Der Computer, ein unbekanntes Wesen? Nicht mehr für die Senioren in Ingolstadt

K.Braun

Ingolstadt ist nun auch offiziell Digital-Kompass Standort und zur Eröffnung waren alle da: Vertreter der Bürgerhauses, das Amt für Informations- und Datenverarbeitung der Stadt, die Bürgerhaus-Gruppe Senioren ins Netz, die KU Eichstätt-Ingolstadt und viele Seniorinnen und Senioren. Spannende Vorträge, Diskussion und Austausch. Von allem war etwas dabei.

Wie auch schon bei den anderen Auftaktveranstaltungen war das Interesse groß. Was bedeutet das Projekt für uns Senioren? Warum ist die Vermittlung von digitalen Kompetenzen so wichtig? Diese und weitere Fragen führten in eine rege Diskussion und verdeutlichten einmal mehr: Es ist schon viel passiert, aber es liegt auch noch viel vor uns. 

Nach wie vor sind ca. 12 Millionen Menschen in Deutschland offline. 95% von ihnen sind 50 Jahre und älter. Und aufgrund des immer schneller werdenen technischen Wandels ist es wenig wahrscheinlich, dass sich dieses Problem irgendwann "auswachsen" wird. Auch in Zukunft wird es Menschen geben, die sich mit den stetig ändernden Technologien nicht auskennen. Wem der Zugang zum Internet verschlossen bleibt, der kann auch die Chancen der Digitalisierung nicht für sich nutzen.  

Online-Kommunikation mit den Enkeln, E-Government oder Online-Banking: "Die Angebote sind da. Aber mann muss sie auch nutzen können", sagt Siegfried Bauer, Gründungsmitglied der Bürherhaus-Gruppe Senioren ins Netz. Die Gruppe begleitet Seniorinnen und Senioren ins und im Netz. "Wichtig ist der Dialog auf Augenhöhe. Bildung hört nicht nach der Schule auf. Wir lernen lebenslang."

Willkommen im Club und danke für so viel Engagement.