D.Lehmann
Smart Home
Quelle
(CC0 1.0)

Thermostate, die selbstständig die Raumtemperatur regeln, Geschirrspüler, die den Betrieb aufnehmen, sobald sie voll sind, oder Staubsauger-Roboter, die präzise Schmutz und Staub aus der Wohnung entfernen: Intelligente Haushaltsgeräte, also solche, die sich mit dem Internet verbinden und untereinander kommunizieren können, sind bei vielen Menschen längst in den Alltag integriert. Da das „Internet der Dinge“ beziehungsweise dessen spezieller Zweig „Smart Home“ in der Dimension trotzdem noch relativ neu ist, sorgen sich Datenschützer:innen und Verbraucher:innen, wie sicher die Informationen sind, die in dem permanenten Datenfluss generiert und ausgetauscht werden.

Einheitliche Verschlüsselung wird angestrebt

Deshalb sollte man sich vor dem Einsatz gründlich überlegen, wie man das eigene Smart-Home-Netz schützen möchte. Wie so oft ist es eine Abwägung aus Bequemlichkeit und Nutzerkomfort auf der einen und Datenschutz auf der anderen Seite. Grundsätzlich sollten nur Geräte zum Einsatz kommen, die eine Verschlüsselung einsetzen. Diese ist zwar mittlerweile Standard, allerdings gibt es bislang noch keine einheitliche Lösung für das Smart Home. Die Connectivity Standards Alliance (CSA), eine Gruppierung der größten und wichtigsten Hersteller und IT-Firmen in diesem Bereich, arbeitet genau daran. Expert:innen gehen davon aus, dass die herstellerunabhängige Zusammenarbeit der Geräte auch den Schutz deutlich verbessern wird.


Updates für die Geräte – aber auch den Router!

Wichtig ist zudem, dass die Geräte selbst immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Werden notwendige Updates nicht installiert, können Angreifer möglicherweise Sicherheitslücken ausnutzen. Bei sehr alten Geräten kann es passieren, dass die Hersteller den sogenannten Support einstellen, was bedeutet, dass keine Updates mehr angeboten werden. In dem Fall ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie zum Einfalltor für Schadsoftware oder Hackerangriffe werden. Einer der bedeutendsten Faktoren für die Smart-Home-Sicherheit bleibt allerdings der WLAN-Router. Auch dieser muss regelmäßig aktualisiert werden und sollte mit einem starken Passwort gesichert sein.

Nicht abhängig werden

Achten Sie auch auf die Einstellmöglichkeiten ihrer Produkte: Gute Geräte zeigen transparent an, wann welche Daten kommuniziert werden und inwieweit Sie dort eingreifen können. Eine permanente Internetverbindung ist beispielsweise gar nicht immer notwendig. Generell ist es ratsam sich nicht komplett vom eigenen Smart Home abhängig zu machen: „So sollte sich das smarte Türschloss zusätzlich mit einem traditionellen Schlüssel öffnen lassen und die Rollläden sollten manuell hochgefahren werden können, falls der Server des Herstellers mal nicht erreichbar ist“, erklärt Timo Brauer vom Technikmagazin Inside-digital.de.

Link-Tipps zum Thema:

"Smarthome - den Wohnraum sicher vernetzen": https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Internet-der-Dinge-Smart-leben/Smart-Home/smart-home_node.html

"So schützen Sie Ihr Smart Home gegen Hacker":
https://www.mein-eigenheim.de/smart-home/smart-home-gegen-hacker-schuetzen.html