D.Lehmann
Mann fotografiert Pflanze
Quelle
Fauxels @ Pexels

Manche Menschen haben den sogenannten „grünen Daumen“: Bei ihnen gedeihen anscheinend problemlos selbst schwierige Pflanzen im Zimmer, auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten. Andere wiederum scheitern schon daran einen anspruchslosen Kaktus richtig zu pflegen. Wer trotzdem gerne viele Vertreter der Botanik in seinem Umfeld haben möchte, muss darauf nicht verzichten. Neben dem Rat von Freunden, Familie oder dem Botaniker ihres Vertrauens können sie mittlerweile auch auf eine Vielzahl digitaler Helfer für das Smartphone zurückgreifen. Eine Auswahl möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Pflanzen erkennen

Welches Exemplar habe ich da eigentlich gerade vor mir? Mit der kostenlosen AppPl@ntNet“ kann man diese Frage schnell beantworten. Einfach ein oder mehrere Fotos mit der Kamera des Smartphones aufnehmen, schon liefert das Programm den richtigen lateinischen Namen, die deutsche Bezeichnung und den Link zum Wikipedia-Artikel. Wer mag, kann seine Bilder für andere Nutzer hinterlegen. So wächst die Datenbank und steigert die Genauigkeit für zukünftige Anfragen. Das Angebot ist auch ohne Smartphone als Webseite nutzbar. Für Wildpflanzen gibt es alternativ die App „Flora Incognita“ der Universität Ilmenau.

Gieß- und Düng-Erinnerung

Nicht jede Pflanze hat die gleichen Bedürfnisse. Sukkulente müssen eher selten gegossen werden, Orchideengewächse wie die Vanille dafür regelmäßig gedüngt. Damit man sich das nicht alles merken muss, kann man mit der kostenlosen App „Waterbot“ für jede Pflanze ein Profil erstellen – inklusive Foto, Gieß- und Düng-Erinnerung und weiteren Notizen. Ist es wieder an der Zeit, erhält man eine Push-Mitteilung.

Beetplanung

Wenn man ein eigenes Beet erfolgreich anlegen möchte, müssen gleich mehrere Faktoren berücksichtigt werden: Wann muss ich welche Sorten aussäen? Wie schütze ich meine Pflanzen am besten vor Schädlingen? Und welche Folgekulturen sind für meinen Standort geeignet? Diese und weitere Fragen beantwortet die App "alphabeet". Wer sich für eines der drei kostenpflichtigen Abo-Modelle entscheidet (das günstigste ist für 39,99€ im Jahr zu haben, das Monats-Abo kostet 4,99€), erhält Zugriff auf Saisonplan-Vorlagen, Wachstumsprognosen und individuelle Arbeitsanweisungen - zugeschnitten auf das eigene Beet. Eine 14-tägige vollumfängliche und unverbindliche Testphase wird angeboten. In der kostenlosen Variante kann man immerhin die umfassende Pflanzenbibliothek nutzen oder die eigenen Sorten festhalten. Hier geht's zur Webseite von "alphabeet": https://alphabeet.org/

Krankheiten feststellen

Schädlinge und Pilz-Befall können den mühsam gehegten grünen Freunden schnell schwer zu schaffen machen. Worum es sich genau handelt, kann man mit Hilfe von Apps wie „Plantix“ herausfinden. Leider gibt es die mittlerweile nur noch auf Englisch. Alternativ dazu gibt es den „Pflanzendoktor“, der zwar ebenfalls kostenlos ist, aber als Anwendung des Herstellers Neudorff Werbung für die eigenen Produkte macht. Wer damit leben kann, erhält eine Übersicht der bekanntesten Schaderreger mit entsprechenden Bildern und Infos dazu. Sollte das nicht helfen, kann man ein Foto der eigenen Pflanze hochladen.

Tipp: Den richtigen Zeitpunkt zum Aussäen für Blumen, Gemüse usw. finden Sie in Pflanzkalendern. Hier geht’s zum Aussaatkalender 2021 von Plantopedia.