E.Nehse
Grafik_vernetzte_Menschen

Am Mittwoch, den 27.01.2021 startete der Digital-Kompass mit einer digitalen Auftaktveranstaltung in das neue Themenquartal „Das digitale Rathaus – die Behörde für zu Hause“. Über 80 Teilnehmer:innen, zugeschaltet aus den 100 Digital-Kompass Standorten in ganz Deutschland, informierten sich über Nutzungsangebote, Möglichkeiten und Hindernisse im Rahmen digitaler Behördengänge.  

Staatssekretär Prof. Dr. Kastrop vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eröffnete die Veranstaltung und sprach sich gleich zu Beginn für ein gleichberechtigtes Angebot aus digitalen und analogen Behördendienstleistungen aus. Auch berichtete der Staatssekretär von persönlichen Erfahrungen im Umgang  mit der Digitalisierung und Behörden und machte Mut, digitale Chancen zu nutzen.  

Jan Zerche, Forschungsreferent am Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung, widmete sich mit seinem Vortrag der Frage „Wie können wir die Behörde für zu Hause nutzen?“. Hierin erörterte Zerche insbesondere die rechtlichen Grundlagen und Bedingungen für digitale Behördenangebote. Der daran anknüpfende Vortrag behandelte thematisch den neuen Personalausweis. Referent Maximilian Beck, tätig bei der Bundesdruckerei, demonstrierte eindrücklich die Voraussetzungen, Einsatzmöglichkeiten und Funktionen des Online-Ausweises. Bereits während des Vortrags installierten sich diverse Teilnehmer:innen die dazugehörige „AusweisApp2“. 

Anschließend wurden praktische Digitalbeispiele im Behördenkontext gezeigt. So stellte zunächst Hans-Werner Jung von der Landesmedienanstalt des Saarlandes „Bürgerdienste-SAAR“ vor. Als IT-Spezialist war Jung zentral in die Entwicklung der Informations-, Interaktions- und Transaktionsplattform eingebunden, die durch die saarländischen Landesregierung und die saarländischen Kommunen betrieben wird. Als ein weiteres Praxisbeispiel stellte Dieter Zorbach von der Initiative 55 plus-minus die regionale App „Mein Dorf 55 ±“ vor, die sich der Aufgabe verschrieben hat, einen digital-sozialen Begegnungsraum für ältere Menschen zu schaffen. Viele Teilnehmer:innen zeigten reges Interesse an der App, deren Konzept und Struktur zukünftig auch Digital-Kompass Standorten zur Verfügung gestellt werden soll. 

Nach der Mittagspause ging es in den Austausch und die Diskussion mit den Digital-Kompass Standorten: Viele Standorte berichteten von ersten eigenen Erfahrungswerten im Umgang mit Online-Behörden. Von der Beantragung einer Schufa Selbstauskunft über die Einsicht in das Punktekonto in Flensburg bis hin zur An- und Abmeldung von Haustieren – die Palette an bereits genutzten Dienstleistungen war groß. Neben vielen positiven Aspekten von digitalen Behördenangeboten, wie Komfort, Flexibilität, Weg- oder Zeitersparnis, wurde auch der Wunsch nach einheitlichen Angeboten und Portalen thematisiert. Anknüpfend an Prof. Dr. Kastrops Grußwort wurde in der Diskussion deutlich, dass die ältere Generation digitalen Behördenangeboten offen und positiv gegenübersteht, solange die Option, auch analoge Angebote nutzen zu können, weiterhin bestehen bleibt.  

Weitere Informationen zu unserem neuen Themenquartal „Das digitale Rathaus – die Behörde für zu Hause“ finden Sie in unserem aktuellen Newsletter. Links zu den jeweiligen Verwaltungsportalen der 16 Bundesländer finden Sie in unserer Materialsammlung