D.Lehmann
Zerwühlte Kissen und Bettdecken
Quelle
Pixabay | ayMantri

Mit elektronischen Helferlein kann man heutzutage so ziemlich alles steuern, messen und bedienen. Während Sensoren und andere technische Hilfsmittel zur Regulierung von Heizungen oder Lichtkörpern im Smart Home fast schon ein alter Hut sind, sind Apps, die den Schlaf überwachen und verbessern sollen, noch nicht so ganz im Bewusstsein angekommen. Dabei ist Schlafmangel ein ernsthaftes gesundheitliches Problem.

Digitale Angebote, dagegen vorzugehen, gibt es indes genug. Wer sich dazu entscheidet diese auszuprobieren, sollte sich vorher mindestens Folgendes überlegen: Habe ich Probleme beim Einschlafen? Oder brauche ich eher Unterstützung, um mir das Aufstehen zu erleichtern? Achten Sie bei der App darauf, ob die Bedienung ihnen leicht fällt und welche Funktionen Sie wirklich brauchen. Typische Elemente möchten wir Ihnen nachfolgend einmal vorstellen:

Geräusche aufzeichnen: Einige Apps zeichnen alle Geräusche in der Umgebung auf, wenn sie aktiv sind, um so eventuelle Störquellen zu identifizieren oder festzustellen, ob Sie im Schlaf reden.

Schlaftagebuch: Hier halten Sie fest, wie lange und wie gut sie gefühlt geschlafen haben und was Sie zuvor gemacht haben. Oft wird dabei auch der Mondstand oder das Wetter berücksichtigt, um mit der Zeit umfassende Aussagen darüber treffen zu können, wann Sie am besten schlafen.

Smart Wake Up: (digitaler Schlafphasenwecker): Jeder Mensch durchläuft beim Schlafen grob betrachtet drei Phasen – den Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf. In den letzten beiden fällt es schwer aufzustehen, beim Leichtschlaf und in den Momenten zwischen den Phasen dafür überhaupt nicht oder zumindest deutlich weniger. Beauftragt man nun eine Schlaf-App den günstigsten Zeitpunkt zum Wecken zu finden, misst sie anhand von Bewegungen, in welchem Stadium der Anwender gerade ist und wann dementsprechend der Wecker klingeln sollte. Zuvor legt man fest, wann man spätestens aufstehen möchte.

Falls Sie bereits seit längerer Zeit Schlafprobleme haben, sollen Sie ihren Arzt hinzuziehen und gegebenenfalls mit ihm auch über die Verwendung von Schlaf-Apps reden.

Kleiner Tipp: Für einen gesunden und ungestörten Schlaf kann es förderlich sein, wenn man abends nicht mehr an Handy, Laptop oder Tablet sitzt. Diese strahlen nämlich sogenannte blaue Wellenlängen im Licht aus, auf die unsere Netzhaut besonders sensibel reagiert. Für die innere Uhr in unserem Gehirn ist das dann das Signal für „Wach bleiben!“.