als positives Element für ältere Menschen und Menschen, die eine Beeinträchtigung haben.
00:15:28.679
Was ist denn so positiv und gut mit der KI für Menschen, die älter werden oder
00:15:34.199
die eine Beeinträchtigung haben?
00:15:36.659
Also ein Aspekt ist zum Beispiel, dass selbstständig zu Hause wohnen länger
00:15:44.279
möglich sein kann durch KI-Systeme, die da gerade entwickelt werden.
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Da gibt es ganz viele Unterstützungssysteme, die entwickelt werden,
00:15:51.959
die jetzt aber tatsächlich noch im Entwicklungsprozess sind oder eben auch so
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konkrete Geräte wie der Staubsaugerroboter oder der Fensterputzerroboter,
00:16:02.119
der körperliche Arbeit abnehmen kann. kann
00:16:07.197
Es gibt zum Beispiel auch Tools, die Texte übersetzen.
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Das ist jetzt nochmal ein anderer Bereich, aber wenn zum Beispiel ältere Menschen,
00:16:15.457
wenn da die Englischkenntnisse eingerostet sind oder Sprachkenntnisse,
00:16:19.477
können sie sich dann mit so einer App behelfen und sich Texte übersetzen lassen.
00:16:25.117
Da ist schon eine ganze Menge da und eine ganze Menge war auch schon da,
00:16:28.277
war aber nicht ganz sichtbar. Das hast du vorhin schon angedeutet, Guido.
00:16:31.577
Wo siehst du denn noch Potenzial, dass die KI älteren Menschen und Menschen,
00:16:36.697
die beeinträchtigt sind, unterstützen kann?
00:16:38.237
Du hast schon vorher selber gesagt, wenn die Brille mal zu Hause vergessen wurde,
00:16:41.057
Text vorlesen, aber da geht es wahrscheinlich noch weiter, oder?
00:16:43.897
Ach, es geht doch sehr viel weiter.
00:16:46.097
Ich sage halt, KI kann ja immer dann wirken, wenn Computer im Spiel sind.
00:16:51.577
Und inzwischen kann man ja einen Chip in jeder Glühbirne finden.
00:16:55.657
Also sprich, man kann auch das Ganze zu Hause vernetzen.
00:16:58.857
Und wir hatten einmal bei einem Stand halt eine Dame, die war mehrfach beeinträchtigt,
00:17:02.617
die kam mit ihrem Elektrorollstuhl, die konnte auch ihre Hände nicht mehr besonders
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gut benutzen halt und hat uns erzählt halt, dass Alexa,
00:17:11.197
also ein Sprachassistenzsystem, halt ihr zwei Stunden am Tag sparen.
00:17:15.017
Das heißt, sie hat geschildert, wie sie in ihrem Haushalt diese Technik einsetzt,
00:17:19.697
zum Beispiel um Licht aus- und anzumachen, um Heizung zu regeln,
00:17:23.397
um Radio an- und auszuschalten.
00:17:26.437
Sie muss da nicht immer hinlaufen, hingehen oder hinfahren mit ihrem Rollstuhl
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und dann den Knopf drücken, sondern sagt das einfach diesem Sprachassistenten.
00:17:35.437
Und da steckt auf jeden Fall auch KI drin.
00:17:37.737
Also insofern, diese künstliche Intelligenz spart dieser Frau zwei Stunden Zeit pro Tag.
00:17:43.918
Mir fällt noch ein schönes Beispiel ein. Da geht es um Sturzerkennung.
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Eine Teilnehmerin hat eine Smartwatch geschenkt bekommen, die eben auch Stürze erkennt.
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Und seit sie die hat, traut sie sich wieder mit dem Fahrrad zum Einkaufen zu fahren,
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weil sie sich eben sicherer fühlt, weil dann sie das so eingestellt hat,
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dass bei einem Sturz sofort ein Familienmitglied informiert werden kann. Mhm.
00:18:10.138
Wir haben es schon ein-, zweimal gestreift. Wir wollen natürlich die positiven
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Seiten hervorheben. Das haben wir gerade gemacht.
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Allerdings trotzdem, wie alles auf dieser Welt, gibt es auch die Schattenseiten der Geschichte.
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Sabine, du hast es schon angesprochen mit Fake News. Wie geht ihr denn vor beim
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Digitalkompass, um den Menschen beizubringen?
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Das ist ja schon für einen Menschen ohne Alters, also der noch jung ist und
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keine Beeinträchtigung hat, extrem schwierig, Reality von Fake zu unterscheiden,
00:18:37.678
also Realität von einfach Fake News zu unterscheiden.
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Wie versucht ihr denn Menschen mit Beeinträchtigungen oder älteren Menschen
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beizubringen, wie man diesen Unterschied herausfinden kann, der ja verdammt schwierig ist?
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Es ist total schwierig. Also du hast vom Digitalkompass gesprochen.
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Insofern fühle ich mich jetzt auch berufen, weil wir machen Aufklärungsrunden.
00:19:00.378
Also wir haben ja das große Glück, dass wir unsere Standorte haben.
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Die werden ja zum Teil auch von Sabine genutzt, sage ich mal in Anführungszeichen.
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Also er kooperiert da auch mit Standorten.
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Da kannst du als Mensch hingehen.
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Also klar, ältere Menschen sind unsere Zielgruppe, aber wenn du als jüngerer
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Mensch da hinkommst und sagst, ich habe gehört, es soll Smart Home geben,
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was ist denn das, kann mir das einer erklären,
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dann geht man an unsere Standorte und da sind dann die Ehrenamtlichen,
00:19:25.618
die idealerweise weiterhelfen können und die klären wir auf. Ja.
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Wir machen Fragerunden zum Thema, wie entstehen Deepfakes, wie kann man halt
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wirklich Videos täuschend echt nachmachen, wie kann man Bilder täuschend echt nachmachen.
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Da gibt es im Mai im Vorfeld der Europawahlen einige Runden und dieses Wissen
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geben die Menschen vor Ort dann weiter.
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Das heißt, man kann einfach nur aufklären, man kann nur zeigen,
00:19:53.518
was technisch machbar ist, um halt eine gesunde Skepsis dem Menschen halt irgendwie
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nahezulegen. Und wenn sie dann nicht weiter wissen, dann können sie halt auch zu uns kommen.
00:20:03.878
Also dann können sie in die Sprechstunden kommen, dann können sie in unsere
00:20:06.398
Fragerunden kommen und werden aufgeklärt.
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Also zwei Punkte. Einmal ein bisschen Skepsis säen und das Zweite ist,
00:20:12.958
wenn du nicht weiter weißt, jemanden fragen.
00:20:14.758
Wir kooperieren auch mit den Landesmedienanstalten und mit CORRECTIV.
00:20:20.518
Und die Landesmedienanstalten haben auch in ihrem Auftrag stehen,
00:20:24.478
dass sie Medienkompetenz im Bereich Fake News bearbeiten.
00:20:28.758
Also wir werden regelmäßig Veranstaltungen, Aufklärungsrunden zu dem Thema machen,
00:20:33.158
wo dann die Medienanstalten erklären, wie man Falschmeldungen erkennt oder wie
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man generell erstmal skeptisch sein sollte.
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Also das, was auch Sabine gesagt hat, man ist emotional vielleicht bewegt, dann sollten.
00:20:46.918
Erstmal halt, sollte man selber halt gucken, so bin ich selber betroffen,
00:20:51.578
vielleicht schlafe ich eine Nacht drüber oder aber rede ich mit jemandem drüber,
00:20:55.438
also sprich die gesunde Skepsis, das können eigentlich wir hier nur leisten,
00:20:58.918
dass wir den Leuten sagen, pass mal auf, das gibt es, das ist technisch möglich,
00:21:02.838
hab das im Hinterkopf und wenn man dann selber Sachen überprüfen will,
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Dazu machen wir dann unsere Aufklärungsrunden mit den Landesmedienanstalten
00:21:10.918
und mit Korrektiv zusammen, die ja Profis sind.
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Das ist deren täglich Brot halt irgendwie Fake News aufzudecken und aufzuklären.
00:21:18.360
Was wir tatsächlich immer gerne nutzen, um in das Thema einzusteigen,
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ist, dass wir uns verschiedene Bilder anschauen.
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Das geht hervorragend auch digital oder auch an einem Infostand und dann schauen
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und gemeinsam überlegen, ist das jetzt ein echtes Bild oder ist es ein falsches Bild?
00:21:35.700
Und dann kann man zum Beispiel darauf achten, ist da eine Unschärfe im Bild,
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sind da zum Beispiel sieben Finger an der Hand statt fünf.
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Und ja, genau, wir wollen dieses Bewusstsein einfach schärfen,
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überhaupt zu überlegen, sensibel zu sein, ist das jetzt eine echte Meldung oder
00:21:51.660
ist das eine Falschmeldung?
00:21:53.480
Auch das ist wichtig, ja. Ich glaube, das wurde auch schon ein paar Mal gesprochen
00:21:57.200
im Digitalzeitalter mit den E-Mails.
00:21:59.280
Wenn man Fake-E-Mails kriegt, dass man zuerst mal guckt, von wem kommt sie und wo ging sie hin.
00:22:03.640
Da kann man auch schon ganz viel rausfinden, ob es eine Fake-Nachricht ist oder nicht.
00:22:07.600
Also immer, wenn ich von meiner Bank eine Mail kriege, gucke ich das,
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weil ich kriege prinzipiell keine Mails von meiner Bank.
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Also auch ein ganz guter Tipp. Ja, wir haben es angesprochen.
00:22:17.480
Die künstliche Intelligenz hilft uns weiter. Sie ist noch jetzt sozusagen in
00:22:22.480
der Gesellschaft in den Kinderschuhen, aber geht rasant voran.
00:22:25.780
Du hast von Turbo gesprochen, Guido.
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Wo siehst du denn die künstliche Intelligenz in der Zukunft,
00:22:31.000
positiv und negativ? Also wo siehst du sie?
00:22:35.460
Ich sehe sie überall.
00:22:38.700
Aus dem Grunde halt, weil man inzwischen halt wirklich überall Chips einbauen kann.
00:22:42.780
Also selbst der neue Personalausweis und die Gesundheitskarte haben einen kleinen Computer drin.
00:22:47.400
Also sprich, damit ist es halt möglich, ganz, ganz viele Geräte, Sensoren etc.
00:22:52.600
Zu vernetzen. Und um diese Datenmengen bearbeiten zu können,
00:22:56.740
braucht man einfach so ein Software-Turbo wie die künstliche Intelligenz.
00:23:02.360
Also was früher halt wirklich sehr, sehr aufwendig war. Ich nenne mal ein Beispiel.
00:23:06.120
Man konnte immer schon Fotos fälschen, also retuschieren.
00:23:10.140
Man konnte Menschen halt aus Fotos halt rausretuschieren. Das war früher händisch.
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Musste man das im Fotolabor machen. später musste
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man dann pixel für pixel ändern das dauerte dann vielleicht
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gefühlt eine woche bis man halt wirklich ein bild richtig gut manipuliert hatte
00:23:25.800
am computer heute sind das zwei klicks weil die ki das super schnell errechnet
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und menschen ausrechnet aus fotos so und dieser dieser turbo halt den kann man
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natürlich auch für gute sachen einsetzen wie zb krebsdiagnose.
00:23:41.650
Da hat man ja auch ganz viele Diagnosemöglichkeiten. Man hat ein MRT,
00:23:46.190
man hat ein Röntgenbild, Ultraschall, ich weiß nicht was.
00:23:49.430
Und der behandelnde Arzt guckte sich die Bilder halt immer schön nacheinander
00:23:53.870
an und hat dann wieder geguckt, jetzt nochmal Ultraschall, wie ist das hier?
00:23:57.210
Eine KI kann das parallel machen und die kann gleichzeitig noch eine Million
00:24:00.910
Beispielbilder vergleichen damit.
00:24:03.870
Das heißt, da ist einfach diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten.
00:24:08.510
Und sie ist auch sinnvoll, weil ich möchte nicht, dass eine KI sagt,
00:24:12.850
das ist ein Tumor oder nicht, sondern dass der Arzt sagt, der aber sagt,
00:24:16.710
ich habe mir die Bilder angeguckt und ich habe eine KI zurate gezogen.
00:24:20.730
Also wenn KI eingesetzt wird, wie auch bei der industriellen Revolution,
00:24:24.490
da wurden ja auch Dampfmaschinen eingesetzt, um bestimmte Aufgaben zu erledigen
00:24:28.750
und den Menschen zu unterstützen, dann halte ich das für sinnvoll.
00:24:32.110
Und durch die Entwicklung, also Mikrochips scheinen nichts mehr zu kosten,
00:24:36.570
sonst könnte ich die nicht in jede Glühbirne einbauen.
00:24:39.730
Durch diese Entwicklung wird uns das später komplett umgeben und begleiten.
00:24:45.870
Du hast mich ja auch gefragt, ich sage mal, die düstere Prognose,
00:24:50.210
wo kann es auch hingehen?
00:24:51.390
Ich hatte ja gesagt, KI wird uns demnächst komplett umgeben.
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Da gibt es natürlich dann auch Potenzial für Datenmissbrauch,
00:24:59.890
für Überwachung. Und deswegen die ganzen Themen, die uns schon seit das Computer
00:25:03.870
gibt, begleiten, nämlich der Datenschutz.
00:25:06.610
Wer darf welche Daten erheben, wer darf welche verarbeiten? Das wird natürlich
00:25:10.430
durch die KI auch mit einem Turbo gezündet.
00:25:13.630
Da muss man aufpassen, da sind wir aber dran, da ist die EU auch dran.
00:25:17.910
Und der zweite Punkt, was ich als Verbraucherschützer gemerkt habe,
00:25:21.730
die Industrie, also ich meine jetzt wirklich die größere Industrie,
00:25:25.090
versucht immer, die Schuld auf den Nutzer abzuwenden.
00:25:28.790
Also es ist immer nicht der Computer schuld, sondern der halt vorm Computer
00:25:33.750
sitzt, ist immer ein Bedienfehler.
00:25:35.670
Wenn ich mein Auto fahre, mein Auto bremst auch für ein bisschen.
00:25:39.426
Wenn wir hinten, dann hat nicht das Auto gebremst, sondern ich.
00:25:43.086
Also sprich, da muss man nochmal aufpassen, was passiert mit den riesigen Datenmengen.
00:25:48.826
Und schafft es die Industrie, ihre Schuld abzuwälzen auf die KI,
00:25:54.106
dann haben wir ein Problem, weil eine KI kann nicht zur Rechenschaft gezogen
00:25:57.646
werden, eine KI kann nicht verklagt werden, eine KI kann nicht eingesperrt werden,
00:26:01.226
wenn sie Menschen tötet.
00:26:02.346
Also da stecken für mich immer noch menschliche Entscheidungen dahinter.
00:26:05.446
Da muss man ein bisschen was regulieren. Aber da sind wir, glaube ich,
00:26:08.706
auf einem ganz guten Weg.
00:26:09.706
Auf der EU-Ebene werden da diverse Gesetze und Verordnungen diskutiert und ich
00:26:14.666
hoffe, die gehen in die richtige Richtung.
00:26:16.826
Sabine, wo siehst du die KE in Zukunft? Positiv und negativ, also beide Seiten?
00:26:23.066
Also ich bewege mich da auch in dem Spannungsfeld, der in Diskussionsrunden
00:26:28.026
oft aufgemacht wird, also zwischen Heilsbringer und Horror und habe vor allem noch viele Fragen.
00:26:34.426
Ich denke, wir sind da noch ganz am Anfang und gucken erst mal,
00:26:38.506
wo die Reise hingeht, aber ich sehe tatsächlich vor allem auch Vorteile und
00:26:43.046
es werden ja auch zum Beispiel Systeme entwickelt,
00:26:45.566
die genau darauf abziehen, zum Beispiel, weil wir das Beispiel hatten, Fake News zu erkennen.
00:26:52.106
Da gibt es ja auch Systeme, KI-basiert, die entwickelt werden,
00:26:56.086
um gegen so etwas dann anzugehen.
00:26:58.746
Mir ist aber ganz, ganz wichtig dabei, bei diesem Prozess alle Menschen mitzunehmen, auch die,
00:27:05.326
die jetzt vielleicht erstmal Sorge haben oder aus Angst, sich nicht mit dem
00:27:08.566
Thema zu befassen, um eben genau diese Sorgen, aber auch Wünsche und Bedenken
00:27:14.966
und Forderungen einzubringen.
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Und deshalb ist es uns so wichtig, den älteren Menschen da auch Zeit und Raum
00:27:23.166
und Platz zu geben, sich in der Diskussion rund um künstliche Intelligenz einzubringen.
00:27:28.086
Das ist mir da tatsächlich der wichtigste Aspekt, dass wir da alle Menschen
00:27:32.066
mitnehmen in diesem Prozess.
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Sabine Wolf, Guido Steinke, herzlichen Dank für eure Zeit und bis demnächst
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mit mir live, nicht mit der künstlichen Intelligenz.
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Ciao. Digital Kompass Podcast.
00:27:43.766
Der Podcast, um gemeinsam digitale Barrieren zu überwinden.
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Herausgeber Deutschland sicher im Netz e.V.
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Der Digital Kompass Podcast wird ermöglicht durch das Bundesverbraucherschutzministerium.
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Der Digital Kompass ist ein Verbundprojekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der
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Seniorenorganisationen und von Deutschland sicher im Netz.
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Weitere Informationen findet ihr unter www.digital-kompass.de Über Feedback
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zu diesem Podcast freuen wir uns.
In der Podcast-Folge ging es um diese Fragen:
- Wo ist KI aktuell präsent? Wo begegnet sie uns im Alltag?
- Kann KI für ältere und/oder beeinträchtigte Menschen eine Erleichterung darstellen?
- Wie sieht die Zukunft der KI aus? Was kann sie bewirken – positiv sowie negativ?
Hinweis: Diese Folge wurde bereits im März aufgezeichnet und aufgrund technischer Probleme im Juni veröffentlicht. Der Hinweis auf Digital-Kompass Veranstaltungen mit Bezug zur Europawahl (ca. 19:40 min) ist daher nicht mehr aktuell.
Links aus dem Podcast:
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