20. November 2019

Mobilfunkqualität: Gute Netze, schlechte Netze

Screenshot der APP Breitbandmessung
Quelle
Bundesnetzagentur (Screenshot)

Wo hat man in Deutschland mit dem Handy welchen Empfang – und wo überhaupt keinen? Eine interaktive Karte der Bundesnetzagentur auf Basis von Nutzerdaten macht das nun deutlich.

Mit Hilfe einer App, die sowohl für Android- als auch für Apple-Smartphones in den jeweiligen Stores verfügbar ist („Breitbandmessung“ oder Suchbegriff „Funkloch“), können Nutzer seit über einem Jahr übermitteln, wie die Mobilfunkqualität in ihrer direkten Umgebung ist. Nach Angaben der Bundesnetzagentur ist die Anwendung bislang 187.000 Mal installiert worden. Aus den bisherigen Rückmeldungen wurde nun eine Karte erstellt, die die mögliche Mobilfunknutzung in der Bundesrepublik grafisch zeigt. Unterschieden wird zwischen „kein Empfang“ und den Standards 2G, 3G und 4G. Auf der Karte ist Deutschland in entsprechend eingefärbte Hexagone eingeteilt. Mit einem Klick auf ein solches erhält man Auskunft über die Anzahl der Messpunkte (also die Anzahl der von den Nutzern übertragenen Werte) und die Verteilung auf die Netztechnologien.

Ergebnisse sind von den Nutzern abhängig

Je nachdem, wie viele Personen sich pro Gebiet beteiligt haben, sind die Angaben unterschiedlich aussagekräftig. Zudem können die gesendeten Informationen vom Mobilfunktarif beziehungsweise -vertrag und dem Gerät an sich beeinflusst sein: Womöglich ist unter Umständen ein höherer Standard verfügbar, aber das meldende Smartphone unterstützt diesen nicht.

Dennoch bietet die Karte schon jetzt einen guten Überblick. Wer möchte, kann beispielsweise die eigene Adresse prüfen oder die Netzbetreiber Vodafone, Telekom und Telefónica miteinander vergleichen. Ziel der Anwendung und der Massenmessung ist es, Funklöcher gemeinsam mit den Mobilfunk-Anbietern zu lokalisieren und mittelfristig zu beheben.

Funklöcher sollen behoben werden

Daher wirbt die Bundesnetzagentur weiter dafür die App zu nutzen und damit das Gesamtbild fortlaufend zu verfeinern. Um die Daten regional zuordnen zu können, ist die Standortfreigabe notwendig. Außer den Netzdaten werden dabei lediglich noch technische Daten erhoben, so zum Beispiel die Art des Geräts. Zur Überprüfung der Datenübertragungsrate im Festnetz gibt es zudem Browser-Anwendungen zur Breitbandmessung.

Von
D.Lehmann