Staffel 1, Folge 16Deutscher Seniorentag 2025: Mit dem Digital-Kompass zu mehr Teilhabe im digitalen Raum
- Beteiligt: Angelika Ostrowski (DBSV), Marie-Christin Möhring (BAGSO), Lilli Mehrhof-Groß (DsiN), Dr. Hermann Neumann (Netzwerk „Wir sind Haan”) und Ann-Kristin Hotsch (Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros)
- Erschienen am: 19 Mai 2025
Über die Folge
Folge 16 des Digital-Kompass-Podcasts ist der zweite Teil der Aufzeichnung der Podiumsdiskussion vom Deutschen Seniorentag.
Diesmal wird es ganz praktisch: Das Lern-Tandem Dr. Hermann Neumann und Ann-Kristin Hotsch berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen – wie gemeinsames Lernen auf Augenhöhe gelingen kann. Außerdem erzählen Frau Ostrowski (DBSV) und Frau Möhring (BAGSO), wie Engagierte durch gezielte Qualifizierungen dabei unterstützt werden, ihre Angebote barrierearm für Menschen mit Hör- oder Sehbeeinträchtigungen zu gestalten.
Deutscher Seniorentag 2025: Mit dem Digital-Kompass zu mehr Teilhabe im digitalen Raum

Transkript zum nachlesen
00:00:00.017
Auf jeden Fall nie aufhören, was Neues zu lernen.
00:00:03.317
Das ist etwas, was ich auf jeden Fall immer wieder mitnehme.
00:00:06.157
Wenn es nicht passt, wird es passend gemacht.
00:00:08.497
Dann werden eben die kleinen Helferlein aus der Hosentasche gezogen. Dann gibt es Apps.
00:00:14.117
Also wenn die Person mich nicht versteht, dann nehme ich mir eine App,
00:00:17.577
wo die Person mitlesen kann.
00:00:19.477
Wenn der Computer für eine sehbehinderte Person nicht funktioniert,
00:00:22.537
dann besprechen wir gemeinsam, wie der besser nutzbar gemacht werden kann.
00:00:26.557
Und die Ehrenamtlichen haben ja meist auch nicht viele Mittel zur Verfügung,
00:00:29.437
Aber sie geben alles und ihr ganzes Herzblut, um da irgendwie was auf die Beine
00:00:33.177
zu stellen. Und das finde ich immer wieder sehr beeindruckend.
00:00:35.920
Music.
00:00:38.217
Digital Kompass Podcast. Der Podcast, um gemeinsam digitale Barrieren zu überwinden.
00:00:47.457
Präsentiert vom Digital Kompass.
00:00:52.377
Moderator, euer Inklusator Sascha Lang. Mit dem Digital Kompass zu mehr Barrierefreiheit
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im digitalen Raum. Das ist der Titel unserer 16.
00:01:01.577
Ausgabe vom Digital Kompass Podcast.
00:01:04.897
Und wir schalten gleich wieder nach Mannheim. Dort waren wir nämlich zu Gast
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anlässlich des Seniorentages 2025.
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Eine Podiumsdiskussion. Sie haben bereits den ersten Teil gehört.
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Da ging es hauptsächlich um die Umsetzung oder wie man gemeinsam Barrieren überwinden kann.
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Und jetzt gehen wir ein bisschen mehr in die Praxis und hören,
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wie in der Praxis Barrieren abgebaut werden können durch die Projekte vom Digital Kompass.
00:01:29.237
Mein Name ist Sascha Lang. Ich wünsche gute Unterhaltung bei dem nächsten Teil
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der Podiumsdiskussion aus Mannheim.
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Wir machen dann weiter und gehen dann zum Thema in die Praxis sozusagen,
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weil natürlich ist es schön, wenn wir über alles sprechen.
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Aber wie sieht es denn in der Praxis aus mit dem Digitalkompass zu mehr Teilhabe im Digitalraum?
00:01:52.657
Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche und Verbraucherinnen und Verbraucher.
00:01:57.737
Das ist der Titel dieses zweiten Teils und ich würde zuerst mal mit den Gästen anfangen.
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Ganz rechts sitzt Marie-Christin Möhring. Sie ist vom Deutschland sicher im
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Netz. Dann neben mir Angelika Rostrowski vom Deutschen Blinden- und Silbertenverband.
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Neben mir Toskana, die nichts tut.
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Dann komme ich. Und dann auf der linken Seite sitzt Ann-Christin von Bundesarbeitsgemeinschaft
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Seniorenbüros aus Bonn. Jetzt habe ich es doch behalten.
00:02:26.197
Dann kommt Hermann. Jetzt habe ich deinen Nachnamen hier auf der Liste nicht.
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Hermann Neumann, genau. Und er ist einer der Teilnehmenden von Tandem.
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Und er ist auch ein Multiplikator und ganz links außen sitzt Lili Mehrhoff-Groß
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von dem Digitalkompass.
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Das sind meine Gäste und mit denen sprechen wir natürlich jetzt über die Praxis.
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Und wenn ich jetzt meine Fragen wiederfinde, dann geht es auch direkt los.
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Im Rahmen des Digitalkompass haben Sie, Angelika,
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ehrenamtliche Qualifizierungen durchgeführt und entwickelt auch in der Digitalisierung
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für die Belange von Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen.
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Wurde das ausgearbeitet, um sie auch zu sensibilisieren?
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Marie-Christine und Angelika, erzählt uns mal darüber ein bisschen was.
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Ja, vielen Dank. Ich fange einfach mal an. Die Qualifizierung richtet sich an
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Personen, die an Organisationen wie Mehrgenerationenhäusern,
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Seniorenbegegnungsstätten oder Bibliotheken tätig sind und Angebote durchführen
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wie Smartphone-Sprechstunden,
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Computerclubs oder ähnliches oder ganz kreative Angebote, wie die Frau Higemann
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vorhin auch schon erwähnt hat.
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Und uns ist ein Anliegen, dass diese Personen wissen, okay, wenn da jetzt jemand
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kommt mit einer Hör- oder Sehbehinderung, wie gehe ich damit um? Was muss ich beachten?
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Wie können wir ein gutes Miteinander finden?
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Und deswegen haben wir eine Online-Qualifizierung entwickelt.
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Das war auch ein Wunsch aus dem Netzwerk.
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Und da geht es darum, online in circa drei Stunden, wie erkenne ich überhaupt
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erstmal beispielsweise eine
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Hörbehinderung, Sehbehinderung beziehungsweise wie kann die sich äußern?
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Auch dasselbe bei einer Sehbehinderung. Da wird die Frau Ostrowski dann auch noch mal was zu sagen.
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Genau und ja, wir führen dann einmal dadurch, wie äußert sich das Ganze und es ist sehr interaktiv.
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Das heißt, die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, dann alle Fragen loszuwerden, die sie haben.
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Wir haben verschiedene interaktive Möglichkeiten vorbereitet.
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Da werden wir auch später wahrscheinlich nochmal zukommen.
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Und anschließend nach dieser Qualifizierung kommen die besagten Einrichtungen
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dann auch auf unsere Webseite.
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Sodass Betroffene mit einer Seh- oder Hörbehinderung auch wissen,
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okay, wo in meiner Umgebung kann ich mich überhaupt hinfinden,
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wenn ich jetzt Fragen zu meinem Handy oder meinem Tablet habe.
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Genau, und das Ganze ist, wie gesagt, freiwillig und wir freuen uns,
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wenn da möglichst viele daran teilnehmen. Genau.
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Ergänzend zum Thema Sehen. Also klar, DBSV beschäftigt sich eher mit dem Thema Sehen.
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Man hat mich dazu auserkoren, das zu tun.
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Wir machen das gerne, weil was ich jetzt im Nachhinein sage,
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das ist eine große Chance, dieses Thema Sehen oder Schlechtsehen oder was bedeutet
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es auch so ein bisschen zu verbreiten.
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Also es sind ja viele Teilnehmende dabei.
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Und da geht es erst mal um eine Einführung, Also dass wir uns da in dieses Thema hineinfinden.
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Da spielt auch die Frage eine Rolle, ob jetzt selbst betroffene Menschen dabei sind.
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Also nur weil man Digitalkompass-Lotse ist, hat man ja nicht automatisch ein gutes Sehvermögen.
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Das kann auch mal anders kommen, weil es spielt schon auch für die Schulung
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eine Rolle, die Erfahrung dieser Menschen mit einzubeziehen.
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Dann ist so diese Sensibilisierung, also da ist eigentlich so für mich,
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hat sich herausgestellt, so ein wichtiger Punkt deutlich zu machen,
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Erstens, Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung.
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Das kann komplett anders sein von Mensch zu Mensch.
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Und es betrifft nicht nur das Sehen, also es betrifft auch andere Bereiche,
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wie vorhin ja auch deutlich wurde, Kommunikation, Informationsgewinnung,
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Mobilität, vielleicht auch die Orthopädie.
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Also als Sehbehinderter hat man oft nicht so eine gute Haltung, wenn man liest oder so.
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Also dass das auch deutlich wird es geht nicht es ist immer anders und es geht
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nicht nur ums Sehen und das ist natürlich schön, wie vorhin gesagt,
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Selbsterfahrung wäre toll ist online immer ein bisschen schwierig da haben wir
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nur so einzelne Möglichkeiten.
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Das mal zu veranschaulichen und dann der Praxisbezug halt und die letzten Punkte
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sind so Tipps und Netzwerke, also wie vorhin schon gesagt wurde,
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man kann es nur zusammen schaffen,
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Marie-Christin, welche Herausforderungen gibt es denn, wenn man digitale,
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also für Ehrenamtliche, wenn man Menschen digitale Kompetenzen beibringen möchte,
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gerade im Bereich von Hörschädigung?
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Ja, also was uns ganz oft begegnet ist und deswegen haben wir das Angebot auch
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initiiert, sind sogenannte Berührungsängste.
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Das heißt, unsere Engagierten sind wahnsinnig engagiert und möchten am liebsten
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alles wissen und möchten alles richtig machen.
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Und uns ist dann immer ganz wichtig zu sagen, es ist überhaupt schon sehr,
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sehr wertvoll, dass sie überhaupt was anbieten, dass es erste Schritte gibt,
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dass sie versuchen, den Leuten mit in die digitale Welt zu helfen und es muss
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auch nicht von Anfang an alles perfekt sein.
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Und sobald es vielleicht auch über das eigene Know-how weitergeht,
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vermitteln wir dann eben auch an die Anlaufstellen des Deutschen Schwerhörigenbundes
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oder des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, die dann auch bei technischen
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Fragen noch mal gezielter weiterhelfen können.
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Das heißt, die Ehrenamtlichen müssen beispielsweise jetzt keinen Hörgeräteakustiker
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ersetzen, können sie ja auch gar nicht.
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Und dass wir da einfach immer sagen, bleibt locker, macht das,
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was ihr könnt und das machen sie auch super gut. Also das kann ich auf jeden Fall sagen.
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Angela, gibt es für Sehbehinderte da andere Anforderungen? Wie ist das da?
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Das ist eigentlich so ähnlich. Also unterscheidet sich nicht doll.
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Vielleicht noch so zur Ergänzung, es ist ja nicht immer klar,
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wer kommt zu mir als Ratsuchender.
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Also man weiß gar nicht, dass da jemand kommt, der schlecht sieht oder hört.
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Oder die Leute reden auch nicht gerne drüber, die sagen nicht gleich Bescheid.
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Es gibt so Irritationen, also nicht gleich Berührungsängste,
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aber zumindest hat man als Beratender oder Schulner erstmal ein komisches Gefühl,
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dann was ist hier los, das ist nicht gleich klar.
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Und dann ist halt auch, wenn man dann weiß oder wenn man die Idee hat,
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da ist jemand, der schlecht sieht, darf ich denn das ansprechen?
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Ist das denn nicht defizitorientiert? Ja, sehr verrufen in unserer Gesellschaft.
00:09:00.486
Oder darf ich dann überhaupt sagen, schau mal her?
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Das sind so ganz einfache Sachen eigentlich, aber wenn man damit nie zu tun
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hatte, ist es schwierig.
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Welche Kompetenzen müsste ich denn mitbringen, um als ehrenamtliche Kraft die
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Qualifizierung zu entwickeln, um erfolgreich digitale Barrieren abzubauen?
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Was muss ich denn da mitbringen?
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Also nicht so viel anderes, als wenn ich anderen Leuten digitales Wissen beibringe. Also.
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Man muss es erst mal wollen, man muss Lust dazu haben, man muss vielleicht auch
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Lust haben, selber zu lernen.
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Man muss ein bisschen Empathie für andere aufbringen, sich vielleicht ein bisschen
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in andere hineinversetzen können.
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Also warum macht der jetzt das oder wie kann ich dem jetzt helfen oder wo klemmt es jetzt gerade?
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Das ist vielleicht wichtig. Manchmal braucht man auch spezielles Wissen oder
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wenn man das nicht weiß, dann muss man einfach sagen, gut, bis hierher kommen
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wir zusammen und da musst du vielleicht woanders hingehen.
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Da habe ich auch eine Adresse, also so Netzwerkarbeit, also dieses Designetun
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und dann auch abgeben zu können, ist vielleicht auch noch so eine wichtige Sache.
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Was habt ihr denn von den Engagierten gelernt? Das eine ist ja,
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man bringt denen was bei, qualifiziert sie, aber was habt ihr denn von denen gelernt?
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Naja, so erstmal, ich bin ein stumpfer Techniknutzer, habe mich auch nicht dem
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Smartphone verschlossen, aber würde nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen
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gehören, nun ständig darüber nachzudenken oder zu lesen, was dieses Ding kann.
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Und das war schon so, also Mensch,
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schau doch mal, investiere da ruhig mal mehr Zeit, kann sich lohnen.
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Und es ist tatsächlich so, also sind so interessante Aha-Erlebnisse,
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was ich vielleicht auch nutzen könnte.
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Aber auf der anderen Seite, ich mache ja auch ehrenamtliche Beratung,
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Blickpunkt Auge in Berlin einmal im Monat und die Technikfragen nehmen dazu.
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Und das ist schon schön, da mitgenommen zu haben, was man dann in der eigenen
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Beratung weitergeben kann.
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Und so dieses, ach guck mal an, es ist nicht nur diese blöde Sehbehinderung,
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warum du da nicht weiterkommst.
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Andere Leute bleiben aus anderen Gründen da hängen und kommen auch nicht weiter.
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Also kann sehr entlastend sein.
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Das sind so wichtige Dinge.
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Noch ein paar mehr. Zum Beispiel die Rückmeldung zu den Schulungen.
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Also wie wird es aufgenommen, zu gucken, wie kann man es besser machen,
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dass man in der wenigen zur Verfügung stehenden Zeit auch möglichst gut was rüberbringt.
00:11:33.744
Ich schließe mich mal an, Sascha. Gerne. Auf jeden Fall nie aufhören,
00:11:37.964
was Neues zu lernen. Das ist etwas, was ich auf jeden Fall immer wieder mitnehme.
00:11:41.924
Wenn es nicht passt, wird es passend gemacht.
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Dann werden eben die kleinen Helferlein aus der Hosentasche gezogen.
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Dann gibt es Apps, also wenn die Person nicht mich versteht,
00:11:51.884
dann nehme ich mir eine App, wo die Person mitlesen kann.
00:11:55.104
Wenn der Computer für eine sehbehinderte Person nicht funktioniert,
00:11:58.284
dann besprechen wir gemeinsam, wie der besser nutzbar gemacht werden kann.
00:12:02.284
Und die Ehrenamtlichen haben ja meist auch nicht viele Mittel zur Verfügung,
00:12:05.384
aber sie geben alles und ihr ganzes Herzblut, um da irgendwie was auf die Beine
00:12:08.904
zu stellen. Und das finde ich immer wieder sehr beeindruckend.
00:12:11.764
Jetzt wollen wir natürlich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern,
00:12:15.024
nicht eine Qualifizierung hier durchspielen, aber wir wollen Anekdoten hören.
00:12:19.164
Gibt es ein paar Anekdoten, die ihr uns erzählen könnt, Angelika?
00:12:23.599
Also wir haben ja selten Präsenzveranstaltungen, nebenbei gesagt finde ich die
00:12:28.099
immer noch für mich persönlich interessanter, schöner, man hat ein bisschen
00:12:33.299
mehr Zeit, man ist mit den Leuten in Kontakt,
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man kann selbst Erfahrung wirklich anbieten, also wirklich,
00:12:41.199
indem man mit Simulationsbrillen bestimmte Aufgaben mal macht oder machen lässt.
00:12:47.559
Also geht es mit dem Lesen?
00:12:51.239
Es ist leise gestellt. Es tut mir leid. Ach, das ist diese blöde Uhr.
00:12:56.319
Auch die ist im Flugmodus, aber…
00:13:00.759
Entschuldigung. Ja, das sind die Tücken. Und das hatten wir also auch in Hamburg
00:13:05.979
zum Beispiel, diese Möglichkeit.
00:13:07.819
Und da wurden diverse Sachen mit den Brillen gemacht. Manche sagten,
00:13:12.079
das ist ja unmöglich, das geht gar nicht.
00:13:14.199
Da kann ich ja nichts mehr lesen, Sie haben auch 10%, ich habe doch gerade diese
00:13:19.559
Brille auf, wie geht das?
00:13:21.739
Und dann ein bisschen später fragte eine Frau, also eine Teilnehmerin,
00:13:26.879
also ich habe hier, glaube ich, eine kaputte Simulationsbrille.
00:13:30.259
Da steht drauf, die macht AMD, also Makuladegeneration.
00:13:34.279
Die Stelle des schärfsten Sehens funktioniert nicht mehr, in der Mitte ist irgendwie
00:13:38.119
ein Fleck, aber außen ist auch alles unscharf, macht die gleich noch grauen Starr mit.
00:13:43.879
Da wurde mir klar ja man kann viel erzählen aber wenn jemand damit nie zu tun
00:13:49.559
hatte, dann ist es schwer sich dann so ein ganz passendes Bild zu machen,
00:13:54.019
also erstens war toll dass die Dame,
00:13:57.239
wirklich gefragt hat, also macht ja nicht jeder gibt ja auch Leute die brummeln
00:14:01.579
dann hinterher vor sich hin oder so oder sagen egal und das zweite war,
00:14:06.679
die hatte was ganz wichtiges, also die Brille war nicht kaputt,
00:14:10.359
sondern wenn die Stelle des schärfsten Sehens kaputt ist, dann sieht man nirgendwo mehr scharf.
00:14:15.379
Also in der Mitte vielleicht irgendwann gar nichts, aber am Rand ist es auch unscharf.
00:14:19.619
Und das konnten wir dann nochmal so zeigen und erklären und auch warum das so ist.
00:14:25.099
Also da haben die Leute nochmal viel mehr Wissen über diese Erkrankung mitgenommen,
00:14:29.979
nur weil die Dame gefragt hat. War toll.
00:14:32.859
Und eine andere Geschichte war, Gudrun, also vom Schwerienbund fragte,
00:14:36.399
wie ist es denn mit unseren Einrichtungen, könnten die denn auch Digitalkompass-Stand
00:14:41.359
werden als Beratungsstelle.
00:14:43.799
Und dann sagte Marie so nebenher, na klar, die Dresdner vom DBSV sind’s doch schon.
00:14:51.074
Hast du auch noch Anekdoten, Marie-Christin? Ja, das schließt sich so ein bisschen
00:14:55.214
an dem an, was ich schon gesagt habe, was ich immer wieder feststelle.
00:14:59.394
Ab einem bestimmten Punkt in unserer Online-Qualifizierung könnten wir eigentlich
00:15:02.974
rausgehen, habe ich manchmal das Gefühl, weil sie sich dann im Chat irgendwie selber helfen.
00:15:07.774
Dann sagt einer, ach ja, da und da habe ich Schwierigkeiten.
00:15:10.334
Dann schreibt einer im Chat oder meldet sich, ach naja, dann probier doch mal
00:15:13.854
die App aus. Ach so, ja, danke, das mache ich mal.
00:15:16.734
Also und so geht das immer wieder. Und das ist ja auch was ganz Wertvolles von unserem Netzwerk.
00:15:21.074
Sobald die da einmal drin sind, helfen die sich gegeneinander.
00:15:23.754
Die sind nicht gegeneinander, untereinander.
00:15:27.494
Gegeneinander wäre schlecht. Gegenseitig, danke, genau. Und das ist eben was ganz Wertvolles.
00:15:33.074
Ja, voneinander lernen, miteinander lernen. Und ja, wenn man das als Anekdote
00:15:37.014
bezeichnen kann, dann würde ich die nehmen, genau.
00:15:39.954
Wann findet, Angelika, die nächste Qualifizierung statt? Und wo kann man sich informieren?
00:15:45.894
Außer hier Stand D13. Ich will hol es nochmal.
00:15:49.754
Während den Seniorentagen. Also die nächste Online-Schulung ist am 17.
00:15:53.914
Juni, also 17.06. von 10 bis 13 Uhr, Ort, Internet.
00:16:00.034
Also sprich als Videokonferenz online.
00:16:03.394
Und wenn man so Sachen sucht beim Digitalkompass, funktioniert super.
00:16:07.754
Google Digitalkompass Termine oder Digitalkompass Standorte,
00:16:13.234
ist man sofort auf der richtigen Seite. oder www.digitalkompass.de.
00:16:19.334
Dort findet ihr auch den Podcast von heute, weil auch dieser Teil wird aufgezeichnet.
00:16:24.714
Der kommt dann am 13. Mai, nur damit ihr Bescheid wisst.
00:16:29.414
Wir kommen dann jetzt zu unseren weiteren Gesprächspartnern und ich versuche
00:16:34.834
auch, mir da meinen Faden zu finden.
00:16:37.434
Worum geht es bei den Tandems? Das ist eine Frage.
00:16:41.374
Studierende unterstützen Senioren und Menschen, die mobilitätsbeeinträchtigt
00:16:46.014
sind und beantworten sich gegenseitig digitale Fragen.
00:16:53.914
Manchmal helfen die Senioren auch den Studenten, habe ich gehört,
00:16:57.854
aber nur von höheren Sachen.
00:17:00.874
Lilly, mehr auf groß, was ist ein Digitallern-Tandem und wie läuft das da in der Praxis?
00:17:09.025
Genau, wir hatten ja den Begriff schon häufiger gehört und ich glaube,
00:17:13.025
wahrscheinlich haben die meisten jetzt ein grobes Bild, aber ich reiße es nochmal ganz kurz an.
00:17:17.185
Also eine digital unerfahrene Person, häufig ein Senior, aber wir machen da
00:17:22.305
keine Altersvorgaben, wird verbunden mit einer digital erfahrenen Person,
00:17:27.645
die eine Studentin ist oder ein Student an einer deutschen Hochschule.
00:17:30.825
Wir haben im Moment zwölf Kooperationshochschulen und die Leute studieren ganz
00:17:36.265
unterschiedliche Sachen.
00:17:37.305
Also das sind nicht per se IT-Studenten, sondern vielleicht ein Maschinenbauer
00:17:41.905
oder eine Frau, die soziale Arbeit studiert.
00:17:46.325
Und einfach dadurch, dass sie studieren in Deutschland, es geht einfach viel im Studium um Technik.
00:17:53.205
Deswegen ist da das Technikniveau und das digitale Kompetenzniveau recht hoch.
00:17:57.105
Und so können die sich gegenseitig unterstützen und über neun Wochen hinweg
00:18:02.285
werden die digitalen Fragen der digital unerfahrenen Person beantwortet.
00:18:07.925
Was schön ist dabei, das hat ja Bernd vorhin schon gesagt, also Herr Leisen,
00:18:12.265
man trifft sich nicht in Person, sondern übers Festnetztelefon oder übers WhatsApp,
00:18:18.385
den WhatsApp-Chat oder den Videoanruf, je nachdem, was für Sie,
00:18:24.325
also die digital unerfahrene Person am besten passt und auch zu den Uhrzeiten, die Ihnen passen.
00:18:30.685
Also nur weil man ja nicht mehr in der Berufstätigkeit ist, hat man jetzt nicht
00:18:34.585
mehr einen leeren Terminkalender.
00:18:36.545
Ich habe manchmal das Gefühl, das ist eher das Gegenteil der Fall.
00:18:39.685
Und genau die Zeitfenster zu finden, die Ihnen passen, die der studentischen
00:18:43.745
Person passen, das ist so der Vorteil davon.
00:18:46.645
Und in diesen Zeitfenstern tauscht man sich aus und dann hat man hoffentlich
00:18:52.225
danach ein paar weniger Fragen. Das würde uns sehr freuen.
00:18:56.026
Anne-Christin Hotsch, du bist eingesprungen für Merle, die erkrankt ist.
00:19:00.566
Du warst auch als Studentin bereits Lerntandem-Teilnehmerin,
00:19:06.346
also auch Senioren oder die, die es gebraucht haben, digitale Teilhabe,
00:19:12.966
Unterstützung geliefert.
00:19:14.626
Was hat dich motiviert, diesen Weg zu gehen, das zu machen?
00:19:18.106
Genau, ich habe in Vechta Gerontologie studiert.
00:19:21.366
Da war natürlich Digitalisierung im Alter immer auch ein großes Thema.
00:19:24.606
Und dann hatte ich das Glück, über eine E-Mail zu stolpern, wo die neue Runde
00:19:29.826
der digitalen Tandems beworben wurde und habe gesagt, ich würde gerne mitmachen.
00:19:34.806
Hatte davor eigentlich gar nicht so viele Erfahrungen gemacht,
00:19:38.046
außer natürlich mit meinen Großeltern, die ich immer wieder versuche,
00:19:40.926
so ein bisschen anzuleiten und es ihnen zu erklären und dachte dann,
00:19:45.226
warum nicht auch mal einer fremden Person einfach ermöglichen,
00:19:48.566
da ein bisschen kompetenter zu werden und in die digitale Welt einzutauchen.
00:19:53.686
Dr. Hermann Neumann, du warst auch einer der Teilnehmenden und warst dann angemeldet
00:20:06.226
und warst begeistert und hast dann irgendwann gesagt,
00:20:08.706
ja, nicht nur ich brauche das,
00:20:11.106
aber ich würde gerne auch Multiplikator sein.
00:20:13.986
Erzähl uns mal über deine Erfahrungen und wie du dann zum regionalen Multiplikator mutiert bist.
00:20:21.511
Ja, ich bin also ein Senior, man sieht das nicht unbedingt, aber ich bin von
00:20:26.431
der alten Seite und war höchst interessiert immer in digitale Aktivitäten, für mich selber.
00:20:33.031
Kinder können da nicht immer helfen, weil sie weit weg sind,
00:20:35.451
Enkel auch nicht so unbedingt, weil sie noch nicht so alt sind.
00:20:39.191
Aber ich gehörte zu einem Netzwerk, wo ganz viele Menschen waren,
00:20:42.251
die auch digital behindert waren, ich sag’s jetzt mal wirklich so,
00:20:46.051
die nicht wussten, wie kann ich mit so einem Gerät umgehen.
00:20:48.771
Da habe ich die Digital-Tandems gefunden über die Uni Fechter und habe gleich
00:20:54.831
gesagt, das möchte ich auch machen.
00:20:56.391
Bekam eine Studentin zugeteilt, Merle, die heute leider nicht hier ist.
00:21:01.191
Und sie hat mir geholfen, so ein paar Schritte zu tun. Wir haben dann bald gemerkt,
00:21:05.571
das ist eine tolle Sache.
00:21:06.751
Und ich habe dann gesagt, meine Leute, meine Alten im Netzwerk Hahn,
00:21:10.591
damals hieß es noch Seniorennetzwerk, die könnten da mitmachen.
00:21:14.211
Dann habe ich für mich weiter trainiert mit Merle und mit der Uni Fechter.
00:21:18.231
Und habe dann gesagt, Leute hier in Hahn, ihr könnt da mitmachen.
00:21:22.071
Habe dann 120 Leute zusammengebracht, die das auch gemacht haben.
00:21:26.671
Und dann haben wir, das war, ich sage jetzt mal Gott sei Dank,
00:21:29.811
während der Pandemie, was heißt, unsere Seniorinnen und Senior mussten zu Hause
00:21:33.751
bleiben und hatten auf einmal eine Chance, mit jungen Menschen zusammenzukommen
00:21:37.291
und konnten dann lernen auf diese Art und Weise.
00:21:40.471
Und haben dann wirklich überwiegend, sag mal 90 Prozent, mit Begeisterung das
00:21:45.311
mitgemacht. Die haben einen Anruf bekommen von einer Studierenden und konnten dann lernen.
00:21:52.651
Ganz wichtig dabei, das möchte ich nochmal erwähnen, war aber,
00:21:55.671
dass sie eine Tüte bekommen haben.
00:21:57.998
Wir haben eine Lerntüte gepackt, eine einfache Tasche, das hatten wir mit der
00:22:01.958
Uni Vechta so organisiert, mit den Materialien des Digitalkompass und die bekamen die Menschen.
00:22:08.058
Aber die bekamen die nur, wenn sie sich vorher angemeldet hatten.
00:22:11.438
Das ist so ein Effekt wie hier unten, wenn man eine Tüte bekommt oder einen
00:22:14.198
Kugelschrauber, da freut man sich, da geht man hin, das will man machen.
00:22:17.418
Genau das war der Effekt und der hat so viele Leute auch dazu gebracht, das zu machen.
00:22:22.078
Wie waren denn die Reaktionen oder die Erwartungen der Senioren und Seniorinnen?
00:22:26.738
Oder gab es da auch Ängste, wenn man auf einmal mit jemand Fremdes da vielleicht
00:22:30.658
auch sogar in sein Handy guckt oder was auch immer?
00:22:34.138
Wie waren denn da so die Reaktionen oder die Ängste? Gab es da überhaupt Ängste?
00:22:37.878
Die Ängste sind am Anfang groß, aber vor allen Dingen die Scham ist groß.
00:22:41.398
Oder man hat Angst, sich zu blamieren. Man möchte nicht unbedingt zeigen, ich kann das nicht.
00:22:46.078
Man muss also ein niederschwelliges Angebot machen. Ich muss denen also sozusagen die Tüte geben.
00:22:50.698
Ich bekomme etwas, dann kamen die und haben dann auch wirklich gerne mitgemacht.
00:22:54.758
Und wenn man dann erstmal den Kontakt hat zu den Studierenden,
00:22:57.998
dann war es überhaupt kein Thema mehr.
00:22:59.538
Das war dann so, als würde man mit dem Enkel telefonieren. Das war dann schön
00:23:03.778
und hat sich dann erweitert.
00:23:04.838
Ich denke, du kannst das gut wiedergeben, dass die Menschen dann ganz schnell
00:23:10.818
offen waren, um einiges zu teilen.
00:23:13.418
Unter Umständen dann auch die Passwörter. Was ich immer gesagt habe, bitte nicht.
00:23:18.518
Alte Menschen sind manchmal sehr vertrauenswürdig und manchmal zu schnell vertrauenswürdig
00:23:22.578
und geben schnell vieles weg. Also das würde ich nicht so schnell tun.
00:23:26.078
Wenn man aber den Kontakt hat zu den Menschen, wie jetzt Ann-Christin.
00:23:30.878
Dann funktioniert das hervorragend.
00:23:33.418
Ann-Christin, wie war denn für dich der Einstieg ins digitale Lernen als Tandem
00:23:37.058
oder mit deinem Tandem-Partner, Partnerinnen?
00:23:39.998
Wie ging der Einstieg und welche Material oder Hilfsmittel, oder konntest du da zurückgreifen? Ja.
00:23:46.475
Und wie konntest du das Vertrauen auch schaffen? Ja, das Vertrauen schaffen,
00:23:50.415
darum ging es mir natürlich ganz am Anfang. Es war total spannend, unser Einstieg.
00:23:53.835
Meine Partnerin war bereits 82 und hatte aber wirklich keinerlei Vorerfahrung.
00:23:59.815
Sie hatte sich während der Corona-Pandemie einen Laptop gekauft.
00:24:02.855
Der wurde auch von einem sehr netten Mitarbeiter wohl eingerichtet,
00:24:07.035
aber seitdem wurde dieser Laptop nicht mehr benutzt und nicht mehr aufgeklappt.
00:24:11.395
Der erste Kontakt war aber übers Festnetz-Telefon, weil sie hatte zwar auch
00:24:14.835
ein Handy, aber auch da keinerlei Möglichkeiten, irgendwie damit zurechtzukommen.
00:24:20.395
Und unsere ersten Gespräche liefen aber gar nicht so über das Digitale,
00:24:25.055
sondern erstmal haben wir uns gegenseitig kennengelernt, ein paar Geschichten erzählt.
00:24:28.955
Ich habe von mir erzählt, gesagt, wer ich bin. Sie hat von sich selbst erzählt,
00:24:33.015
sodass wir Vertrauen aufbauen konnten.
00:24:34.795
Mir war es sehr wichtig, dass wir eine Atmosphäre schaffen, wo auch Fragen gestellt
00:24:39.715
werden können, die mehrmals schon beantwortet wurden, Dass ihr überhaupt nichts
00:24:42.955
peinlich ist, dass wir gerne auch bei jedem neuen Telefonat erstmal die ganzen Basics durchsprechen.
00:24:49.755
Und so haben wir uns ganz kleinteilig und mit ganz kleinen Schritten immer weiter
00:24:54.575
vorgearbeitet, bis sie jetzt sogar ziemlich aktiv ist.
00:24:59.915
Also ja, das war eine lange Arbeit, aber ganz niederschwellig,
00:25:03.975
ganz langsam, ganz schön. Fragt sie auch noch heute manchmal?
00:25:06.875
Ja, wir haben immer noch Kontakt. Also begonnen hat es knapp vor drei Jahren.
00:25:12.035
Und auch jetzt haben wir Kontakt nicht mehr so regelmäßig. Während des Tandems
00:25:16.135
hat man ja neun Wochen lang wirklich sehr angeregten Kontakt.
00:25:19.795
Aber wir haben mindestens einmal im Monat, dass wir uns austauschen.
00:25:22.595
Dass sie mir Bilder schickt über WhatsApp, das ging am Anfang auch nicht.
00:25:25.655
Ich bekomme also Wochenrückblicke und ja, total schön.
00:25:30.055
Hermann, was sind dann so die beliebtesten Themen, die so bei diesen Tandem-Teilnehmenden
00:25:34.375
aufgetaucht sind, die Sie gefragt haben, Fragen, die gestellt wurden.
00:25:37.975
Was waren denn so die beliebtesten Sachen?
00:25:40.455
Nach meiner Erfahrung ist das Kommunikation im weitesten Sinne.
00:25:43.295
Wie kann ich eine E-Mail schreiben?
00:25:44.815
Wie kann ich WhatsApp benutzen? Wie kann ich Fotos mit den Enkeln austauschen?
00:25:49.775
Wie kann ich Spiele machen?
00:25:51.435
Aber die Kommunikation ist eigentlich das Wichtigste, dass man in Kontakt bleibt
00:25:55.235
mit den eigenen Angehörigen.
00:25:57.795
Die Alten sind dann auch stolz, wenn sie mit ihren Enkeln sozusagen,
00:26:01.295
ohne über die Eltern zu gehen, kommunizieren können.
00:26:03.975
Also Fotos schicken. So, eigene Sachen schicken könnt.
00:26:08.095
Das war eigentlich so einer der entscheidenden Motivatoren für die meisten Seniorinnen
00:26:13.975
und Senioren, da mitzumachen.
00:26:16.395
Ann-Christine, es gab sicherlich mal digitale Themen oder Technologien,
00:26:19.675
die besonders schwierig waren oder wo du vielleicht auch an deine Grenzen gekommen
00:26:24.155
bist oder die nicht so einfach waren zu vermitteln.
00:26:26.575
Wie seid ihr gemeinsam als Tandem da rangegangen?
00:26:29.821
Mit viel Humor. Also anders hätte es, glaube ich, auch gar nicht funktioniert.
00:26:34.021
Ich bin tatsächlich auch an meine Grenzen gekommen, weil es ist doch etwas anderes,
00:26:37.961
neben der eigenen Oma zu sitzen und ihr zu erklären, guck mal,
00:26:41.421
hier ist die Laptop-Tastatur, so kannst du etwas auf Google eingeben oder das
00:26:45.721
übers Telefon zu machen.
00:26:46.841
Ich musste doch feststellen, jeder Laptop hat natürlich einen gewissen unterschiedlichen
00:26:52.541
Aufbau, die Tastaturen sind anders und wenn dann dieser Begriff,
00:26:55.861
jetzt kannst du Enter drücken, gar nicht bekannt war, dann diese Taste erstmal
00:27:00.101
zu erklären und zu sagen, die müsste irgendwo rechts sein, die ist ein bisschen
00:27:02.761
größer mit so einem Pfeil, der nach links zeigt.
00:27:06.481
Ja, ich habe oft versucht, die Sachen zu umschreiben, zu beschreiben und wir
00:27:12.281
hatten auch lustige Diskussionen, dass sie dann gesagt hat, diese Tastatur gibt
00:27:14.841
es auf ihrem Laptop nicht und ja,
00:27:18.341
dann waren wir irgendwann so weit, dass wir uns über WhatsApp auch sehen konnten
00:27:21.741
und Videocall gemacht haben und ich hatte dann die Idee, dass sie mir ihren
00:27:24.921
Laptop ja einfach zeigen kann.
00:27:27.041
Da mussten wir dann erst mal diese Schritte gehen, den Bildschirm drehen auf dem Handy.
00:27:31.521
Und dann diese Fähigkeit zu haben, das Handy so zu halten, dass ich die Tastatur
00:27:36.801
sehe, sie aber gleichzeitig irgendwie aktiv ist auf diesem Laptop.
00:27:40.441
Das war wirklich schwierig, aber es war total lustig. Ich war total froh,
00:27:43.701
dass sie das auch mit Humor genommen hat.
00:27:45.361
Und so haben wir viel gelacht und sind gemeinsam über diese Hürden gekommen.
00:27:49.701
Was hast du außer dem Humor noch gelernt?
00:27:54.301
Ich glaube, ich habe noch mehr…
00:27:57.270
Dass man einfach da auch mit viel Geduld rangehen muss, dass man gerade als
00:28:01.310
junger Mensch auch verstehen muss, wir sind damit aufgewachsen,
00:28:05.010
wir kennen die ganzen Begrifflichkeiten, wir kennen die Handgriffe.
00:28:09.030
Dass so Sachen, die für uns halt natürlich sind, gar nicht etwas ist,
00:28:13.450
was von Natur aus da ist, sondern an welchen Stellen man anfangen muss zu erklären, war für mich auch neu.
00:28:19.210
Und da einfach auch nochmal Schritte zurückzudenken und ganz am Anfang anzufangen.
00:28:24.850
Hermann, du hast gesagt, über 120 Menschen konntest du motivieren,
00:28:27.890
an diesen Tandems teilnehmen zu können.
00:28:30.210
Und ich glaube, dass deine Multiplikatorenaktivität wahrscheinlich noch immer kein Ende kennt.
00:28:36.310
Hast du die eine oder andere Anekdote, die du erzählt bekommen hast?
00:28:41.050
Oder aus deiner eigenen Erfahrung?
00:28:43.930
Ja, es gibt vieles, was man so erzählen kann. Aber was mir so in Erinnerung geblieben ist,
00:28:49.410
ich arbeite noch mit anderen zusammen, mit Schülern und Senioren,
00:28:53.170
Und war dann so, wir kamen im Café, also immer Jugend und Alt,
00:28:57.930
Schülerinnen und Schüler und dann die Senioren kamen dazu.
00:29:01.230
Wir merkten, dass eine Dame jede Woche kam.
00:29:04.130
Und eigentlich hatte sie gar keine Frage. Sie wollte einfach nur töttern.
00:29:08.750
Die wollte einfach nur mal reden. Und das ist ein ganz wichtiger Faktor.
00:29:12.570
Also die Menschen wollen einfach was lernen, klar.
00:29:15.130
Aber wenn sie dann noch einen Kontakt bekommen und noch einen Kaffee,
00:29:17.650
bei uns kriegen sie noch Kaffee und Kuchen, das war super.
00:29:20.510
Da freuten die sich richtig. und dann ging das digitale Lernen ganz einfach.
00:29:24.570
Also das waren so die niederen Schwellen, die man dann hatte und das fand ich
00:29:28.890
toll, also wirklich schön.
00:29:30.670
Und wie war es bei dir an, Christine? Hast du noch eine schöne Anekdote?
00:29:35.016
Ja, ich glaube, diesen Aspekt, den du gesagt hast, dass die vor allem sich unterhalten
00:29:39.436
wollen, dass einfach ein Austausch stattfinden soll, war bei uns auch sehr stark.
00:29:43.956
Außerdem darf man auch nicht vergessen, etwas Neues lernen ist sehr, sehr anstrengend.
00:29:47.876
Wir hatten uns immer für eine Stunde verabredet, aber in dieser Stunde haben
00:29:51.116
wir nicht wirklich 60 Minuten durchgelernt und irgendwas Neues gemacht,
00:29:55.016
sondern meistens vielleicht eine halbe Stunde, manchmal auch nur 20 Minuten,
00:29:59.336
weil sie dann auch sagte, boah, das muss ich jetzt erst mal sacken lassen.
00:30:02.696
Und ja, ich habe die Erfahrung gemacht, dieses Digital Tandem war wirklich toll.
00:30:07.776
Die neun Wochen waren für uns viel zu kurz. Also wir haben wirklich viel länger
00:30:12.056
gearbeitet, aber weil sie auch so viel Interesse hatte und wir wollten immer weiter.
00:30:15.476
Und ja, mittlerweile, ich bin sehr
00:30:17.116
stolz, kann sie sogar über Paypal Überweisungen machen auf ihrem Handy.
00:30:20.536
Und das ging nicht nur durch mich. Also wir mussten da ihren Enkel auch mobilisieren,
00:30:24.576
der dann in den Ferien über da war, weil natürlich da das Problem war.
00:30:27.676
Ich hatte dann direkt die ganzen Bankdaten und sowas hat sie mir alles durchgegeben.
00:30:30.996
Ich habe gesagt, nein, ich will das gar nicht alles hören, aber ja,
00:30:34.116
man kann sehr, sehr schöne Freundschaften da über Generationen hinaus knüpfen, wenn man sowas macht.
00:30:40.676
Und der Enkel freut sich vielleicht, wenn sein PayPal-Konto eingetragen ist.
00:30:44.236
Genau, da geht jetzt das Taschengeld drüber.
00:30:47.976
Welche Begleitunterstützung, Lilly, erhalten Teilnehmende des Digital-Lern-Tandems?
00:30:53.136
Ich glaube, Hermann hat es schon bereits angesprochen, die berühmte Lerntüte.
00:30:57.176
Erzähl uns mal mehr dazu. Genau, die berühmte Lerntüte.
00:31:00.876
Die Schultüte, ist ja auch so gebaut, so Dreieck. Es ist nicht dreieckig, es ist eine Papiertüte.
00:31:08.405
Und Aspekte davon kann man auch bei uns von den Materialien an Stand D13 sehen.
00:31:14.165
Und da erhalten Sie Anleitungen, die sind wirklich so Schritt-für-Schritt-Einleitungen
00:31:20.445
zum Thema zum Beispiel die DB-App. Wir hatten das Thema Deutsche Bahn.
00:31:26.325
Die Art, wie die digitalisieren, ist ja auch interessant.
00:31:31.385
Das führt dann dazu, dass es halt viele Fragen zu dieser App gibt.
00:31:34.485
Und deswegen haben wir da wirklich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
00:31:37.565
WhatsApp auch sehr beliebt.
00:31:40.685
Oder allgemein das Thema E-Mail-Konto einrichten, sicher einkaufen.
00:31:45.585
Und das ist so eine kleine Auswahl von, ich glaube, so fünf bis zehn Handreichungen.
00:31:50.585
Und die wird ihnen dann per Post zugeschickt, wenn man sich angemeldet hat.
00:31:54.325
Du hast es gesagt, so ein bisschen was Lockendes. Also das ist sozusagen auf Seiten der Senioren.
00:31:59.805
Und für die Studenten ist es so, dass wir die Studenten jetzt nicht einfach
00:32:03.425
loslegen lassen, sondern es gibt am Anfang ein Treffen, wo besprochen wird natürlich,
00:32:08.625
was das Ziel ist und auch, dass es diese Materialien gibt.
00:32:13.145
Für die Studenten sind die dann online, die bekommen nicht die ausgedruckte Variante.
00:32:19.545
Und es gibt nochmal ein Lernmodul, das heißt, dass auch nochmal die Studenten
00:32:23.845
ein bisschen flott gemacht werden zu spezifischen Themen.
00:32:26.905
Also was jetzt zum Beispiel Neujahr kam, ist die E-Akte, dass man auch vielleicht
00:32:30.885
als jüngere Person mal sich darüber informiert, dass wenn der Tandem-Partner,
00:32:35.965
die Tandem-Partnerin dazu eine Frage hat, dass man da auch was antworten kann.
00:32:39.405
Und dann gibt es nochmal eine Endreflexion für die Studierenden.
00:32:43.245
Also die Studierenden werden so ein bisschen auf so einer reflexiven Ebene mitgenommen,
00:32:47.585
und die Senioren eher auf einer, man bekommt was geschenkt Ebene.
00:32:54.005
Okay, wir haben ganz am Anfang von den Qualifikationen gesprochen.
00:32:58.925
Angelika, für wen sind die?
00:33:01.896
Also du meinst die Online-Kurse oder Präsenzverhalten. In erster Linie sind
00:33:07.156
es, glaube ich, Digitalkompass-Lotsen, die jetzt sagen, wir wollen uns mit dem
00:33:11.276
Thema Sehen, Hören, Beschäftigen, wir wollen auch für diese Gruppe was anbieten.
00:33:14.936
Dann wurde ja vorhin schon gesagt, Leute von Institutionen, auch aus der Blinden-
00:33:19.536
und Sebenhauten-Selbsthilfe, haben sich schon Menschen angemeldet,
00:33:22.036
um mal zu gucken, was wir da treiben.
00:33:24.096
Oder zum Beispiel jetzt von unserem Standort in Sachsen. Logischerweise macht
00:33:27.876
die Qualifizierung noch mal mit, obwohl die seit Jahren mit dem Thema vertraut sind.
00:33:32.916
Aber man kann es ja auch noch mal in einem anderen Zusammenhang sich antun.
00:33:37.376
Ich wollte da nur darauf hinweisen, dass die Qualifizierung etwas anderes ist,
00:33:41.056
Lilly, wie jetzt für die Studenten. Ja, genau.
00:33:44.576
Die Qualifizierung für die, also die Studenten werden qualifiziert her,
00:33:50.376
aber sie erhalten nicht die Qualifizierung, wenn man das so beschreiben kann.
00:33:54.596
Okay, das ging eigentlich am Anfang von meiner Frage nicht hervor,
00:33:57.576
deshalb habe ich das jetzt nochmal mit eingebaut für jeden, der sich schon seit
00:34:01.176
einigen Minuten ein Fragezeichen auf der Stirn hat malen lassen und ich habe es nicht gesehen.
00:34:06.276
So, wo und wie können sich Interessierte jetzt für die Lerntandems,
00:34:10.416
für das Lerntandem-Programm melden?
00:34:12.356
Genau. Sollte es Menschen geben hier unter Ihnen, die daran Interesse hätten,
00:34:17.656
die Lerntüte wurde angesprochen, man erhält vielleicht eine tolle Tandem-Partnerin wie Ann-Christin,
00:34:23.976
dann kann man das entweder an Stand D13 machen oder wenn man sagt,
00:34:28.596
das will ich doch jetzt im Anschluss machen, ich würde mich nach dieser Veranstaltung
00:34:32.556
an diesem Cocktail-Tisch da hinstellen und dann können wir zusammen zu dem Stand gehen.
00:34:39.316
Dass niemand verloren geht der das vielleicht machen möchte und dann können
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wir sie anmelden es ist kostenfrei.
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Und wir fangen jetzt im April mit einer neuen Runde an und die geht dann neun
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Wochen also sozusagen mit den Sommergefühlen auch in einen digitalen Frühlingsstarten,
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Herzlichen Dank an Lili Mehoff-Groß vom Digitalkompass-Podcast, Dr.
00:35:05.140
Hermann Neumann als Teilnehmender und Multiplikator, an Christine Hotsch als
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Tandem-Partnerin und dann auch an Angelika Rostowski vom DBSV und Marie-Christine
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Möhring vom Deutschland sicher im Netz für eure Antworten und für eure Erklärungen.
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Ich hoffe, Sie, liebe Zuhörer beim Podcast und hier im Saal,
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sind etwas schlauer geworden und wir hoffen, dass wir euch gleich auf dem Stand D13 begrüßen dürfen.
00:35:35.320
Danke, dass ihr da wart. Ich wünsche noch eine schöne Zeit am Seniorentag und
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alles Gute. Vielen Dank. Mein Name ist Sascha Lang. Tschüss.
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Der Digital Kompass Podcast wird ermöglicht durch das Bundesverbraucherschutzministerium.
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Der Digital Kompass ist ein Verbundprojekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der
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Seniorenorganisationen und von Deutschland sicher im Netz.
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Weitere Informationen findet ihr unter www.digital-kompass.de.
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Über Feedback zu diesem Podcast freuen wir uns. Kontakt zu uns und dem Moderator Sascha Lang.
In der Podcast-Folge ging es um diese Fragen:
- Was sind die Herausforderungen für Engagierte, die ihr digitales Wissen an Menschen mit Sehbehinderung weitergeben möchte?
- Was sind die wichtigsten Kompetenzen, die Ehrenamtliche mitbringen oder durch die Qualifizierung entwickeln sollten, um erfolgreich digitale Barrieren abzubauen?
- Welche konkreten Fähigkeiten konnten sich die Teilnehmenden der Lern-Tandems aneignen und welche Rolle spielt das gemeinsame Lernen dabei?
Links aus dem Podcast:
Feedback
Ihre Anmerkungen und Fragen sowie Lob und Kritik können Sie jederzeit per Mail an podcast@digital-kompass.de richten.

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