D.Lehmann
Kunde bezahlt mit NFC-Girokarte
Quelle
ING Nederland, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org

Ob mit einer Giro- beziehungsweise Kreditkarte, per Smartphone oder mit anderen mobilen Endgeräten wie Smart Watches und Tablets: Das kontaktlose Bezahlen hält vermehrt Einzug in den Lebensalltag. Möglich ist der Bezahlvorgang dank der sogenannten Near Field Communication, kurz NFC. Dabei werden auf kurze Distanz (maximal zehn Zentimeter) kleine Datenmengen zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht - beispielsweise die Zugangs- und Bezahldaten von der Girokarte an das Bezahlterminal im Supermarkt. Das funktioniert bequem und schnell einfach durch simples Auflegen.

Wie sicher ist NFC?

Um die Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen, wird beim Bezahlen eine kryptografische Verschlüsselung verwendet, die nur für jeweils einen speziellen Vorgang gültig ist. Obwohl das kontaktlose Bezahlen deshalb als sehr sicher gilt, können in der Theorie dennoch Angreifer sensible Daten abgreifen. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) geht aber davon aus, dass dies eher unwahrscheinlich ist, weil „Betrüger dazu zum Zeitpunkt der Transaktion räumlich sehr nah an ihr Opfer heran müssten“ und sich „außerdem mehrere NFC-fähige Karten, die sich im Portemonnaie befinden, häufig gegenseitig blockieren (z.B. der neue Personalausweis oder eine Kreditkarte)“. Hinzu kommt, dass ab einem Betrag von 50€ in Deutschland ohnehin noch die PIN-Eingabe erfolgen muss.

Schutzhüllen und Schutzkarten

Für Zahlungen an Terminals ist der Abstand mittlerweile sogar auf vier Zentimeter begrenzt. Wem das nicht genügt, der kann seine Karten mit speziellen Schutzhüllen ummanteln, um jegliches Ausspähen zu verhindern, oder Schutzkarten im Portemonnaie dabei haben, die ein Störsignal aussenden. Was das bedeutet, kann man in diesem Beitrag von Giga.de nachlesen: Hier geht’s zu NFC-Schutzhüllen und -Schutzkarten – Das bringen sie wirklich

Ob Ihre EC-Karte diese Bezahlmöglichkeit unterstützt, erkennen Sie am Wellensymbol auf der Karte. Die meisten Bankinstitute wollen bis zum Jahr 2022 Girokarten mit NFC-Chip an ihre Kunden ausgeben. Bei jüngeren Smartphones ist in der Regel eine NFC-Schnittstelle enthalten, mit der man eine digitale Briefbörse hinzufügen kann.