Staffel 1, Folge 21Kultur für alle – auch digital?
- Beteiligt: Dorothea Lemme von Die Gute Stunde sowie Annette Kleffel und Silvia Faulstich von kulturBdigital der Technologiestiftung Berlin.
- Erschienen am: 15 Okt. 2025
Über die Folge
In der 21. Folge des Digital-Kompass Podcasts sprechen wir mit Dorothea Lemme von Die Gute Stunde sowie Annette Kleffel und Silvia Faulstich von kulturBdigital der Technologiestiftung Berlin. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf ihre Arbeit zwischen analoger Transformation und digitaler Kulturpraxis: Während kulturBdigital Kulturinstitutionen und Kulturschaffende dabei unterstützt, ihre Angebote ins Digitale zu erweitern, setzt Die Gute Stunde vollständig auf virtuelle Formate und digitale Begegnung.
Kultur für alle – auch digital?

Transkript zum nachlesen
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Es gibt ja immer wieder so Technologien beziehungsweise Innovationen, die gehypt werden.
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Und dafür gibt es dann auch temporäre Förderung. Das ist natürlich auch spannend,
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um Neues auszuprobieren.
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Wir sehen aber auch, dass so für grundlegende Standards wie barrierefreie Websites
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gibt es eigentlich kaum noch Fördermittel.
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Und auf der anderen Seite dann aber auch so runterzubrechen,
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dass künstliche Intelligenz zwar in manchen oder für manche Aufgaben sinnvoll ist,
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aber halt keine Allheiltechnologie ist und auf keinen Fall unreflektiert dann
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auch angewendet werden soll.
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Moderator, euer Inklusator, Sascha Lang.
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Kultur für alle in der 21. Ausgabe des Digital Kompass Podcast.
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Und Kultur für alle darf auch gerne digital sein?
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Fragezeichen. Diese Frage beantworten wir hoffentlich in diesem Podcast.
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Ich habe drei Gästinnen bei mir.
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Annette Kleffel, Silvia Faulstich und Dorothea Lemme.
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Liebe Annette, wir haben uns aufs Du geeinigt und auf den Vornamen.
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Stell dich mal bitte unseren Zuhörerinnen vor.
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Ja, hallo, ich bin Annette. Ich arbeite bei der Technologiestiftung Berlin und
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bin da für die Abteilung Kultur und Bildung zuständig, wo unter anderem unser
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wunderbares Projekt Kultur BDigital abgebildet wird.
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Silvia, du sitzt bei Annette im Büro. Was ist dein Job?
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Ich bin Bereichsleitung Kultur bei der Technologiestiftung Berlin und Projektleitung
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von bereits erwähntem Projekt Kultur bei Digital.
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Sehr sympathischer Name steht bei deinem Projekt, liebe Doro,
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und zwar die Gute Stunde. Was heißt das? Was machst du genau?
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Genau, ich bin Doro Lemme und bin Mitgründerin und Projektleitung der Gute Stunde.
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Wir sind eine Initiative für Online-Live-Kulturveranstaltungen für ältere Menschen.
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Steigen wir dann mal ins Thema ein. Ich habe gelesen, Kultur B, digital.
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Ich vermute mal, dass das große B für Berlin steht oder liege ich da falsch?
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Nee, das ist genau richtig und auch sehr gut erkannt. Ich glaube,
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das erkennt nicht jeder.
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Das kommt daher, dass wir eine Kooperation der Technologiestiftung Berlin mit
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der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin sind und wir sind,
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Arbeiten an der digitalen Entwicklung des Berliner Kulturbereichs.
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Jetzt ist natürlich der Vorteil, dass das Digitale nicht wirklich räumliche
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Schranken hat oder dass das dann nur in Berlin passiert, sondern dass da auch
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andere von profitieren, so wie wir auch von anderen profitieren.
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Es ist halt bei der digitalen Entwicklung immer die Herausforderung,
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mit den neuen Technologien auch Schritt zu halten.
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Und wir unterstützen Museen, Theater, Gedenkstätten, Bibliotheken,
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Archive, Literaturhäuser, you name it und die freie Szene, dabei nachhaltig
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und auch bedarfsorientiert digitaler zu werden.
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Also das machen wir, indem wir Praxiswissen vermitteln zum Einsatz digitaler
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Technologien, gute Beispiele zeigen, manchmal auch schlechte Beispiele,
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damit die nicht jeder auch nachmacht.
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Und wir vernetzen die Berliner Kulturszene spartenübergreifend.
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Sehr spannend. Was ist denn die Mission der guten Stunde? Das klingt ja sehr
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entspannt, sehr schön. Was macht die gute Stunde eigentlich?
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Ja, wir bieten seit 2021 Live-Kulturveranstaltungen tagsüber kostenfrei für
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insbesondere ältere Menschen an, aber auch für alle, die Lust haben auf Kunst und Kultur,
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die vielleicht mobilitätseingeschränkt sind, die vielleicht weiter weg wohnen
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von Kultureinrichtungen, die ganz, wie wir schon gesagt haben,
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ortsunabhängig Kultur erleben wollen.
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Gemeinsam erleben wollen und genau, das ist sozusagen auch unser großes Ziel.
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Wir wollen Teilhabe fördern, sowohl kulturelle, aber auf diesem Wege auch digitale Teilhabe,
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weil gerade insbesondere für die älteren Menschen vielleicht auch Kultur eine
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kleine Brücke sein kann in die Digitalisierung und so sind wir auch gestartet
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und ja, es soll auf jeden Fall Lust und Spaß machen, zusammen Kultur anzuschauen.
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Silvia, was bedeutet für dich persönlich und auch digitale Kultur?
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Wie definiert ihr sie jeweils aus eurer Perspektive auch in euren Projekten?
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Ein weites Feld. Also was man natürlich sehr gut kennt aus den letzten Jahren,
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auch im Lockdown, waren Formate, die man aus dem analogen Kulturerlebnis kannte.
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Bühnenstücke, die dann per Stream übertragen wurden, Führungen aus Museen,
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die dann in Instagram auch gezeigt werden.
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Für mich ist digitale Kultur aber auch Kulturschaffen, das direkt im Netz stattfindet
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und mit den Regeln des Internets auch arbeitet.
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Zum Beispiel, was man ganz gut kennt, sind Theaterstücke,
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die nicht mehr auf Bühnen stattfinden, sondern zum Beispiel in Messenger-Diensten,
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wie man sie auf dem Smartphone auch hat, wo sich das Stück beispielsweise direkt
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im Messenger-Dienst entwickelt und man auch mit den Schauspielenden interagieren kann.
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Und dann gibt es auch wiederum digitale Kultur, bei der man gar nicht mitbekommt,
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dass da irgendwie Digitales mit im Spiel ist, sondern sich beispielsweise,
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wenn wir wieder das Bild des Theaters nehmen,
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Theaterstücke auf der Bühne oder in einer ganz anderen Örtlichkeit stattfinden,
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aber das Publikum derart interagieren kann mit dem Stück,
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weil eben im Hintergrund viel Technik verbaut ist, diese Technik aber gar nicht sichtbar wird.
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Also das sind verschiedene Dimensionen, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben.
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Und mir gefällt daran persönlich einfach diese Vielfalt im Ausdruck,
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die nun möglich ist durch das Digitale.
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Doro, wie definierst du denn die Kultur oder die digitale Kultur und inwiefern
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hat sie auch Einzug in dein Projekt?
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Ja, also bei uns ist es schon eher vielleicht, sage ich mal,
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die klassische Bühne mithilfe des Internets zu den Menschen zu bringen.
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Also da aber auch neue Formate, neue Wege ausprobieren.
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Immer interaktiv, weil sonst kann man auch einfach ein YouTube-Video angucken
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oder Fernsehen, ganz klassisch.
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Also genau, die neuen Wege, probieren, wie man einen Raum schafft.
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Jetzt bei uns ist es Zoom, aber es kann ja auch auf jeder anderen App sein,
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dass man miteinander gemeinsam Kultur entdeckt, erlebt, sich austauscht und
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da mithilfe des Internets einfach anders nochmal zusammenkommt.
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Annette, du darfst natürlich uns auch erzählen, wie du die Kultur digital erlebst
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oder wie sie für dich auch in eurem Projekt seine Wahrnehmung hat.
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Ja, für mich ist natürlich digitale Kultur gerade großartig,
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was in den Angeboten von Bibliotheken sich in der Onleihe widerspiegelt.
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Also ich bin ein super Fan von E-Books oder Hörbüchern, die ich über die Bibliotheken
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runterladen kann oder halt entsprechend nutzen kann oder Zeitungen, Zeitschriften, Filme.
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Aber digitale Kultur ist für mich
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auch ganz klar der Einsatz von digitalen Technologien hinter den Kulissen.
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Also das heißt, mit dem, was Kulturakteurinnen in ihrer täglichen Arbeit so
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verwenden und mit was sie arbeiten.
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Das heißt, da gehört auch sowas dazu wie mehr effizient im Datenmanagement,
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im Bereitstellen von Informationen für das Publikum, aber entsprechend auch
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der souveräne Umgang und Einsatz von diesen Technologien.
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Also als Besucherin möchte ich natürlich möglichst schnell und umfassende Informationen
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zum Programm vom Theatern auf meinem Smartphone finden.
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Aber wie kommen die Kulturakteurinnen dann auch dazu, das entsprechend bereitzustellen?
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Im besten Fall natürlich barrierefrei bereitzustellen.
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Und wie entwickeln Sie dann auch oder erweitern Sie dafür auch Ihre Zielgruppe?
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Weil gerade über digitale Medien kann man ja noch ein ganz anderes Publikum erreichen.
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Mit Kultur B. Digital, also ihr habt alle beide zwei unterschiedliche Wege zur
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Digitalisierung. Kultur B.
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Digital unterstützt ja die analoge Kultur, digital zu werden.
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Ich habe da, die erste Frage ist natürlich, was sind da typische Herausforderungen,
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die auf euch zukommen und gibt es auch trotzdem noch Kulturstätten,
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die sagen, nö, nö, wir wollen analog bleiben?
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Vielleicht zur zweiten Frage gleich schon mal die Antwort. Natürlich gibt es
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immer auch Kulturstätten, die sagen, dass das Analoge für sie das Wichtigste ist.
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Was wir natürlich, wenn man dann ins Gespräch kommt, oftmals erleben,
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ist, dass viele Arbeitsprozesse hinter den Kulissen dennoch bereits digital sind.
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Also wir gehen meistens nicht davon aus, dass wir immer 100 Prozent von einem
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komplett digitalen Kulturbetrieb sprechen, sondern je nachdem,
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welche Zielstellung die Kultureinrichtung hat,
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ist es absolut legitim, wenn zum Beispiel das künstlerische Programm rein analog stattfindet.
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Gleichzeitig sehen wir auch, dass viele Institutionen ihre Arbeitsprozesse hinter
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den Kulissen digitaler gestalten wollen und davon vielleicht das künstlerische
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Programm komplett unberührt bleibt.
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Eine Herausforderung, die an uns immer wieder herangetragen wird,
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ist, dass sich einfach der technologische Wandel sehr schnell vollzieht und
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zu fehlenden Technologien Einschätzungskompetenz fehlt.
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Das heißt, die Frage zu den Inhalten, die ich für mich ermitteln möchte als
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Institution oder als Kulturakteurin, zu den künstlerischen Fragen,
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die ich mir stelle, welche Technik passt oder auch die Arbeitsprozesse,
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die organisatorischen Aufgaben, die ich verbessern möchte im Hintergrund.
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Welche technischen Entscheidungen muss ich dafür treffen, damit das besser gelingt?
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Und um diese Einschätzungskompetenz zu verbessern, dafür sind wir da und dafür machen wir Angebote.
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Was auch eine große Herausforderung ist, ist, dass, ich glaube,
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es kennen andere Branchen und Bereiche auch, Fachkräftemangel vorhanden ist.
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Die Kultur hat auch große Probleme, qualifizierte Mitarbeitenden in IT-Berufen
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einzustellen, beziehungsweise es fehlen einfach Kapazitäten und Know-how in
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den Häusern, um da auch besser voranzukommen und sich resilient aufzustellen zu können.
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Um einfach einmal angeschaffte Technik auch langfristig betreiben und weiterentwickeln zu können.
00:10:37.038
Und natürlich, wir reden vom Kulturbereich, geht es auch um die finanzielle
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Ausstattung, um Digitales weiterentwickeln und weiterdenken zu können,
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weil wir einfach in einem Bereich sind, wo viele digitale Innovationen durch
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Projektförderungen ermöglicht werden.
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Das heißt, ist diese Förderung einmal ausgelaufen, dann haben wir ein Nachhaltigkeitsproblem,
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weil beispielsweise die einmal aufgesetzte Webplattform nicht langfristig betrieben
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werden kann oder eine App, die entwickelt wurde,
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personell nicht weiter gepflegt werden kann.
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Und das sind jetzt ein paar der Probleme, die uns in Kultur bei Digital immer
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wieder begegnen, aber sicherlich kennen die ein oder anderen auch noch andere Probleme.
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Bei Gute Stunde arbeitet ihr exklusiv digital, wenn ich das richtig verstanden
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habe, also ausschließlich digital.
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Wo liegen bei euch die Herausforderungen? Ihr transportiert ja sozusagen die
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Kultur nach Hause, wenn ich das richtig verstanden habe.
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Oder an Plätze, wo Menschen zusammenkommen.
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Kann ja auch das Altersheim sein. Pflegeheim hat gesagt, ich spreche sehr viel
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mehr die ältere Generation an. Was sind eure Herausforderungen?
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Ja, also vor allen Dingen die Zielgruppe zu erreichen.
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Wir haben sehr viele Menschen 70 plus, aber auch 80 plus und da ist ja wie bekannt
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die Digitalisierung noch nicht
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unbedingt auf dem Stand, wo sie vielleicht bei jüngeren Menschen ist.
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Also das Erreichen der Zielgruppe ist gar nicht so leicht. Und wie du schon
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gesagt hast, genau, wir machen Veranstaltungen für Menschen zu Hause,
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aber auch in Senioreneinrichtungen oder Mehrgenerationenhäusern.
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Und da Formate zu entwickeln, die dort passen, die dort auch angeschaut werden
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können oder wo Interaktion passieren kann, das ist auch eine Herausforderung.
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Und dann ganz klar stabiles WLAN, haben wir gerade erlebt.
00:12:22.156
Das ist immer auch auf der Seite der Kulturschaffenden manchmal.
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Wir haben natürlich jetzt 150 Veranstaltungen knapp durchgeführt und es gab
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auch immer wieder Probleme mal auf der Seite der Kulturschaffenden.
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Auch da die Herausforderung, dort auch vielleicht ein bisschen Digitalisierung
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zu unterstützen oder da auch ein bisschen Know-how zu vermitteln.
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Genau, dann natürlich die technische Ausstattung.
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Genau. Also es geht darum, halt Formate zu entwickeln, die digital funktionieren.
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Nicht alles, was auf der Bühne funktioniert.
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Funktioniert auch digital. Es ist auch für Kulturschaffende,
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auch die zu identifizieren, ist gar nicht immer so leicht, weil es ist anders.
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Auf der Bühne kriegt man meistens das Feedback direkt.
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Im Internet sind die Mikrofone oft aus oder es kommt verzögert.
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Also man muss auch ein bisschen wissen, wie man die Zielgruppe anspricht,
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wie man damit klarkommt, dass man nicht sofort Applaus kriegt oder vielleicht
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auch gar nicht oder nur virtuell.
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Also das ist natürlich eine Herausforderung. Und dann, wie schon gesagt,
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Förderung, Unterstützung.
00:13:18.971
Also weil wir befinden uns ja an der Schnittstelle von, sagen wir mal, SeniorInnen, Kultur.
00:13:24.271
Und da ist notorisch wenig Geld.
00:13:27.531
Und dann haben wir auch noch die Schnittstelle Digitales. Und oft haben wir
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jetzt auch erlebt in den letzten fünf Jahren, dass sich das eine Ressort weiterschiebt
00:13:35.351
zum nächsten und zum nächsten.
00:13:36.791
Und sagen, nee, das ist ein soziales Projekt. Ach nee, das ist aber ein digitales.
00:13:39.611
Aber nee, das ist doch ein Kulturprojekt. Und genau, da ist so ein bisschen
00:13:42.971
die Herausforderung, wie kann man das nachhaltig machen.
00:13:45.031
Deswegen, also zum Großteil haben wir die letzten fünf Jahre ehrenamtlich gearbeitet.
00:13:49.291
Und genau, das sind die großen Herausforderungen.
00:13:53.071
Ich finde es sehr spannend, weil eure Zielgruppen sind ja sehr divers.
00:13:56.491
Auf der anderen Seite haben wir Kultur B. Digital, wo ich jetzt mal für mich,
00:13:59.851
nach dem, was ihr alles erzählt habt, die Zielgruppe entlarvt habe,
00:14:04.131
Kulturschaffende, die zur Digitalisierung gebracht werden.
00:14:08.871
Eine Digitalisierung, die dann eventuell in einem Programm enden könnte,
00:14:13.671
was ihr mit der guten Stunde wieder in euer Programm aufnehmen könnt und es
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zu den Zuschauern transportiert. Habe ich das gut verstanden?
00:14:22.627
Perfekt dargestellt.
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Und da ist auch eine Herausforderung. Also die Institutionen,
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mit denen wir versucht haben, zusammenzuarbeiten, da ist zwar Wille manchmal
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oder oft digitales, aber natürlich ist man im Tagesgeschäft drin.
00:14:36.167
Das ist jetzt eine Zielgruppe bei uns, die vielleicht aus den Abonnements rausgeflogen ist.
00:14:41.087
Es gibt oft an den Häusern jetzt im Theater oder so junge Sparte,
00:14:45.127
aber es gibt eigentlich nicht unbedingt eine Seniorensparte.
00:14:49.047
Und digitales, dann haben wir mal ab und zu mal Veranstaltungen in Kooperationen gemacht,
00:14:54.047
Digitalia in Graz oder mit anderen Institutionen, aber da auch wirklich zu spüren,
00:15:00.087
dass die Häuser Lust haben, das weiterzuentwickeln, weiß ich nicht, ist schwierig für uns.
00:15:04.307
Also da sind Museen ein bisschen weiter, weil die ganz viel digital anbieten,
00:15:08.247
digitale Führungen etc.
00:15:09.587
Aber so bei Theatern oder Musikhäusern oder so ist es für uns gar nicht so leicht,
00:15:15.287
da einen Zugang zu finden.
00:15:17.118
Ich fände bei dir noch spannend.
00:15:18.578
Doro. Also habt ihr exklusive Veranstaltungen oder sind es auch Veranstaltungen,
00:15:23.758
die insgesamt im Netz stattfinden?
00:15:26.278
Also Silvia hat ja schon ein paar Beispiele gebracht, auch aus der Corona-Pandemie,
00:15:30.538
wo ich dann auch plötzlich auf Angebote aufmerksam geworden bin,
00:15:33.978
die mir so gar nicht präsent waren.
00:15:35.658
Aber ist es dann immer speziell für euer Zielpublikum oder seht ihr auch,
00:15:40.918
das Deutsche Theater hat irgendeine digitale Premiere und ihr informiert dann eure Zielgruppe?
00:15:46.358
Das Problem ist, wenn man, nee, eigentlich das eher nicht, weil die sind nicht interaktiv.
00:15:51.338
Also unser Ziel ist immer Interaktion,
00:15:53.898
weil sonst bleibt so eine Zoom-Übertragung schal, sage ich mal.
00:15:58.618
Also wir haben natürlich Formate, die weniger interaktiv sind,
00:16:01.058
die mehr angucken sind. Wir haben auch ein Theaterstück mit Digitalia,
00:16:04.698
aber das war ein Theaterstück, was schon
00:16:06.058
per se digital war durch eine Abstimmungstool oder in Chat was machen.
00:16:10.738
Also irgendeine Form, man fühlt sich einbezogen, muss es sein.
00:16:15.498
Deswegen ist das gar nicht das Ziel. Und ich weiß nicht, wie es euch ging,
00:16:19.938
aber die Veranstaltung abgefilmt anzugucken, weiß ich nicht.
00:16:23.758
Also es macht die Philharmonie toll, weil es ist einfach klassisch Musik,
00:16:26.998
wunderbar, schöner Sound.
00:16:28.378
Aber sonst, nee, das ist nicht unser Anspruch. Es muss immer eine Form der Interaktion
00:16:32.078
sein. Deswegen braucht man auch eine Form des Austauschs vorher mit den Häusern.
00:16:35.958
Aber zum Beispiel im Städel haben wir, die haben natürlich eine digitale Führung.
00:16:39.518
Die ist ja per se interaktiv, weil ein Museumspädagoge ins Gespräch kommt.
00:16:44.158
Und da kann man aber einfach nur buchen, was sie sowieso anbieten.
00:16:46.538
Das ginge dort. Aber ich finde mit Theatern…
00:16:49.094
Nee, machen wir so nicht. Genau.
00:16:50.914
Versuchen nicht.
00:16:51.514
Vielleicht war das auch ein falsches Beispiel, weil ich habe auch ein tolles
00:16:54.814
interaktives Spiel gemacht von Markina X, wo ich dann tatsächlich auch mit Freundinnen
00:16:59.514
aus Baden-Württemberg gemeinsam im gleichen Theaterstück war.
00:17:03.154
Also sowas Interaktives, das wäre dann schon was, was ihr auch angebündigen würdet.
00:17:07.174
Sowas könnte man auch anbieten, ja. Wir haben halt immer auch tagsüber sind
00:17:10.794
bei unserer Veranstaltung immer, das ist vielleicht auch dann manchmal und versuchen
00:17:13.854
die immer auf eine Stunde, deswegen die gute Stunde, eine Stunde zu begrenzen.
00:17:18.094
Außer es sind jetzt Workshop-Formate, dann ist es auch mal anderthalb Stunden.
00:17:21.594
Aber genau, wir versuchen immer so nachmittags oder zum späten Vormittag was anzubieten. Genau.
00:17:27.634
Ja, ich würde ansonsten zu unserer Zielgruppe noch ergänzen.
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Es ist natürlich auch die Verwaltung beziehungsweise auch so im politischen
00:17:35.334
Umfeld, dass wir einfach auch zeigen, welche Bedeutung Digitalität auch im Kulturbereich hat.
00:17:41.154
Also mit der Senatsverwaltung natürlich eine enge Zusammenarbeit,
00:17:44.444
um entsprechend auch Rahmenbedingungen dann für die Kulturakteurinnen zu schaffen.
00:17:49.324
Was ich bis jetzt rausgefunden habe, auch bei euch, dass ihr ja mehr auf,
00:17:52.704
ich sage jetzt mal, Theaterkultur so fokussiert seid.
00:17:57.024
Ich habe jetzt so Musik und Museen zum Beispiel nicht so gehört.
00:18:01.324
Welche Formate bietet ihr jetzt bei Kultur BDigital an und welche Tools stellt
00:18:08.224
ihr auch zur Verfügung, um den Weg zur Digitalisierung zu gehen?
00:18:11.969
Genau, es ist schon richtig, dass Museen und Theater unsere größten Zielgruppen
00:18:15.609
sind, weil es einfach für Berlin gesprochen auch die am weitesten verbreitete
00:18:19.629
Kategorie von Institutionen sind.
00:18:22.009
Annette hatte es aber vorhin schon angedeutet, wir haben noch mehr in der Gruppe.
00:18:26.849
Da sind Gedenkstätten dabei, da sind Bibliotheken dabei, Konzerthäuser,
00:18:30.769
Opern, kleinere Akteuren aus der kulturellen Bildung.
00:18:34.229
Also das sind ganz unterschiedliche Sparten und das macht auch den Mix immer
00:18:37.869
ganz spannend, weil wir für uns Formate suchen, die spartenübergreifend funktionieren.
00:18:43.209
Das heißt, wir bieten beispielsweise Workshops an, wie man mit Personas arbeiten
00:18:48.129
kann, um zum Beispiel durchzuspielen, wie könnte ein neues Angebot zu bestimmten Zielgruppen passen.
00:18:53.689
Oder auch, was wir sehr gerne machen, sind Werkstattgespräche,
00:18:57.509
wo andere Kulturakteurinnen ihre eigenen Arbeitsweisen, digitalen Arbeitsweisen
00:19:02.009
vorstellen, Erfahrungen austauschen und auch über Dinge sprechen,
00:19:06.069
die nicht gut funktioniert haben mit digitalen Tools.
00:19:08.949
Wir laden Experten, externe Experten und Expertinnen ein, die Hintergrundwissen vermitteln.
00:19:15.629
Beispielsweise ein Thema, was wir immer wieder aufgreifen, ist IT-Sicherheit,
00:19:20.269
auch für den Kulturbereich.
00:19:21.649
Was bedeutet es, die eigene Institution sicherer aufzustellen?
00:19:25.709
Was sind beispielsweise Methoden, mit denen man eigene Mitarbeiterinnen sensibilisieren
00:19:30.249
kann? Also das ist mal ein ganz guter Format-Mix und der ist auch dem Umstand
00:19:34.569
geschuldet, dass wir sehr viele verschiedene Themen aufgreifen bei Kultur bei Digital.
00:19:38.249
Man hat es vielleicht schon rausgehört, es geht bei uns einerseits um die künstlerische
00:19:41.609
Praxis, aber auch die Arbeit mit dem Publikum direkt.
00:19:44.829
Es verschmilzt ja auch manchmal, aber auch sehr, ich sag mal,
00:19:48.389
bodenständige Themen aus dem digitalen Arbeitsalltag, wie IT-Sicherheit oder
00:19:52.709
auch, wie die eigenen Projekte besser organisatorisch abgewickelt werden können.
00:19:57.052
Wir haben ja schon bei euch, Doro, ermittelt, dass das Zielpublikum dann eher
00:20:01.032
der Konsument ist, nenne ich ihn mal so.
00:20:03.172
Dann eher im Seniorenbereich. Wie schafft ihr diese Nähe?
00:20:07.792
Welche Tools nutzt ihr da? Du hast schon von Zoom gesprochen.
00:20:12.592
Ist das das Einzige? Gibt es da noch andere Möglichkeiten?
00:20:15.232
Zum Beispiel gibt es ja in Hamburg auch bei Anruf Kultur vom Blinden- und Seminernverein.
00:20:19.632
Was sind so eure Tools, die ihr nutzt?
00:20:21.852
Also wir unsere Veranstaltungen finden ausschließlich über Zoom statt.
00:20:25.912
Haben wir relativ schnell festgestellt, was ist für uns das Stabilste von den
00:20:29.952
Tools und vielleicht auch das Preiswerteste.
00:20:32.712
Das muss nicht heißen, dass es immer dort bleibt.
00:20:36.492
Aber wie wir Nähe herstellen, ist natürlich immer durch eine Form der Interaktion.
00:20:41.372
Wer sich beteiligen will, kann.
00:20:43.572
Wir haben auch sowas wie das digitale Foyer, dass wir immer eine Viertelstunde
00:20:46.752
vor der Veranstaltung den Raum schon öffnen und schon ins Gespräch kommen. Wo kommen die Leute her?
00:20:51.352
Und einige Gesichter kennt man, aber es sind auch immer mal wieder neue dabei.
00:20:55.452
Also da auch ins Gespräch gehen durch eine Moderation von einem von uns aus dem Team.
00:21:01.292
Also das ist auf jeden Fall etwas. Dann arbeiten wir aber auch oder versuchen
00:21:05.372
wir auch mit digitalen BegleiterInnen zu kooperieren.
00:21:08.612
Da gibt es ja verschiedene, die heißen überall anders in den Bundesländern.
00:21:11.252
Mal sind es Ehrenamtliche, mal sind es Menschen, die dafür Geld kriegen,
00:21:15.152
dass sie dort auch sozusagen die Älteren unterstützen beim Zugang zu unseren Veranstaltungen.
00:21:21.472
Und das schafft natürlich vor Ort dann vielleicht auch eine Form der sozialen
00:21:25.352
Interaktion und der Nähe.
00:21:27.512
Für jeden sind die nächsten drei Begriffe wahrscheinlich anders zu handhaben.
00:21:32.532
Bei Kulturschaffen ist KI, Barrierefreiheit, ja, ein bisschen was anderes,
00:21:37.992
auch hybrid bei euch, bei der guten Stunde auch wiederum anders zu bewerten.
00:21:42.952
Da braucht man vielleicht nicht so viel KI, aber dafür Barrierefreiheit,
00:21:45.652
wobei KI ist, glaube ich, überall. Komm, wir gucken mal kurz auf diese drei Begriffe.
00:21:50.292
Wie sind die in eurer Arbeit zu finden beim Kultur-B-Digital zum Beispiel?
00:21:56.062
Es gibt ja immer wieder so Technologien beziehungsweise Innovationen, die gehypt werden.
00:22:02.362
Und dafür gibt es dann auch temporäre Förderung. Das ist natürlich auch spannend,
00:22:06.982
um Neues auszuprobieren.
00:22:09.022
Wir sehen aber auch, dass so für grundlegende Standards wie barrierefreie Websites
00:22:15.362
gibt es eigentlich kaum noch Fördermittel.
00:22:17.742
Und auf der anderen Seite dann aber auch so runterzubrechen,
00:22:21.842
dass künstliche Intelligenz zwar in manchen oder für manche Aufgaben sinnvoll ist,
00:22:27.342
aber halt keine Allheiltechnologie ist und auf keinen Fall unreflektiert dann
00:22:32.742
auch angewendet werden soll.
00:22:34.882
Also wir werden halt oft gefragt, ob nicht einfach jetzt auch ein Avatar für
00:22:40.122
deutsche Gebärdensprache nicht jetzt ein guter Ersatz ist für Dolmetschende,
00:22:44.302
die man nicht so einfach und auch nicht kostenfrei entsprechend bekommt.
00:22:50.422
Oder dass Übersetzung in leichter Sprache ja jetzt ganz einfach über eine KI erfolgen kann.
00:22:56.362
Und da aber auch zu vermitteln, dass das eben kein Ersatz ist für tatsächlich
00:23:01.062
professionelle Übersetzungen und entsprechend Vorgehensweisen.
00:23:04.482
Also da auch so ein bisschen den Reality-Check jeweils zu haben.
00:23:08.989
Das andere bei hybriden Formaten, die sind bei uns manchmal sinnvoll,
00:23:13.689
sind aber auch extrem ressourcenaufwendig.
00:23:16.489
Also auch da ist wieder der Punkt, man muss den Nutzen abwägen und vor allen
00:23:21.409
Dingen auch jeweils schauen, welche Zielgruppe angesprochen werden sollte.
00:23:25.769
Wie ist es Beuisterung?
00:23:27.789
Ja, KI, also jetzt nicht im Speziellen.
00:23:32.329
Barrierefreiheit, klar, streben wir an, aber ist natürlich immer mit Voraussetzungen verbunden.
00:23:37.849
Man muss die Technik haben, man muss ein paar Begriffe verstehen,
00:23:42.509
man muss vielleicht so einen Zoom, man muss wissen, wo man anklickt, was man tut.
00:23:48.409
Wir versuchen es so leicht wie möglich zu machen und da auch Unterstützung anzubieten,
00:23:52.909
aber genau, ob es ganz barrierefrei ist, weiß ich nicht genau.
00:23:57.229
Hybride Formate haben wir schon gemacht, aber da gehe ich mit Annette d’accord.
00:24:01.209
Ich bin nicht so ein großer Fan, weil es auch immer für denjenigen,
00:24:04.129
der auf der Bühne steht, gar nicht so leicht ist, beide die Menschen vor Ort
00:24:08.149
und die im Bildschirm oder digital anzusprechen, dass da oft irgendwas zu kurz
00:24:12.989
kommt und es sehr aufwendig ist,
00:24:15.389
wenn man dann doch nochmal andere Technik braucht.
00:24:18.269
Weil wir haben es ja oft leicht, wenn es mal eine Lesung ist oder selbst Impro-Theater,
00:24:21.909
kann man dann drei Bildschirme machen.
00:24:23.729
Jetzt hatten wir auch ein digitales Theaterstück mit Publikum vor Ort und dann
00:24:29.049
muss verschiedene Kamera einstellen.
00:24:31.089
Also es ist ganz anders aufwendig und teuer auch.
00:24:34.049
Ist es für den Künstler kompliziert oder eher für die Maschinerie dahinter?
00:24:39.389
Weil der Künstler auf der Bühne, dem kann es ja prinzipiell egal sein,
00:24:42.489
auf der Bühne, vor ihm Leute oder hinter dem Bildschirm Leute.
00:24:45.969
Aber er muss sich beide ansprechen. Und das hinzubekommen, also man muss ja
00:24:51.209
theoretisch, geht es bei uns immer darum, dass man auch als Kulturschaffende
00:24:54.609
die sieht, die am Bildschirm sitzen.
00:24:56.269
Die muss man auch wieder eigentlich hören, damit es wirklich Interaktion ist.
00:24:59.949
Also das ist gar nicht so leicht, auch für denjenigen, der auf der Bühne steht.
00:25:05.695
Also, weiß ich nicht. Also haben wir, wie gesagt, schon gemacht,
00:25:09.875
aber ich finde, irgendwie kommt immer ein bisschen was zu kurz und also wir
00:25:13.775
merken, das muss auch nicht unbedingt sein.
00:25:16.315
Also es sind zwei unterschiedliche Dinge, finde ich.
00:25:18.715
Wir können analog sein und wir können eine digitale Veranstaltung machen.
00:25:23.235
Es gibt ja mehrere Menschen, die vielleicht von Kultur ausgeschlossen sind.
00:25:28.815
Manchmal ist das die Sprachbarriere, manchmal, wir haben ja schon gerade angesprochen,
00:25:32.155
auch die Barrieren, die digitalen Barrieren, die auftauchen oder die analogen
00:25:36.555
Barrieren gibt es natürlich auch. Also davon mal abgesehen, es ist ja nicht
00:25:40.115
so, dass in der analogen Welt alles schon barrierefrei wäre, das wäre ja ein Traum.
00:25:43.595
Wie gelingt es euch, diese Menschen abzuholen bei Kultur, bei Digital,
00:25:48.055
wobei ihr ja noch nicht so direkt jetzt mit dem Zielpublikum arbeitet,
00:25:52.155
sondern eher, dass eure Zielgruppe die Angebote schafft, um alle abzuholen?
00:25:57.435
Genau, also wir haben natürlich eine Zielgruppe, die schon digital affiner ist
00:26:04.035
und sich auch quasi über unser Angebot noch mehr über digitale Möglichkeiten informiert.
00:26:09.635
Das heißt aber nicht, dass wir nur Menschen gegenüberstehen,
00:26:13.635
die digital atmen und determinative sind, sondern wir haben natürlich auch Personen
00:26:18.015
in der Zielgruppe, die ein niedrigschwelliger Zugang zu bestimmten Technologien
00:26:21.975
geschaffen werden muss.
00:26:22.955
Und das versuchen wir auch immer in Kultur bei Digital allein schon durch die
00:26:26.035
Art, wie wir über digitale Technologien kommunizieren, nämlich nicht als Insiderwissen,
00:26:31.195
sondern eben als Technologie, die den eigenen Arbeitsalltag erleichtern soll.
00:26:34.635
Wir versuchen auch in unseren Workshops, Vorträgen, den verschiedenen Formaten, die wir anbieten,
00:26:40.295
so einfach wie möglich das Herangehen an digitale Technologien zu ermöglichen,
00:26:45.835
die Einstiegshürden sozusagen zu verringern und eben bestimmte Vorgehensweisen
00:26:51.195
nicht als einfach gesetzt hinnehmen, sondern erklären.
00:26:54.451
Genau, dann Ebene obendrüber. Wie helfen wir Kulturakteurinnen,
00:26:59.451
selbst Hürden abzubauen?
00:27:00.971
Wir versuchen in unserem Jahresprogramm immer wieder Themen mit aufzugreifen,
00:27:05.391
die sich darum drehen, Barrieren eben zu verringern.
00:27:08.991
Digitale Barrierefreiheit ist ein wiederkehrendes Thema bei uns.
00:27:11.851
Das heißt, wir versuchen für Hürden zu sensibilisieren,
00:27:16.411
Tools und Techniken und Methoden aufzuzeigen, mit denen man selbstständig,
00:27:19.951
auch wenn man selbst nicht Entwickler oder Entwicklerin ist,
00:27:23.051
bereits zum Beispiel auf der eigenen Website Probleme erkennen und die beheben
00:27:26.951
kann mit eigenen Mitteln.
00:27:29.011
Und wir versuchen auch, Arbeitsweisen zu verankern. Da sind Literale stärker
00:27:33.911
dran, die das direkte Arbeiten mit unterschiedlichen Zielgruppen vorantreiben.
00:27:40.051
Das heißt, dass zum Beispiel Fokusgruppenarbeit, ich lade Personen ein,
00:27:43.871
die meine eigenen Angebote durchleuchten, kritisch diskutieren und sagen,
00:27:47.971
wo sie selbst Hürden erleben, dass solche Arbeitsweisen noch viel häufiger werden im Kulturbereich.
00:27:53.651
Wie ist das bei euch, Doro, mit der Barrierefreiheit? Freiheit?
00:27:57.011
Wie kriegt ihr die Teilhabe von den Menschen geschaffen, die jetzt nicht so
00:28:01.391
den Zugang haben digital?
00:28:03.371
Ja, also ganz wichtig sind MultiplikatorInnen, also Leute, die wirklich vor
00:28:08.131
Ort vielleicht auch, also da sind wir manchmal im Austausch, sei es mit den
00:28:12.371
Volkshochschulen oder mit Ehrenamtlichen, die in Mehrgenerationenhäusern Angebote
00:28:17.651
anbieten oder klar, viel ist auch über Empfehlungen, dass der eine Person sein,
00:28:23.251
die nächstes weiterempfehlt.
00:28:24.171
Wir müssen natürlich auch bei unserer Zielgruppe analoge Wege suchen,
00:28:28.811
um sie zu erreichen, also über Flyer, Plakate oder klassische Pressearbeit,
00:28:33.671
weil wir haben zwar auch Social-Media-Auftritt, aber das ist in der Zielgruppe,
00:28:37.451
glaube ich, gar nicht so leicht dort, die Menschen wirklich zu erreichen.
00:28:42.071
Und sonst, wie ich schon gesagt habe, versuchen wir wirklich auch mit Menschen
00:28:45.031
zusammenzuarbeiten, die digitale Begleitung anbieten.
00:28:47.711
Wir versuchen auch oder wir haben auch im Angebot kostenfreie Technik zu verleihen,
00:28:53.191
um dort auch zu ermöglichen, dass das kein Hindernis ist.
00:28:57.631
Aber genau, Bedingung ist natürlich, dass Menschen auf irgendeine Art ein bisschen
00:29:01.791
kulturaffin sind und Lust haben oder sich darauf einlassen, in den digitalen
00:29:06.771
Raum zu gehen. Und da haben wir aber auch nicht den Anspruch.
00:29:09.851
Also Alter ist divers, Menschen sind divers, darf jeder machen,
00:29:12.831
wie er will. Es ist ein Angebot und wir versuchen es bekannter zu machen.
00:29:17.831
Aber es muss auf jeden Fall jemand sein, der auch Lust hat, Kultur zu erleben.
00:29:22.991
Also das ist schon mal eine Voraussetzung.
00:29:26.531
Ihr habt jetzt, ja.
00:29:28.687
Ich wollte zu Dorothea noch was sagen. Ist das in Ordnung? Ja, klar.
00:29:32.827
Ja, ich finde es sehr schön, dass du das ansprichst, Dorothea,
00:29:35.627
dass man mitunter auch Technik zur Verfügung stellen muss.
00:29:38.107
Das erleben wir auch in Kultur bei Digital, dass es einfach wichtig ist,
00:29:41.847
einen Raum herzustellen, in dem man auch experimentieren kann,
00:29:45.147
in dem man, ohne dass man eigene Anschaffungskosten hat, sich mit digitaler
00:29:48.547
Technik beschäftigen kann.
00:29:49.887
Deswegen haben wir immer wieder Momente, wo wir eben Geräte anleihen,
00:29:53.467
wo wir Accounts oder Nutzerinnenprofile für unsere Gäste anlegen,
00:29:57.987
die dann hinterher auch wieder löschen.
00:29:59.447
Das heißt, diese ganze Logistik vornehmen für Kulturakteurinnen,
00:30:02.907
damit bei ihnen nicht diese Last liegt und damit auch nicht die Hürde,
00:30:06.807
sich mit diesen Technologien dann auseinanderzusetzen oder mit bestimmten Tools und Software,
00:30:11.567
die sie vielleicht für ihren Arbeitsalltag nutzen könnten. Sehr spannend.
00:30:14.807
Die digitale Barrierefreiheit ist ja, wie ich jetzt schon gehört habe,
00:30:20.647
auch bei euch allen irgendwo präsent.
00:30:22.867
Sie ist nicht immer umsetzbar.
00:30:25.167
Ich meine, der Digitalkompass sorgt ja auch dafür, dass die Barrieren überwunden werden.
00:30:29.967
Wir haben vor kurzem noch in einer Versammlung teilgenommen,
00:30:32.527
da ging es um die Abschaffung der CD,
00:30:35.007
dass die CD jetzt nicht mehr demnächst das Material ist, wo wir Informationen
00:30:39.267
für Blinde und Sehbehinderte übermitteln, wo wir jetzt Alternativen schaffen
00:30:43.187
müssen, entweder Internet oder Minidisc, also nicht die Minidisc,
00:30:47.147
sondern die kleinen CF-Karten und so weiter.
00:30:49.647
Also dieser Umschwung ist ja überall präsent.
00:30:53.267
Wie bewusst ist denn euer Zielpublikum bei Kultur B Digital mit diesem Thema Barrierefreiheit?
00:31:00.247
Wie viel wissen Sie darüber oder wie viel denken Sie überhaupt daran,
00:31:05.867
welche Zielgruppe das erreichen kann? Wenn ich jetzt eine analoge Kulturstätte
00:31:09.867
habe, ist es ja klar, der Rollstuhlfahrer muss irgendwie rein.
00:31:12.907
Das braucht eine Behindertentoilette, gegebenenfalls bei der Vorstellung Gebärdendolmetscher
00:31:17.807
oder Audiodescription.
00:31:19.167
Aber das wird ja manchmal bei den Kulturstätten als zweitrangig.
00:31:22.947
Zuerst mal gesehen, nicht bewusst, aber unbewusst. Da ist jetzt erst mal die
00:31:26.227
Zugänglichkeit vom Gebäude her. Wie ist das bei euch da?
00:31:30.164
Also auch wieder sehr unterschiedlich.
00:31:32.924
Also verpflichtend ist es natürlich, aber wir merken halt auch,
00:31:37.164
dass zum Teil auch DienstleisterInnen Webseiten entwickeln oder anbieten,
00:31:43.344
die dann eben nicht barrierefrei sind und dann entsprechend Zusatzkosten aufgerufen
00:31:48.324
werden, damit sie dann barrierefrei gemacht werden.
00:31:50.764
Also da versuchen wir schon auch mit Hilfestellungen, mit Tipps und Tools für
00:31:55.524
den Einstieg, wie man jetzt zum Beispiel barrierefreie Webseiten macht.
00:31:59.884
Wir holen uns aber auch immer wieder so Best-Practice-Beispiele,
00:32:04.264
also wie zum Beispiel barrierefreies Posten gut erfolgen kann.
00:32:07.924
Und da gibt es halt zu unterschiedlichen Themen auch viele oder einige Kulturakteurinnen,
00:32:13.884
die da halt entsprechend schon Erfahrungen gemacht haben und auch umgesetzt haben.
00:32:18.324
Sei es in barrierefreien Ausstellungen oder auch in so Projekten,
00:32:23.284
wo geguckt wird, wie kommt man eigentlich zu dem jeweiligen Kulturangebot.
00:32:29.024
Du hast es ja schon mit den entsprechenden Barrieren vor Ort angesprochen,
00:32:35.384
aber auch, wie komme ich überhaupt von zu Hause erstmal über eine Busverbindung
00:32:38.984
dann zu der Gedenkstätte und das wiederum dann auch zu adressieren und sei es
00:32:43.484
über Informationen auf der Website und so.
00:32:45.584
Also es ist eine vielseitige Herausforderung.
00:32:50.410
Ich sehe eher, dass es noch nicht vollempfänglich ist, sondern immer wieder
00:32:55.450
so einzelne kleine Inseln oder Leuchttürme sind.
00:32:59.630
Wir gucken aber auch, wie man das so ein bisschen bündeln kann,
00:33:03.190
weil ich glaube, fast alle Kultureinrichtungen haben die Bedarfe,
00:33:06.110
das dann auch von entsprechenden Expertinnen in eigener Sache mal testen zu lassen.
00:33:12.170
Aber da ist die Gruppe, die solche Tests durchführen kann, ist ja auch irgendwann
00:33:16.510
endlich, auch zeitlich sehr eingespannt. Und da schauen wir gerade,
00:33:20.890
ob wir sowas zusammenführen könnten.
00:33:23.190
Also, dass man einfach auch einen Pool an Expertinnen hat, die man jeweils für
00:33:27.770
Zugänglichkeitsthemen ansprechen kann.
00:33:31.030
Doro, die Menschen, die eure Kulturangebote empfangen…
00:33:35.934
Sollen die so barrierearm wie möglich empfangen?
00:33:38.354
Du hast gesagt, ihr arbeitet da dran. Es ist noch nicht so ganz da, wo ihr sein wollt.
00:33:43.854
Wie kommen wir denn da hin?
00:33:45.074
Oder was sind die Ideen, die ihr entwickelt, um da hinzukommen?
00:33:49.294
Zum Beispiel kann man ja bei Zoom auch ein anderes Fenster haben,
00:33:52.654
wo Gebärdendolmetsch wird.
00:33:53.934
Man kann, glaube ich, auch sogar bei Sprachenübersetzungen, ich denke mal,
00:33:58.154
dass man dann auch ein Audio-Description-Fenster aufmachen kann für Blinde und Sehbehinderte.
00:34:03.234
Sind das Möglichkeiten? Ich weiß, dass das alles immer auch mit Geld zu tun hat.
00:34:07.294
Ja, also ich meine, ich sage immer, wir sind ein lernendes Projekt.
00:34:11.434
Wir versuchen unser Bestes und uns auch weiter selber weiterzubilden.
00:34:16.294
Und ja, aber auch im Austausch mit unserer Zielgruppe oder mit unseren Gästen zu bleiben.
00:34:20.874
Also es gab schon Veranstaltungen. Klar, da wurde darum gebeten,
00:34:23.074
bitte die Untertitel anzumachen oder solche Dinge. Also dass man darauf eingeht.
00:34:28.194
Genau, es hat was auch mit Geld, mit Ressourcen zu tun, mit Zeit.
00:34:31.934
Und wir haben schon ganz viel nachjustiert, sei es in der Sprache,
00:34:36.474
wenn man dann manchmal mit Entwicklern zusammen eine Webseite baut oder Newsletter-Anmeldung,
00:34:41.574
dann ist die Bestätigungs-E-Mail auf Englisch und du denkst,
00:34:44.554
naja, aber ich meine, das ist doch die Zielgruppe jetzt.
00:34:47.114
Eigentlich seid ihr doch die
00:34:47.914
Profis, also man merkt, da ist auf vielen Fronten noch eine Menge zu tun.
00:34:53.614
Andererseits denke ich dann manchmal, okay, in zehn Jahren ist,
00:34:56.114
also wenn es jetzt um, sagen wir mal, dieses technologische oder digitale Wissen
00:35:00.774
geht, ist es in zehn Jahren, haben wir schon wieder eine andere Generation,
00:35:03.414
die noch weiter ist und die viel affiner ist.
00:35:06.414
Aber wenn es natürlich um sowas wie Sehbehinderung oder geschädigte Menschen
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geht, klar, da sind wir noch nicht da, wo wir sein können. Auf jeden Fall nicht.
00:35:16.654
Wir nähern uns so langsam dem Ende des Interviews zu. Da will man ja immer so
00:35:20.354
einen kleinen Blick nach vorne werfen.
00:35:22.494
Die Glaskugel liegt auch schon hier, wo ihr Wünsche äußern dürft.
00:35:25.614
Wo seht ihr denn, bei dir angefangen, Annette, jeder darf da was dazu sagen.
00:35:29.854
Wo seht ihr, was Was wünscht ihr euch für die digitale Kultur der Zukunft?
00:35:35.548
Dass man so einen souveränen Umgang mit den digitalen Möglichkeiten,
00:35:40.348
also sowohl Hardware, Software hat, also mit den entsprechenden Werkzeugen und
00:35:46.028
dass man, das hatten wir eingangs gesagt,
00:35:47.928
tatsächlich auch so eine Einschätzungskompetenz hat. Was brauche ich wirklich?
00:35:52.088
Ist jetzt der Chatbot wirklich das, was meiner Zielgruppe oder mir in der Arbeit
00:35:57.148
hilft oder irgendein Avatar oder reicht es nicht einfach auch nur,
00:36:02.108
entsprechende Informationen auf anderem Wege bereitzustellen?
00:36:05.548
Und ich würde mir auch eine Offenheit bei der Bereitstellung von Informationen wünschen.
00:36:12.608
Also wir sind bei dem Thema Open Data hier in Berlin halt immer wieder dran,
00:36:17.228
dass Verwaltungsdaten geöffnet werden.
00:36:19.308
Aber da wäre es auch einfach grandios, wenn Kulturdaten und sei es zu Orts-
00:36:24.348
und Öffnungszeiten und sowas einfach offene Daten zur Verfügung stehen,
00:36:29.108
die ganz viele für tolle Angebote nutzen können.
00:36:32.228
Silvia?
00:36:33.348
Ich schließe mich natürlich dem, was Annette gesagt hat, sofort an.
00:36:36.828
Was ich mir noch wünsche, ist, dass der Experimentier- und Ausprobiergeist der
00:36:41.868
letzten Jahre sich fortsetzt, weil ich sehe da durchaus gerade eine Verlangsamung
00:36:45.768
im Ausprobieren digitaler Werkzeuge, neuer Formate.
00:36:49.868
Und natürlich wünsche ich mir in dem Zusammenhang auch, dass es auch wieder
00:36:53.228
eine diversifiziertere Förderlandschaft gibt, weil in den letzten Jahren sich,
00:36:58.648
gerade in den letzten zwei Jahren, sich sehr viele Programme abgewickelt haben.
00:37:02.268
Einfach verschwunden sind, beziehungsweise beendet wurden und auch dann ersetzt
00:37:06.468
wurden durch, ich sag mal,
00:37:08.068
Schwerpunktprogramme, die sich dann zum Beispiel konzentrieren rein auf bestimmte
00:37:12.068
Technologien wie künstliche Intelligenz und damit auch anderen spannenden Technologiefeldern,
00:37:18.148
die für die künstlerische Praxis genutzt werden könnten, einfach keinen Raum mehr bieten.
00:37:22.990
Genau, das wäre einer meiner vielen, vielen Wünsche, die ich jetzt hier aber
00:37:26.270
mal beschränke auf diesen.
00:37:27.990
Doro, was liegt in deiner Glaskugel?
00:37:30.270
Ich wünsche mir noch mehr digitale Kultur. Ich wünsche mir noch mehr Angebote,
00:37:35.850
insbesondere im Bereich kultureller Bildung für Ältere.
00:37:38.230
Also da merke ich, da ist eine große Resonanz. Da sagen viele Leute,
00:37:42.050
ach Mensch, so ein Konzert um die Ecke kriege ich noch.
00:37:44.550
Aber ich finde hier keine Gleichgesinnten auf dem Dorf, die mit mir malen.
00:37:47.430
Oder Schreibworkshop bieten wir jetzt nächstes Jahr an, über drei,
00:37:50.570
vier Sitzungen und so weiter. Also das wünsche ich mir mehr.
00:37:53.290
Ich wünsche mir auch mehr Förderung und vor allen Dingen auch mehr Anerkennung
00:37:56.610
dafür, dass auch digitale Kultur eine Form der Teilhabe ist.
00:38:00.290
Also da merke ich, da haben wir auch schon Ablehnungen bekommen.
00:38:02.570
Wir sehen hier keinerlei Form der Teilhabe oder so.
00:38:04.770
Das ist dann so, wo ich denke, ja, da sitzen auch an den Entscheiderpositionen,
00:38:10.830
glaube ich, noch sehr viel Kritische oder sagen wir mal Leute,
00:38:13.230
die denken, das brauchen wir alles nicht, das ist schnickschnack.
00:38:16.130
Und ich denke, das eine heißt nicht, das andere aufzugeben, aber es ist ein
00:38:19.770
wunderbarer Zusatz, den die technologische Entwicklung uns ermöglicht hat in
00:38:25.710
den letzten Jahren. Und es ist ein weiteres Angebot.
00:38:28.410
Und ich finde, ja, es wäre toll, wenn da einfach auch noch mehr Interesse besteht,
00:38:33.130
auch vielleicht weitere Formate
00:38:34.610
zu entwickeln, die auch insbesondere ein älteres Publikum ansprechen.
00:38:39.030
Genau, und da einfach es weitergeht und eine nachhaltige Entwicklung gibt.
00:38:43.330
Und wenn es jetzt um Technologien gibt, da wünsche ich mir, dass es irgendwann
00:38:47.410
die Möglichkeit gibt, dass man gemeinsam singen kann, weil ohne Verzögerung,
00:38:50.810
das funktioniert nicht.
00:38:52.110
Aber wir haben immer ein gemeinsames Chor singen im nächsten Jahr einmal im Monat auf jeden Fall.
00:38:57.450
Und genau, es ist halt immer schade, die anderen müssen alle ihre Mikrofone
00:39:00.410
aushaben. Aber vielleicht kommen wir irgendwann dahin. Und ich weiß, es
00:39:03.090
Gibt so technologische Entwicklungen.
00:39:04.990
Gab es auch in der Corona-Zeit. Es sind dann so Software, die man sich runterladen kann.
00:39:08.650
Aber wenn es irgendwann auch mal einfach über Zoom ginge, das wäre toll.
00:39:12.230
Wenn wir gleichzeitig ohne Kakophonie singen könnten.
00:39:15.810
Das heißt, ist es für dich definitiv ein Trend, den du beobachtest?
00:39:19.930
Welcher Trend würde dir noch gut gefallen
00:39:22.130
bei der Digitalisierung der Technologien, die so auf uns zukommen?
00:39:27.851
Ja, da bin ich glaube ich dann wahrscheinlich nicht fit genug,
00:39:31.871
aber vielleicht, dass es, ja, nee, eigentlich, also ich glaube,
00:39:35.511
das ist das, was ich jetzt so an Technologie, was ich merke,
00:39:38.431
was sich weiterentwickeln darf auf jeden Fall.
00:39:41.791
Und sonst glaube ich, ist also für unsere Zwecke schon vieles da, vieles vorhanden.
00:39:48.151
Es gibt sicherlich schon Projekte, weil es gibt ja schon Bands,
00:39:51.071
die in Studios zusammenarbeiten, ohne dass sie zusammenarbeiten.
00:39:53.591
Also es gibt Technologien, aber die muss man natürlich dann auch irgendwie organisieren.
00:39:57.671
Vielleicht muss da auch wahrscheinlich unser Netz noch etwas schneller und stabiler werden.
00:40:03.251
Das ist dann nicht barrierefrei.
00:40:04.931
Das ist dann nicht barrierefrei. Das ist natürlich das Problem,
00:40:06.951
was noch dazukommt. Silvia, Annette, die Trends und Technologien sind ein wichtiges
00:40:11.811
Thema, auch bei eurer Umsetzung.
00:40:13.851
Du hast gesagt, Silvia, vorhin, dass du es dir wünschst, dass nicht nur auf
00:40:17.851
die KI geschaut wird, sondern auch andere Sachen.
00:40:20.811
Was beobachtet ihr denn mit Spannung? Wo seid ihr denn dran?
00:40:23.451
Wo denkt ihr denn, das könnte interessant werden?
00:40:26.411
Ich bin da gar nicht so sehr technologiegeleitet, muss ich gestehen,
00:40:29.611
sondern ich finde, es kommt immer auf die gute künstlerische Idee drauf an und
00:40:34.671
die Technologie, die dann zur Idee passt, die fügt sich von alleine.
00:40:38.271
Also man kann auch, und es kommt auch immer darauf an, welche Zielgruppen man erreichen will.
00:40:42.971
Also ein gut gemachter Podcast beispielsweise, der von, kann ich Ihnen nur empfehlen,
00:40:47.031
Museum für Naturkunde in Berlin, der das Ziel hat, die wissenschaftliche Arbeit
00:40:50.771
hinter den Kulissen des Museums besser zu vermitteln.
00:40:53.471
Der funktioniert für mich auch in einem Format, was jetzt keine technologische
00:40:57.971
Neuerung ist in dem Sinne.
00:40:59.691
Oder auch, ich denke, ein kleineres Museum hier aus Berlin, das Georg-Kolbe-Museum,
00:41:04.111
das sich zum Ziel gesetzt hatte, Werke des Bildhauers Georg Kolbe im Stadtraum
00:41:08.331
besser miteinander zu vernetzen und zu zeigen, wo steht denn alles,
00:41:11.571
was von Georg Kolbe und wie hat
00:41:12.971
Wie spielt das dann wiederum zusammen mit der Sammlung des Museums,
00:41:16.711
die man auch nicht immer sieht, aber online immer sieht, im Haus nicht immer
00:41:20.151
sieht, aber online immer sieht.
00:41:21.451
Und dann über einen sogenannten Audio-Walk, das heißt einen Stadtspaziergang,
00:41:25.991
mit dem man über ein Audio-Format zu verschiedenen Stellen der Stadt geleitet
00:41:29.471
wurde und dann wiederum über eine Webplattform mit der Sammlung das Ganze verknüpft hat.
00:41:33.931
Das ist einfach nicht technologisch höchst komplex, aber einfach der Idee zugutekommend.
00:41:39.771
Und wie ich schon gesagt habe, ich habe Spaß an der Formatvielfalt,
00:41:43.691
die sich durch digitale Technologien herausbilden.
00:41:45.971
Und deswegen beobachte ich eher die Formatvielfalt und die guten Ideen aus dem
00:41:49.751
Kulturbereich als spezielle Technologien.
00:41:51.911
Aber klar, auch künstliche Intelligenz ist spannend, wenn sie zielgerichtet
00:41:55.611
und gut eingesetzt wird.
00:41:57.571
Annette, wie kann denn Digital-Kultur langfristig inklusiv, nachhaltig und kreativ gestaltet werden?
00:42:05.607
Indem man von Anbeginn Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen einbindet
00:42:11.607
in die Projektentwicklung.
00:42:13.047
Also nicht hinterher drauf gucken lässt, guck mal, kommst du damit klar,
00:42:16.467
sondern mit ihnen zusammenarbeitet und da die Angebote entsprechend gleich von
00:42:21.667
null praktisch gemeinsam entwickelt, um die Zugänglichkeit ganz selbstverständlich zu haben.
00:42:27.827
Würde das euch helfen, Doro, wenn das schon von Anfang an digital geplant wäre
00:42:32.007
und ihr die Angebote so übernehmen könntet, barrierefrei?
00:42:35.727
Ja, aber ich glaube, ich gebe Annette insofern recht, dass man dann einfach
00:42:40.747
auch mit seiner eigenen oder mit der Zielgruppe auch im Gespräch bleibt und
00:42:44.047
guckt, was ist überhaupt gewünscht und wie kann man sich austauschen und was braucht es.
00:42:50.087
Also ich glaube, das ist wichtig, einfach schauen, dass man da den Austausch fördert.
00:42:54.927
Ich glaube, das hilft schon, um gemeinsam auch ein Angebot zu schaffen,
00:42:58.587
was auch wirklich genutzt wird, weil es kann ja auch sein, dass in ein paar
00:43:01.447
Jahren keiner mehr Lust hat drauf und dann ist es einfach nicht,
00:43:04.967
jetzt in unserem Fall brauchen wir, wir brauchen es nicht für uns machen.
00:43:09.007
Also es muss schon auch im Austausch bleiben mit denen, für die es gedacht ist.
00:43:13.127
Silvia und Annette, Kultur B. Digital, wo können ZuhörerInnen jetzt mehr Informationen dazu erhalten?
00:43:21.507
Und natürlich auch die Frage, inwiefern können von uns ZuhörerInnen bei euren
00:43:26.507
Projekten sich beteiligen? Was gibt es da für Möglichkeiten?
00:43:29.987
Erzählt mal, wo findet man euch und wie kann man mitmachen?
00:43:33.507
Uns findet man natürlich online unter www.kultur-b-digital.de.
00:43:40.827
Da wird man unter anderem auch die Veranstaltungen, die wir planen und die man besuchen kann, sehen.
00:43:47.447
Wir richten uns natürlich an Berliner Kulturinstitutionen, geförderte Veranstaltungen.
00:43:53.751
Künstlerinnen und Künstlergruppen aus Berlin. Das heißt aber,
00:43:57.531
wenn diese Schnittstelle zwischen euren Zuhörenden besteht, selbst Kulturakteuren
00:44:03.851
darunter sind, die können natürlich gerne an unseren Veranstaltungen teilnehmen.
00:44:07.711
Die sind öffentlich und für alle offen, die selbst zum Berliner Kulturbereich gehören.
00:44:13.851
Die Gute Stunde, wo kann ich mir die genehmigen, liebe Doro?
00:44:17.691
Ja, auf der Seite www. www.diegutestunde.org Genau, und da kann man Sich einfach
00:44:24.451
entweder für den Newsletter anmelden oder auf unserer Webseite registrieren.
00:44:29.031
Und dann bekommt man quasi immer die Informationen zu den Veranstaltungen,
00:44:33.471
kann einfach auf einen Button oder einen Knopf klicken und kommt direkt in die
00:44:38.251
Veranstaltung, wenn sie gerade stattfinden.
00:44:40.911
Und genau so kann man sich bei uns beteiligen, mitmachen, teilnehmen.
00:44:47.351
Ja, alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Insofern ist das relativ einfach zu nutzen.
00:44:54.511
Doro von Die Gute Stunde, Silvia und Annette von Kultur BDigital,
00:44:59.211
euch allen dreien herzlichen Dank für diese spannenden Informationen über die
00:45:03.431
Kultur und über die Digitalisierung der Kultur und natürlich weiterhin viel
00:45:08.271
Erfolg mit all euren Projekten.
00:45:10.531
Vielen Dank.
00:45:11.911
Danke, Sascha.
00:45:13.511
Dankeschön.
00:45:14.071
Digital Kompass Podcast. Der Podcast, um gemeinsam digitale Barrieren zu überwinden.
00:45:20.951
Herausgeber Deutschland sicher im Netz e.V.
00:45:28.221
Der Digitalkompass-Podcast wird ermöglicht durch das Bundesverbraucherschutzministerium.
00:45:33.541
Der Digitalkompass ist ein Verbundprojekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der
00:45:38.721
Seniorenorganisationen und von Deutschland sicher im Netz.
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Weitere Informationen findet ihr unter www.digital-kompass.de.
00:45:48.881
Über Feedback zu diesem Podcast freuen wir uns. Kontakt zu uns und dem Moderator Sascha Lang
In der Podcast-Folge ging es um diese Fragen:
- Was ist die Mission von kulturBdigital und Die Gute Stunde?
- Was bedeutet digitale Kultur aus der jeweiligen Perspektive?
- Vor welchen Herausforderungen stehen die beiden Projekte?
- Wie funktioniert digitale Kulturarbeit, wenn sie ausschließlich online stattfindet?
- Welche Zielgruppen werden erreicht – und welche vielleicht nicht?
- Wie lässt sich digitale Nähe und Gemeinschaft erzeugen?
- Welche Rolle spielen KI, Barrierefreiheit und hybride Angebote
Links aus dem Podcast:
Feedback
Ihre Anmerkungen und Fragen sowie Lob und Kritik können Sie jederzeit per Mail an podcast@digital-kompass.de richten.

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