D.Lehmann
Ältere Dame sieht durch eine Virtual Reality-Brille.
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Sie wollten schon immer mal den Himalaya besteigen? Oder mehre Hundert Meter tief in einen Ozean abtauchen? Wenn Sie mögen, können Sie mittlerweile beides an einem Tag schaffen – dank virtueller Realität (VR). Darunter versteht man Techniken, die in Echtzeit computergenerierte Umgebungen erschaffen, die von den Nutzerinnen und Nutzern als Wirklichkeit wahrgenommen werden. Bislang kommen virtuelle Realitäten vor allem in Unterhaltungsmedien zur Anwendung, und da insbesondere bei Computerspielen. Denkbar sind aber alle möglichen Einsatzgebiete, beispielsweise als Schulungs- und Trainingshilfe für bestimmte motorische und kognitive Prozesse wie Krankengymnastik und Gedächtnisübungen in der Demenzpflege.

Lese-Tipp: VR-Brillen in der Pflege (Link)

Voraussetzungen sind nur ein entsprechend digital aufbereiteter Inhalt und eine sogenannte VR-Brille. Neben vielen leistungsstarken Geräten gibt es dabei auch vergleichsweise günstige Alternativen: Einfache Varianten aus Pappe (Cardboards) sind für wenige Euro zu haben und dienen als Halterung für das eigene Smartphone. Damit kann man unter anderem beim Projekt Google Arts & Culture ausgewählte Sehenswürdigkeiten und Orte wie die Hamburger Elbphilharmonie oder das Naturkundemuseum in Berlin in 360-Grad-Rundum-Optik bestaunen.

Lese-Tipp: Alle 360-Grad-Videos von Arts & Culture

VR-Techniken und -Anwendungen werden in Zukunft weiter stark zunehmen. Laut einer Studie von Deloitte wollen allein deutsche Unternehmen in diesem Jahr etwa 850 Millionen Euro in entsprechende Angebote investieren. Neben den Bereichen Shopping und Events wird dies auch für das Gesundheitswesen erwartet.